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ARC & AARC: Vipavska Dolina
Foto: ARCA, Marek Pleha

Maier & Mayer siegen bei slowenischer Ausfallorgie

In seinem erst zweiten Rallyejahr gelang Max Maier bei der slowenischen Rally Vipavska Dolina der ARC-Sieg. Daniel Mayer siegte als Gesamtzweiter in der Austrian Rallye Trophy. Rund ein Drittel aller Teilnehmer sah bei der selektiven und perfekt organisierten Rallye diesmal leider keine Zielrampe. Plus: Bericht vom zweiten Lauf des Alpe Adria Rally Cups.

„Alles Mai/yer“ - so könnte man den Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge mit zwei Worten zusammenfassen. Denn bei der slowenischen Rally Vipavska Dolina heißen die Challenge-Sieger unter anderen Max Maier (ARC) und Daniel Mayer (ART/Austrian Rallye Trophy). Im Grunde war bei dieser Rallye jedes Team, das es ins Ziel geschafft hat, ein Siegerteam - denn die Bedingungen erwiesen sich selbst bei Trockenwetter als äußerst selektiv. So gab es bei insgesamt 105 startenden Teams satte 33 Ausfälle zu verzeichnen, darunter auch zahlreiche ARC-Teams…

Daniel Mayer gewinnt als Gesamt-Zweiter die ART

Daniel Mayer, der im Vorjahr die Rally Vipavska Dolina auf dem dritten Gesamtrang beenden konnte, wollte heuer den Gesamtsieg erobern - doch der slowenische Serienstaatsmeister Rok Turk in seinem semiwerksmäßig betreuten Hyundai i20 Rally2 erwies sich dann doch als zu stark: „Ich habe nach den ersten drei Prüfungen kapiert, dass ich ihn in seiner Heimat noch nicht schlagen kann - somit habe ich darauf geachtet, dass ich keine Fehler mache und ins Ziel komme.“ Das ist Mayer gemeinsam mit Copilotin Alessandra Baumann mit dem Citroen C3 Rally dann auch gelungen, als Gesamtzweiter und als Sieger der Austrian Rallye Trophy sowie der Junior ARC. Die hohe Ausfallrate fiel auch Mayer auf: „Der Servicepark wurde nach jedem Regroup immer leerer - es war eine extrem schwierige Rallye. Da ist kein Platz für Fehler, denn am Streckenrand lauern Steine, Böschungen und auch Abgründe.“ Wenn man derart schnell und fehlerlos fahren kann in einem Rally2 - überlegt man dann nicht, sein Glück in der ORM zu versuchen? Daniel winkt ab: „So lange so starke Leute mit so großen Budgets dort um den Sieg kämpfen, macht das für mich wenig Sinn, da ich nicht über ein Riesen-Budget verfüge. Ich bleibe daher der Austrian Rallye Challenge treu und ich fahre auch im Alpe Adria Cup, da es dort coole Rallyes im Ausland gibt, wo man mehr dazulernen kann.“

Jungpilot Max Maier feiert ARC-Sieg

Schnell und viel dazugelernt hat auch der 24-jährige Max Maier, der erst im Vorjahr seine Rallyekarriere begonnen hatte. Nach dem Einstieg mit einem Zweier-Golf hat er im vergangenen Herbst den Ford Fiesta ST von Ex-Ford Racing Rookie Simon Seiberl erworben - bei seiner erst dritten Rallye in diesem Auto konnte Max zusammen mit seinem Bruder Ben nun gleich den Sieg in der ARC erringen - als einziges Team der ARC-Gruppe, das es ins Ziel geschafft hat. Dabei sei auch seine Rallye „durchwachsen“ gewesen, erzählt Max. „Wir hatten technische Probleme - und fahrerisch war es extrem schwer. Wir haben am Samstagabend unseren ARC-Sieg gefeiert und ich bin auch mit meinem 39. Gesamtrang sehr zufrieden. Wir werden heuer die komplette Austrian Rallye Challenge fahren.“

Regner gewinnt die ART T2

„Es war extrem rutschig - allein vom Asphalt her“, attestiert auch Thomas Regner (Copilot Gottfried Witzmann), der mit seinem neu erworbenen Peugeot 208 Rally4 hinter Daniel Mayer im Allrad-Citroen den zweiten Platz der Austrian Rallye Trophy und in dieser die Gruppe T2 klar gegen Martin Attwenger im Opel Corsa Rally4 gewinnen konnte.

Frühwald siegt in der ARCP

In der Austrian Rallye Challenge für Produktionsfahrzeuge (ARCP) konnten Reinhard Frühwald und Roman Steinbauer trotz einer Drei-Minuten-Strafe das deutsche Duo Franz Auer/Petra Chemnitz klar besiegen.

Hengl Top in der ARCH und in der Historic CEZ Wertung

Bei den Historischen (ARCH) waren Bernhard Hengl und Mika Wendl von Beginn an die einzigen in der Challenge eingetragenen Starter und schafften es in ihrem Ford Escort MkI RS 2000 auch ins Ziel. Zusätzlich konnten sich Hengl/Wendl bei ihrer ersten Rallye im neu aufgebauten Ford Escort (nach dem heftigen Abflug bei der OBM Wechselland Rallye voriges Jahr beim Neustart in die Saison in der Historic CEZ Wertung den zweiten Platz holen.

