RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Ott Tänak Ott Tänak hat noch eine Chance, doch er sieht Thierry Neuville als Favoriten
Hyundai Motorsport

Ott Tänak: Wenn Neuville "clever" ist, holt er auch den WRC-Titel

Thierry Neuville und Ott Tänak kämpfen in Japan im Herzschlagfinale um den WRC-Titel - Tänak sieht Neuville als großen Favoriten

Nach einer dramatischen Rallye Zentraleuropa kommt es in Japan zum Herzschlagfinale zwischen Thierry Neuville und Ott Tänak um den Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2024. Letzterer spielt seine Chancen gegen den Belgier herunter und behauptet, sein Hyundai-Teamkollege habe alle Trümpfe in der Hand, um sich den Titel zu sichern. Außerdem, so der Este, müsse Hyundai den Kampf zwischen den beiden erst einmal zulassen.

Denn zwischen Neuville und Tänak geht es nicht nur um den Fahrertitel, sondern auch um die Herstellerwertung. Für Neuville wäre es der erste WM-Titel, doch sein Vorsprung ist durch den wichtigen Sieg von Tänak von 29 auf 25 Punkte geschrumpft. Gleichzeitig liegt Hyundai 15 Punkte vor Toyota, weshalb die Koreaner im Kampf gegen Toyota eigentlich sowohl Neuville als auch Tänak brauchen. Doch können beide volles Risiko gehen?

Laut Teamchef Cyril Abiteboul können die Hyundai-Piloten alles geben, um den Fahrertitel zu gewinnen. Allerdings will Hyundai im Kampf um die Herstellerkrone den Konkurrenten Toyota schlagen. Neuville hat einen großen Vorsprung von 25 Punkten bei noch maximal 30 zu holenden Zählern.

"Ich weiß nicht, wie groß der Abstand ist, aber ich werde mein Bestes geben, aber bei dem Punkteformat macht das keinen großen Unterschied", so Tänak. "Es kommt darauf an, wie sehr Thierry das will. Wenn er in Japan clever ist und einen guten Job macht, hat niemand eine Chance. Aber wir haben auch eine Verantwortung in der Hersteller-WM. Wir können uns nicht nur auf den Fahrertitel konzentrieren, denn wir müssen uns auch um das Team kümmern."

Bei der Zentral-Europa-Rallye war Neuville eigentlich schon auf dem besten Weg, den WM-Kampf vorzeitig für sich zu entscheiden, doch ein Fehler auf der zwölften Wertungsprüfung warf ihn von Platz eins auf Rang vier zurück. Ein kleiner Fehler kann also den Unterschied ausmachen, das gilt auch für die Rallye Japan.

"Wir haben uns Ziele gesetzt und es ist uns gelungen, mit einem großen Vorsprung zum Saisonfinale zu reisen", so Neuville. "Aber wir müssen die Rallye auch beenden und am Sonntag viele Punkte mitnehmen. Das ist unsere Aufgabe. Wir haben einen komfortablen Vorsprung und müssen im schlimmsten Fall sechs Punkte holen. Wir brauchen also die richtige Balance, um auch den Herstellertitel zu gewinnen."

Dem Saisonfinale sieht Abiteboul gelassen entgegen, denn der Fahrertitel geht an Hyundai, das steht fest: "Das Ziel, den Fahrertitel zu holen, haben wir bereits erreicht, auch wenn wir noch nicht wissen, wer ihn holen wird. Deshalb feiern wir auch noch nicht", so der Teamchef. "Wir haben unsere Mission schon erfüllt und das ist eine Erleichterung. Jetzt schauen wir, was in Japan passiert."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger: Noch eine Rechnung offen!

Mit der Lavanttal Rallye hat Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger noch eine Rechnung offen. 2025 schied der Youngster nach einem Unfall aus, heuer ist der dritte Sieg in Folge das klare Ziel!

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.

TEC7 ORM, Lavanttal: Nach Tag 1 (SP6)

Ein furioser erster Rallye-Tag

Die 48. LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX war an Dramatik nicht zu überbieten / Nach vielen Wendungen führt Simon Wagner hauchdünn vor Hermann Neubauer und Michael Lengauer

In Erinnerung an Craig Breen

Hyundai fährt Rallye Kroatien im Sonderdesign

Drei Jahre nach dem tödlichen Unfall von Craig Breen erinnert das Hyundai-Werksteam mit einer speziellen Lackierung an seinen verunglückten Stammfahrer

WRC Kroatien: Nach Tag 2 (SP8)

Pajari führt - Keferböck im Masters Cup vorne

Nachdem Oliver Solberg und auch Elfyn Evans früh im Wald landeten hat sich Toyota-Youngster Sami Pajari in Kroatien an die Spitze gesetzt, aber Hyundai hält mit. Im WRC Masters Cup führen Keferböck/Minor mit rund vier Minuten Vorsprung.

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Gschwandner

Easy Drivers No Roadrunning Projekt bei der Lavanttal Rallye

ARC-Obmann Georg Gschwandner startet erstmals seit 2019 wieder im Bewerb einer Rallye - den Auftritt im Volvo Kombi nützt er auch für die Bewerbung des Verkehrssicherheitsprojekts "No Roadrunning".