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Rallye Italien: Nach SP4 Sebastien Ogier hat in Italien die Führung übernommen
Motorsport Images

WRC Rallye Italien 2024: Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Ogier und Tänak

Sebastien Ogier beendet den ersten Tag der WRC-Rallye Italien auf Platz eins - Ott Tänak ist dem Toyota-Piloten aber dicht auf den Fersen

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2024 begann am Freitag mit dem ersten kompakten Event des Jahres. Sebastien Ogier übernahm nach den ersten vier Wertungsprüfungen der Rallye Italien auf Sardinien die Führung. Der Franzose gewann die erste und dritte Wertungsprüfung (WP) des Tages und liegt damit 4,5 Sekunden vor Ott Tänak. Elfyn Evans erlitt früh einen Reifenschaden und musste das Risiko minimieren.

Die Reifenwahl spielte am ersten Tag auf den anspruchsvollen Schotterpisten der Mittelmeerinsel eine wichtige Rolle. Tänak, Gregoire Munster, Adrien Fourmaux und Takamoto Katsuta wählten sechs harte Reifen und hatten damit etwas mehr Spielraum als die anderen Piloten, die nur fünf Reifen wählten. Allerdings mussten die vier Piloten auch 20 Kilogramm mehr Gewicht mit sich herumschleppen.

Ogier managte seine Reifen perfekt und schonte sie, ohne auf eine gute Pace verzichten zu müssen. Der Franzose weiß genau, was es braucht, um auf Sardinien erfolgreich zu sein: Mit vier Siegen liegt er gleichauf mit Sebastien Loeb in der Siegerliste und könnte mit einem ersten Platz am Ende der Rallye die alleinige Führung in der ewigen Bestenliste übernehmen.

Die WP 1 war für Ogier der Schlüssel, um den ersten Tag auf Platz eins zu beenden. Der 40-Jährige fuhr 7,7 Sekunden schneller als Tänak und verschaffte sich damit einen komfortablen Vorsprung. Ein weiterer WP-Sieg auf der dritten Wertungsprüfung brachte ihm schließlich einen Vorsprung von 4,5 Sekunden auf Tänak, der noch einmal zurückschlug und den Rückstand minimierte.

Der Este hatte allerdings mit der Technik seines Hynundai zu kämpfen, da das System am Start ausfiel und nicht den richtigen Modus annahm. Dennoch fuhr er auf WP 2 die Bestzeit und machte 5,9 Sekunden auf Ogier gut, der nur Fünfter wurde. Nach vier Wertungsprüfungen ist Tänak dem achtmaligen Rallye-Weltmeister dicht auf den Fersen, denn auf der letzten Wertungsprüfung holte er als Zweiter noch einmal 0,2 Sekunden auf Ogier auf.

Die beiden dominieren die Rallye Italien an der Spitze, der Rest des Feldes konnte ihnen nicht folgen. Dani Sordo liegt mit seinem Hyundai 33,2 Sekunden hinter Ogier auf Rang drei. Damit liegt der Spanier 1,3 Sekunden vor Katsuta, der den Tag als Vierter beendete. Der Kampf um Platz drei ist verdammt eng, denn auch der aktuelle Tabellenführer mischte mit.

Thierry Neuville gewann die letzte Wertungsprüfung des Tages mit 3,7 Sekunden Vorsprung auf Tänak und klebte damit an der Heckstoßstange von Katsuta. Der Belgier musste den Tag als Führender der Gesamtwertung eröffnen und hatte dadurch einen großen Nachteil: Auf der staubigen Piste fehlte ihm der Grip, den seine Verfolger auf der sauber gefegten Strecke vorfanden.

Evans war der Pechvogel des ersten Tages. Der Waliser hatte nur fünf Reifen gewählt und musste bereits nach der ersten Wertungsprüfung einen Ersatzreifen aufziehen, nachdem er sich einen der gefürchteten Reifenschäden zugezogen hatte. Damit konnte der Toyota-Pilot nicht mehr angreifen, denn einen weiteren Reifenschaden konnte er sich nicht leisten. Evans hat 20,7 Sekunden Rückstand auf Neuville.

Munster musste sich erst auf die anspruchsvollen WPs in Sardinien einstellen und fand nicht richtig in seinen Rhythmus. So liegt der M-Sport-Ford-Pilot mit 11,9 Sekunden Rückstand auf Evans auf Rang sieben. Fourmaux hatte Glück im Unglück: Der Franzose hatte sechs Reifen im Gepäck und brauchte alle, weil er sich zwei Reifenschäden zuzog. Er verlor viel Zeit und wird im Kampf um die Spitzenplätze wohl keine Rolle mehr spielen. Er fiel hinter die Rally2-Piloten zurück.

"Es lief gut", sagt Ogier. "Aber wir haben etwas Zeit verloren, als wir Fourmaux [auf WP 4] überholen mussten. [Der Freitag] war sehr hart zu den Reifen." Neuville erklärt: "Das war der schwierigste Tag für uns. Die Reifenwahl war nicht perfekt, wir hätten sechs Reifen wählen sollen." Pechvogel Evans kommentierte den Freitag: "Es war ein schlechter Start, aber wir müssen morgen alles geben und dann werden wir sehen, was passiert."

Motorsport-Total.com

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