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TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach Tag 1 (SP7)
Foto: Harald Illmer

Lengi-Show im steirischen Süden

Michael Lengauer drückte der 13. Ausgabe der Rebenland Rallye in Leutschach seinen Stempel auf / Er hielt Topfavorit Simon Wagner auf Distanz und geht als Halbzeit-Führender in den entscheidenden morgigen Samstag

Die Rebenland Rallye 2026 ist heuer anders als die vergangenen vier Jahre. Und dafür ist in erster Linie der Oberösterreicher Michael Lengauer verantwortlich. Der Skoda-Fabia-Pilot liegt nach dem ersten Tag des zweiten Laufs zur TEC7 Staatsmeisterschaft überraschend, aber verdient in Führung und stahl dem fünffachen nationalen Champion und Rebenland-Sieger der letzten vier Jahre, Simon Wagner im Hyundai i20 Rallly2, ganz klar die Show.

Von den heutigen sieben Wertungsprüfungen gewann Lengauer alle sieben, wobei die SP 4, Pößnitz – Panoramastraße, aus einem dramatischen Grund abgebrochen werden musste. Der bis dahin drittplatzierte Deutsche Albert von Thurn und Taxis und seine Copilotin Jara Hain kamen von der Strecke ab und stürzten mit ihren Skoda Fabia Rally2 rund 50 Meter in die Tiefe. Ein Kran wurde angefordert, um das Auto samt der Mannschaft zu bergen. Zumal Albert von Thurn und Taxis über Rückenschmerzen klagte und zur eigenen Sicherheit im Auto sitzen blieb. Letztendlich wurde der Pilot mit Problemen im Lendenwirbelbereich zur ärztlichen Abklärung ins LKH Graz geflogen und seine Beifahrerin ebenfalls mit Rückenschmerzen ins LKH Wagna gefahren.

Michael Lengauer geht als Halbzeitführender mit einem doch erstaunlich großen Vorsprung von 24,4 Sekunden auf den die letzten Jahre hier dominierenden Simon Wagner in den entscheidenden Samstag. Wagner klagt jedoch über eventuell die Konzentration störende Nachwirkungen einer erst vor wenigen Tagen an ihm durchgeführten Operation im Kiefer-Nasen-Bereich.

Als bester Steirer hält der Weizer Kevin Raith den starken dritten Platz und somit auch den ebenfalls durch eine schmerzhafte Schulterverletzung gehandikapten Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager knapp hinter sich.

Beachtlich war auch die Leistung des Niederösterreichers Daniel Mayer, der mit seinem Citroen C3 Rally2 als Fünfter übernachtet und seine ambitionierten Bestrebungen nach einem Top-5-Platz aufrecht halten konnte.

Die Garde der ORM-2-Piloten, also in motorleistungstechnisch schwächeren Allrad-Boliden, führt der junge Kärntner Maximilian Lichtenegger im Renault Clio Rally3 vor dem Grazer Günther Knobloch im selben Fabrikat.

Eine Klasse für sich ist in der ORM 3, also bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen, Titelverteidiger Marcel Neulinger. Der Oberösterreicher im Lancia Ypsilon Rally4 liegt bereits mit 1,4 Minuten Vorsprung auf Lukas Dirnberger (Peugeot 208 Rally4) auf Platz eins.

Damit führt Marcel Neulinger auch das Feld in der RP-Tools ORM Junior an. Zweiter ist hier wie in der ORM 3 Lukas Dirnberger.

Noch klarer ist das Zwischenergebnis in der ORM Trophy, welche die Piloten über 50 Jahre beherbergt. Raimund Baumschlager führt hier bereits 2,4 Minuten vor dem Deutschen Daniel Rexinghausen (Skoda Fabia Rally2).

In der Historischen Rallye-Staatsmeisterschaft (TEC7 HRM) hat die sportliche Dramatik Hochsaison. Der fünffache Europameister Karl Wagner (Porsche 911) hat nach Tag 1 in Leutschach zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf Patrik Gaubinger im Audi Quattro und 4,5 Sekunden Vorsprung auf Titelverteidiger Günther Königseder im Lancia Delta Integrale.

Last but not least hält die Führung im internationalen Mitropa Rallye Cup der Slowake Robert Kolcak (Hyundai i20 Rally2).

13. Rebenland Rallye, nach dem ersten Tag (7 von 16 Sonderprüfungen)

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