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Hartbergerland Rallye 2022: Vorschau Keferböck
Foto: Michael Jurtin

Keferböck/Minor: Unaufgeregte Rückkehr in das Hartbergerland

Auf den Prüfungen der neuen Hartbergerland-Rallye sorgten Johannes Keferböck und Ilka Minor im Vorjahr mit einer deutlichen Performance-Steigerung und auch mit einem heftigen Abflug für allerhand Gesprächsstoff in der heimischen „Rallyefamilie“. Gerade deshalb sucht „Kefer“ bei der zweiten Ausgabe der steirischen Rallye vor allem jene innere Ruhe, die ihn mit dem ŠKODA FABIA Rally2 evo „zusammenwachsen“ lässt und ohnehin die Grundvoraussetzung für jegliche erfolgreiche Rallye darstellt...

Johannes Keferböck hat heuer zwar noch nicht wirklich viele, dafür aber zwei gewichtige Rallyes absolviert - die WM-Läufe von Monaco und Kroatien: „Wir haben bei diesen beiden Rallyes wirklich viel dazulernen können. Technisch, zum einen. Aber auch fahrerisch. Im Vergleich zur Hartbergerland-Rallye 2021 haben Ilka und ich unseren Aufschrieb deutlich verbessert und ich fahre auch eine bessere Linie. Wenn ich nur an die Daten-Auswertung denke, die wir nach der Rallye Monte Carlo vorgenommen haben - wo ich ganz genau sehen konnte, was ich immer noch falsch mache und wo ich Verbesserungspotential habe. Da gibt es noch Luft nach oben und diese Erkenntnisse möchte ich natürlich auch so gut wie es geht umsetzen.“

Seit Monaco ohne Zielankunft: „Defektteufel soll wieder verschwinden“

In die Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft (ORM) stiegen Keferböck/Minor heuer erst beim zweiten Lauf im Lavanttal ein, wo jedoch kaum Kilometer gemacht werden konnten, da es schon auf der zweiten Prüfung zum Ausfall kam, nachdem auf einem der Radräger sämtliche Radbolzen abgerissen sind und man sich im Hinblick auf die Kroatien-Rallye gegen eine Fortsetzung unter Rally2 entschieden hatte.

In Kroatien haben Keferböck/Minor zwar die gesteckten Top 10 der WRC2 verpasst, aber im Feld jener internationalen Teams, welche nicht aus Werks- oder künftigen WM-Jungpiloten bestehen gut abgeschnitten, zudem konnte man fast die gesamte Distanz der selektiven Rallye absolvieren - vor den letzten drei Prüfungen jedoch gab die Benzinpumpe ihren Lebensgeist auf. Nach den ungewohnten Ausfällen sagt Johannes Keferböck auch beschwörend: „Es wäre für uns zunächst einmal förderlich, wenn der viel zitierte ‚Defektteufel‘* bitte wieder von uns ablassen könnte...“

In Ruhe „eingrooven“: Wohlfühlfaktor als Grundvoraussetzung

Die zweite Ausgabe der Hartbergerland-Rallye, in diesem Jahr der dritte Lauf zur ORM, möchten Johannes Keferböck und Ilka Minor ohne jeden Erwartungsdruck in Angriff nehmen: „Die erste Sonderprüfung ist für uns alle komplett neu - wir werden die Rallye ganz ruhig beginnen und uns dann, wenn alles passt, langsam vortasten.“

Am Donnerstag vor der Rallye wird das K4 RALLY TEAM einen kurzen Test absolvieren: „Geplant ist, dass wir etwa eine Stunde lang ein paar Kilometer abspulen, sodass wir wieder das Gefühl für das Auto bekommen. Dass ich mich wieder im Auto wohlfühle, ist mir das Wichtigste - alles andere kommt dann ohnehin ganz von selbst.“

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