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Christkind bringt besonderes Geschenk
Foto: privat

Vater und Sohn Mayer bei Arctic-Rally

Wann hat es das wohl zum letzten Mal gegeben? Vater und Sohn bei der gleichen Rallye in getrennten Autos! Zu sehen am letzten Jänner-Wochenende (29. bis 31.1.) bei der Arctic-Rally in Finnland, wo Junior Daniel Mayer (25) seine Premiere – und Vater Walter (77) nach sechs Jahren ein bemerkenswertes Kurz-Comeback gibt. . .

Wie es zu dieser ungewöhnlichen Konstellation kam? „Grundsätzlich muss man schon einen leichten Schaden haben, wenn man sich das in meinem Alter noch antut“, gesteht Walter mit einem Lächeln im Gesicht, „es war eigentlich eine Spontanentscheidung. Ich habe mit Daniel über seine Zukunft im Motorsport gesprochen. Da habe ich ihm gesagt, dass er einmal eine wirklich anspruchsvolle und schwere Rallye fahren soll – und da ist mir die Arctic eingefallen. Und im Zuge des Gesprächs hab‘ ich mir gedacht, ich könnte es eigentlich auch noch mal probieren.“

Und ab diesem Zeitpunkt ging es rasch und Schlag auf Schlag: Nach langen, intensiven Gesprächen erzielte man ein Übereinkommen mit Citroen Motorsport in Form eines neuen Citroen C3 Rally2, den Daniel Ende letzter Woche dann auch aus Frankreich holte.

Heißt im Klartext, das Vater und Sohn bei der Arctic Lapland Rally, die in Rovaniemi gestartet, und 12 Sonderprüfungen mit einer Gesamtlänge von 222 Kilometern umfasst, in identen Autos mit (fast) identem Branding antreten werden.

Für den 77jährigen Walter, erfolgreicher Unternehmer, Besitzer eines Autohauses in Gießhübl sowie eines Pferde-Gestütes in Kaltenleutgeben, der in seiner Karriere Serienmeister im Rallycross war, dazu auch einige EM-Läufe gewann, und später im Rallyesport nicht nur jahrelang als Testpilot bei Audi-Sport tätig war, sondern 1991 unter anderem auch den Vizemeister-Titel hinter Franz Wittmann holte, ist es ein Comeback nach sechs Jahren Pause. Seine letzte Rallye? Natürlich die Arctic-Rally, wo er bei bisher sechs Antreten fünfmal – jeweils als bester Nicht-Skandinavier – ins Ziel kam, einmal auch die „Old Man Class“ gewann.

„Ich kann alle beruhigen, die mich vielleicht jetzt für verrückt halten. Es wird ein einmaliger Auftritt“, legt sich Mayer fest, „ich habe deshalb auch keinerlei Erwartungen. Aber die Teilnahmen bei der Arctic waren für mich die schönsten Erlebnisse im Rallyesport. Und genau das möchte ich noch einmal geniessen.“

Und wie denkt Filius Daniel über den „Familien-Ausflug“ nach Finnland? „Ganz ehrlich, ich bin einfach nur dankbar, dass wir das zusammen machen können. Es ist für mich so eine Art Weihnachts-Märchen, dass zur Realität wird. Zum einen ist es nicht alltäglich, dass Vater und Sohn gegeneinander fahren, zum andern kann ich von der Anwesenheit meines Vaters nur profitieren. Er kennt die Strecken, kann mir bei meinem ersten großen internationalen Auftritt mit all seiner Erfahrung sehr viel helfen. Alles in allem eine tolle Geschichte, auf die ich mich schon sehr freue“, so Daniel, der mit dem Gewinn des Alpe Adria Cups 2023 sein Talent bereits unter Beweis stellte.

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