RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Skoda Fabia RS Rally2 im Prager Nationalmuseum Škoda Auto Vorstand für Technische Entwicklung Johannes Neft, Generaldirektor des Technischen Nationalmuseums Karel Ksandr und Škoda Auto Vorstand für Produktion und Logistik Michael Oeljeklaus bei der Übergabe des Škoda Fabia RS Rally2-Prototyps.
Skoda

Dienstende für den Prototypen

Nachdem der für Tests auf Asphaltstrecken ausgerichtete Prototyp des Škoda Fabia RS Rally2 seine Arbeit erfolgreich getan und sich seinen Ruhestand verdient hat, ehrte ihn Tschechien mit einer standesgemäßen Altersresidenz. Er ist nun Teil der Ausstellung im Technischen Nationalmuseum (Národní technické muzeum, NTM), wo er übrigens in durchaus erlauchter Gesellschaft ist. Just dort steht etwa auch ein Motorrad vom Typ L&K CCR sowie der Rennwagen L&K RK/M.

Wem letztere zwei Gefährte nichts sagen: Das Motorrad Laurin & Klement CCR diente als technische Basis für den Sieger der Dourdan-Meisterschaft im Jahr 1905 und verweist damit auf die mehr als 120-jährige Motorsporttradition der Marke aus Mlada Boleslav. Und der Sportwagen L&K RK/M verhalf Graf Alexander "Sasa" Kolowrat bereits vor 110 Jahren zu zahlreichen Renn-Siegen.

Der neuste Zugang des Museums mit Motorsport-Hintergrund aus dem Hause Skoda dürfte allen hier mitlesenden da schon deutlich mehr sagen. Der brandneue Rally2-Fabia ist gerade drauf und dran seine ersten Bewährungsproben auf aller Welt zu bestreiten - wie hierzulande erst letztes Wochenende bei der Jännerrallye, wo sowohl Simon Wagner als auch Raimund Baumschlager die Ehre hatten, mit zu den ersten zu gehören, die einen solchen Wagen ihr Eigen nennen dürfen. Wer mehr zum Wagen an sich wissen möchte, ist bei unserem Artikel zur Enthüllung in Mlada Boleslav samt Interviews mit Kris Meeke und Andreas Mikkelsen bestens aufgehoben.

Zum Einzug des Prototypen selbst sagte Michael Oeljeklaus, Škoda Auto Vorstand für Produktion und Logistik: „Die Motorsportversionen des Škoda Fabia behaupten sich auf den internationalen Rallye-Pisten seit Jahrzehnten hocherfolgreich gegen die Konkurrenz. Das zeigt in beeindruckender Weise: Unser Unternehmen und die Tschechische Republik stehen im Automobilbau weltweit für große technische Kompetenz, besondere Fertigungspräzision und höchste Zuverlässigkeit. Der aktuelle Fabia RS Rally2 bringt alle Voraussetzungen mit, um an die Erfolge seines Vorgängers anzuknüpfen und in den kommenden Jahren die lange Motorsporttradition unserer Marke zu prägen. Ich freue mich sehr, dass wir heute einen von zwei Prototypen in die Fahrzeugsammlung des Technischen Nationalmuseums übergeben und damit auch unsere langjährige Partnerschaft mit dieser besonderen Kultureinrichtung fortsetzen.“

Karel Ksandr, Generaldirektor des Technischen Nationalmuseums in Prag, ergänzt: „Der Fabia RS Rally2 ist ein weiterer Meilenstein in der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Technischen Nationalmuseum und Škoda Auto. Mit der Schenkung der ersten drei Motorräder legte Václav Klement, Mitbegründer und Visionär des Unternehmens in Mladá Boleslav im Jahr 1935 den Grundstein für unsere Sammlung. Zu diesen Modellen zählt auch die sportliche Zweizylindermaschine Laurin & Klement (Slavia) CCR. Sie diente als Basis für ein Rennmotorrad, mit dem Václav Vond?ich 1905 die inoffizielle Weltmeisterschaft in Dourdan, Frankreich, gewann. Echte Publikumsmagneten unserer Dauerausstellung sind auch der große L&K RK/M, mit dem Saša Kolowrat vor 110 Jahren zahlreiche Erfolgen erringen konnte oder der Škoda 130 RS, der erfolgreichste tschechoslowakische Sportwagen der Nachkriegszeit. Sehr interessant ist auch der Škoda F3 von 1966, der eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 200 km/h erreichte. Dieser erfolgreiche Rennwagen, in dem auch Komponenten des Serienmodells Škoda 1000MB zum Einsatz kommen, zählte zu unseren erfolgreichsten Sportwagen. Dieses Fahrzeug stiftete Škoda Anfang der 1970er Jahre dem Technischen Nationalmuseum. Aktuell ist das Škoda F3-Formelfahrzeug eingelagert, der neu hinzugekommene Škoda Fabia RS Rally2 kann allerdings in der Ausstellung besichtigt werden.“
 

Zur Sammlung des Museums gehört auch der Sportwagen L&K RK/M, mit dem Graf Alexander ‚Saša‘ Kolowrat bereits vor 110 Jahren zahlreiche Rennen gewann.

Zur Sammlung des Museums gehört auch der Sportwagen L&K RK/M, mit dem Graf Alexander ‚Saša‘ Kolowrat bereits vor 110 Jahren zahlreiche Rennen gewann.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC Kroatien 2026: Katsuta erbt Sieg

Neuville wirft Sieg weg - Keferböck gewinnt Masters Cup

In der Powerstage wirft Neuville den fast schon sicheren Sieg weg - Katsuta feiert zweiten WRC-Sieg hintereinander. Keferböck/Minor holen sich mit dem WRC Masters Cup Sieg die Tabellenführung zurück.

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.

TEC7 ORM, Lavanttal: Nach Tag 1 (SP6)

Ein furioser erster Rallye-Tag

Die 48. LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX war an Dramatik nicht zu überbieten / Nach vielen Wendungen führt Simon Wagner hauchdünn vor Hermann Neubauer und Michael Lengauer