TEC7 ORM2, OBM Rallye: Bericht | 30.08.2026
Entscheidung auf letzter SP: Titel an Zellhofer
Das packendste Meisterschaftsfinale seit langer, langer Zeit: was bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye auf die „große" TEC7 ORM-Wertung zutraf, galt auch ganz genau so für die in diesem Jahr zum ersten Mal mit Staatsmeisterschaftsprädikat ausgeschriebene TEC7 ORM2.
In der ORM2 lief es auf ein Duell hinaus, namentlich zwischen Christoph Zellhofer mit Copilotin Anna-Maria Seidl (Suzuki Swift ZMX) und Günther Knobloch mit „Co" Erik Fürst (Renault Clio Rally3), hinaus. Wobei letzterer auf einen Fehler seines Mitbewerbers hoffen musste, um den Titel doch noch sichern zu können. Am Ende erfüllte Günther Knobloch mit dem Sieg zwar seine Pflicht, die Kür gelang aber Christoph Zellhofer, der sich mit Platz zwei zum ersten Staatsmeister der TEC7 ORM2 kürte.
In Abwesenheit von Roland Stengg, der seinen Renault Clio Rally3 seinem Vater, Rallye-Legende Willi Stengg, für ein Kurzzeit-Comeback überlassen hatte, ließen die beiden Protagonisten Zellhofer und Knobloch ab der ersten Sonderprüfung keine Zweifel daran, über wen der Sieg bei dieser Rallye führen würde. Es entwickelte sich – wie schon über die gesamte Saison – ein Schlagabtausch, den am Ende des ersten Tages das Duo Knobloch/Fürst für sich entschied: Mit 7,1 Sekunden Vorsprung auf Zellhofer/Seidl ging die Renault-Mannschaft in die Nachtruhe, die zu diesem Zeitpunkt drittplatzierte Paarung, Hermann Gaßner Sen./Natascha Vrga (Toyota GR Yaris), lag da bereits 55,3 Sekunden hinter den Führenden zurück.
Der zweite Tag verlief ähnlich dem ersten, allerdings setzte sich Günther Knobloch im Verlauf dieser Etappe mit mehreren SP-Bestzeiten kontinuierlich von Christoph Zellhofer ab. Letztlich lief es auf eine Entscheidung auf der allerletzten Sonderprüfung hinaus: Würde Zellhofer dort viel Zeit verlieren und Knobloch gleichzeitig die Bestzeit und damit volle Zusatzpunkte erzielen, wäre der Renault-Clio-Pilot Staatsmeister. Doch so weit kam es nicht, denn Christoph Zellhofer ließ auf der allerletzten Sonderprüfung des Jahres, der Power Stage „Eis-Greissler 3“ nichts anbrennen, erzielte eine klare SP-Bestzeit und sicherte sich mit den entsprechenden fünf Zusatzpunkten plus den Zählern für den zweiten Gesamtrang den Gewinn der ersten TEC7 ORM2-Staatsmeisterschaft.
Der dritte Platz ging beim Kurz-Comeback an Willi Stengg und Copilotin Bianca Marina Stampfl, nachdem ein technischer Defekt am Toyota GR Yaris von Hermann Gaßner Sen. deren Duell um Rang drei bereits am Samstagvormittag beendet hatte. Rang vier ging an das Duo Gerolf Schuller/Kathrin Riedlingshofer-Milev (Mitsubishi Lancer Evo VI), Rang fünf an die Paarung Jan Dolzer/Victoria Praschinger (Subaru Impreza WRX STi). Der zweite Ausfall im ORM2-Feld neben Hermann Gaßner Sen. traf Alfons Nothdurfter und „Co“ Christian Roschker mit deren Ford Fiesta Proto.
Für Christoph Zellhofer ist es der erste Titelgewinn in der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft, nachdem er zuvor schon zwei Rundstrecken-Titel holen konnte. Dementsprechend groß war die Freude nach der Zieldurchfahrt: „Das war keine leichte Rallye. Ich war angespannt, weil ich wusste, dass ich mir keinen Fehler erlauben darf. Am ersten Tag hab‘ ich dann auch nicht so wirklich gut in die Rallye hineingefunden, erst am zweiten Tag ist es besser gewesen. Es war über die ganze Saison ein harter Kampf und natürlich war mit dem Unfall unseres größten Konkurrenten Günther Knobloch bei der Rallye Weiz etwas Glück dabei. Aber das gehört auch dazu und jetzt freuen wir uns alle sehr über diesen Staatsmeistertitel. Vielen Dank an das gesamte ZM Racing Team und an meine Copilotin Anna-Maria für ihren Einsatz!“
Günther Knobloch war im Ziel einer der ersten Gratulanten von Christoph Zellhofer: „Christoph und Anna-Maria sind eine starke Saison gefahren und haben den Titel verdient. Wir freuen uns über unseren heutigen Sieg und über Platz zwei in der Meisterschaft, aber natürlich gibt’s neben dem lachenden Auge auch ein weinendes, denn ohne den blöden Unfall in Weiz wäre es wahrscheinlich anders ausgegangen, aber so ist der Sport. Davon abgesehen freu‘ ich mich sehr, dass die TEC7 ORM2-Staatsmeisterschaft bereits in ihrer ersten Saison super angenommen wurde, darauf lässt sich wirklich aufbauen. Es gab viele großartige Fights – neben Chris und mir konnten 2026 auch Martin Roßgatterer und Maximilian Lichtenegger jeweils einen Sieg einfahren.“


