Die Austrian Rallye Challenge kehrt am 14./15. Juni zurück in die Heimat - im Rahmen der neuen ET König Murtal Rallye in der Steiermark.

13. Rally Vipavska Dolina in Slowenien – Lauf 2 der AARC Rally - Saison 2024

26 Teams des Alpe Adria Rally Clubs trafen sich am 10/11. Mai, bei herrlichem Sommerwetter, zum zweiten AARC/AART Lauf in Slowenien. Der Stadtrundkurs in Ajdovscina, der am Freitagabend gefahren wurde, war wie immer ein Publikumsmagnet, der tausende Zuseher anlockte.

Am Samstag standen drei weitere Sonderprüfungen am Programm, welche je dreimal unter die Räder genommen wurden.

AART-4WD:
Die 4WD-Wertung wurde von Daniel Mayer & Alessandra Baumann mit ihrem Citroen C3 Rally2 von Beginn an dominiert und neben dem Sieg in der AART, konnten man noch den 2. Gesamtplatz hinter dem mehrfachen slowenischen Staatsmeister Rok Turk einfahren.
Das ungarische Mitsubishi Lancer Duo, Ariel Gyarmati & György Kocsis holten sich den 2. Platz in Adjovscina und damit auch die Führung in der Zwischenwertung der AART nach zwei Rallys.
Am dritten Platz konnten wir den Lokalmatador Darko Peljhan & Matej Car im Ziel begrüßen, die nun an der zweiten Stelle in der AART Zwischenwertung liegen.

AARC-2WD:
Die 2 WD-Wertung wurde diesmal fast zu einer tschechischen Meisterschaft. Gleich vier Teams aus Tschechien waren im Ziel unter den ersten 6 Platzierten zu finden.

Das Siegerteam Jan Dvorak & Jiri Kalkus haben schon im Vorjahr gezeigt, dass sie zu den Siegesanwärtern gehören und mit ihrem Opel Corsa Rally4, den Pokal für die AARC-Gesamtsieger mit nach Tschechien genommen.

Am 2. Platz kamen die beiden Sieger der QRR, Janos Szilágyi & Robert Balai mit ihrem Peugeot 208 Rally4 ins Ziel, womit sie ihre Führung in der AARC Zwischenwertung absichern konnten.

Am 3. Platz, gleich die nächste tschechische Paarung. Sohn Filip und Papa Marek Simik, die in Kroatien noch nicht dabei waren, brachten in Slowenien einen Ford Fiesta Rally4 an den Start und zeigten damit, dass auch sie ganz vorne mitmischen wollen.

Den 4. Platz in der AARC holten sich Thomas Regner & Gottfried Witzmann.
Die Beiden haben damit die Ehre Österreichs gerettet und an ihren grinsenden Gesichtern auf dem Podium in Ajdovscina konnte man erkennen, dass die Umstellung vom Renault Clio R3 auf den neuen Peugeot 208 Rally4 wohl ganz gut gelungen ist.

Mit Josef & Jaroslav Urban, holten sich ein weiteres tschechisches Team einen Spitzenplatz im vorderen Feld der AARC. Das Sohn/Papa Duo bewegte ihren uralten Skoda 130RL auf den 5. Platz der AARC, und holte sich damit auch den Sieg in der Klasse C5.

Tomas Vecerka & Michal Cibulka aus Tschechien zeigten mit ihrem 6. Gesamtrang, dass sie mit ihrem Renault Clio Rally5 sehr schnell sind und holten sich gleich auch die Gesamtwertung in der Klasse C3.

Weitere AARC-Platzierungen bei der 13. Rally Vipavska Dolina:

7. Platz Alessandro Biondo / Luca Toffolo (I) 1. Platz Klasse C4
8. Platz Marcel Gutai / Martin Hajdina (H) 5. Platz Klasse C2
9. Platz Max Maier / Ben Maier (A) 1. Platz Klasse C6
10.Platz Christian Luif / Christina Ettel (A) 6. Platz Klasse C2
11.Platz Patrik Kdér / Milan Skolka (CZ) 3. Platz Klasse C5
12.Platz Stefan Kellner / Markus Pötscher (A) 2. Platz Klasse C3
13.Platz Andrea Faccin / Fabio Giuriato (I) 2. Platz Klasse C6
14.Platz Marco Crozzoli / Fillippo Nodale (I) 3. Platz Klasse C3
15.Platz Andrej Jasic / Mirko Stanic (SRB) 2. Platz Klasse C4
16.Platz Nicola Stella / Isabel Forgiarini (I) 3. Platz Klasse C4
17.Platz Janos Locher / Sabine Pailer (HU)(A) 3. Platz Klasse C5
18.Platz Igor Repezza / Patrizia Repezza (I) 4. Platz Klasse C3

Ausfälle:
Wolfgang Irlacher / Regina Miedl (D) Peugeot 208 Rally4 / Radbolzen
Niki Schelle / Melanie Kalinke (D) Suzuki Ignis S1600 / Radbolzen
Alessandro Cepek / Fabrizio Colja (I) Renault Clio RS / Motor
Gerald Hopf / Lukas Martinelli (A) Opel Corsa OPC / Motoraufhängung
Martin Kdér / Radek Sladkovsky (CZ) Skoda 130 L / Halbachse

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