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Rallye Weiz 2023: Bericht Knobloch
Martin Butschell

Podium bringt Knobloch auch Meisterschafts-Rang 3

Nach einem verregneten Donnerstag beim Besichtigen und Shake-Down zeigte sich das Wetter in Weiz an den beiden Wettbewerbstagen Freitag und Samstag von seiner besten Seite – rund 30 Grad und Sonnenschein heizten die Cockpits ordentlich auf. Hitze versprachen auch die Duelle an der Spitze um den Sieg zwischen Neubauer/Wagner und jener um das Podium zwischen Knobloch, Baumschlager und Raith. Der Freitag startet für Knobloch unglücklich, am Samstag lief alles nach Plan.

Knobloch: „Vor dem Start zur SP1 funktionierte der Knopf, bei dem man den Fabia in den Wettbewerbsmodus „Stage“ schaltet plötzlich nicht mehr – als Konsequenz würgte ich den Skoda am Start leider ab und verlor so auf den ersten Metern der Rallye schon einige wertvolle Sekunden. In Sachen Reifenwahl waren wir zudem zu weich – Freitagabend lag ich letztlich vier Sekunden hinter Raimund auf Rang vier. Ganz happy war ich damit nicht – aber ich wusste woran es lag, also freute ich mich schon auf den Samstag. In die Tannhausen startet ich Samstag Früh sehr ambitioniert und ohne Probleme, auf dem Bergab Stück vor einer engen Linkskurve sah ich eine Zuseherin, die uns mit Handsignalen einbremste. Kurz drauf sah ich den Skoda Fabia RS Rally2 von BRR leider schon auf dem Dach liegen. Raimund und Pirmin waren schon aus dem Auto und zum Glück unverletzt, also fuhren wir langsam an der Unfallstelle vorbei und die Stage zügig zu Ende. Das war natürlich sehr schade – nicht nur wir hatten uns auf das Duell gefreut, sondern auch viele Fans. So war es zwar natürlich auch zum meinen Gunsten entschieden – aber früher und spektakulärer als erhofft. Auf Kevin Raith und Bernhard Ettl hatten wir zu dem Zeitpunkt schon etwas mehr als 20 Sekunden Vorsprung, als sich dieser auf der nächsten Prüfung fast verdoppelte war endgültig klar, dass uns nur noch die Technik oder ein Konzentrationsfehler um das dritte Podium bei meiner Heimrallye bringen konnte.“

Nach SP7 wuchs der Vorsprung aufgrund einer Zeitüberschreitung von Raith/Ettel im Service noch weiter an. Das Duo Knobloch/Rausch nahm daraufhin noch etwas Tempo raus um das Podium in Weiz nicht in der Schlussphase noch durch einen Flüchtigkeitsfehler zu verlieren. Auch mit reduzierten Risiko vergrößerte das Duo seinen Vorsprung in den beiden Prüfungen bis zum Mittagsservice um weitere 17 Sekunden. Nach Vorne war der Rückstand zu Mittag auf über eine Minute angewachsen, nach hinten auf über zwei. Um im „luftleeren Raum“ jedes mögliche Risiko auszuschalten und um den Unterschied zu testen entschied sich Knobloch zudem, die vier Prüfungen am Nachmittag mit zwei Reservereifen zu bestreiten.

Knobloch: „Man sagt, das Mehrgewicht eines zusätzlichen Reserverades kostet ein bis zwei Zehntel am Kilometer – das war jetzt natürlich völlig gleichgültig, also nahmen wir zwei Reifen mit. Einerseits um – falls wir bei einer Passage in einem der vielen Cuts zwei Reifen beschädigen würden - dennoch fertig fahren können. Andererseits auch um zu erfahren, wie sich das anfühlt. Wir blieben auch am Nachmittag auf demselben, harten Reifensatz und bauten überall etwas mehr Sicherheit ein. Lediglich auf der Powerstage legten wir etwas nach – den Punkt für den dritten Platz auf der Powerstage holten wir uns dann auch wie erwartet ab. Über mein drittes Gesamtpodium in Weiz habe ich mich sehr gefreut, vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützt haben. Da ich mich jetzt - trotz zwei Starts weniger – an Baumschlager vorbei auf Rang drei der ORM-Wertung schieben konnte, wurde natürlich die Frage nach einem Start von uns beim ORM-Finale gestellt. Der steht aktuell nicht am Plan, dennoch könnte ich jetzt aus eigener Kraft beim ORM-Finale bei der „OBM Bucklige Welt Rallye“ Rang drei in der Rallye-Staatsmeisterschaft absichern. Darüber werden wir mit unseren Sponsoren sprechen – bis zum 16. September ist ja noch etwas Zeit.“

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