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Bergrallye-Cup: Saisonvorschau
Foto: Michael Tratinek/HillClimbFans

Junge Generation entdeckt die Bergrallye neu

Der steirische Bergrallye-Cup ist aus der heimischen Motorsport-Szene nicht wegzudenken. Seit weit über 40 Jahren werden die kurzen Bergrennstrecken in Angriff genommen und das Interesse reißt nicht ab. 2026 stehen wieder sieben Renntage, verteilt auf die Bezirke Südoststeiermark, Leibnitz, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz und Voitsberg, am Programm.

„Wir lassen Altbewährtes weiterlaufen, Verbesserungswürdiges wird geändert“, sagt Bergrallye-Obmann Joachim Eibel im Vorfeld der Bergrallye-Saison 2026. Die Gemeinschaft der Bergrallye-Veranstalter hat den Winter genutzt und in neues Sicherheitsequipment investiert. „Wir haben zudem einige Abläufe verbessert, wovon auch die Fahrer profitieren werden.“ Auch seitens der Hauptpartner gibt es Positives zu vermelden: Herzog Motorsport, RS-Motorsport Reifen und Werbegestaltung Wilfling bleiben weiter an Bord.

Was die Starterzahlen angeht, gab es beim Herzog Motorsport Bergrallye-Cup zuletzt ebenfalls wieder einen Anstieg zu sehen, der vor allem dem Nachwuchs zu verdanken ist. Eibel berichtet: „Die Jungen sind die Zukunft unseres Sports! Vor allem die neuen Bergslaloms haben dazu beigetragen, einen einfachen Einstieg zu ermöglichen.“ Jeweils am Samstag vor den beiden Bergrallyes in Übersbach (18. April 2026) und Marktl bei Straden (12. September) kann man bereits mit dem eigenen Straßen-Pkw an den Slaloms teilnehmen. Ähnliches gilt für die Gleichmäßigkeitswertungen, die im Rahmen aller Bergrallyes ausgetragen werden.

Ausblick auf die sieben Bergrallyes 2026

Los geht die Saison des Herzog Motorsport Bergrallye-Cups traditionell auf der Strecke in Lödersdorf am 22. März im „Steirischen Vulkanland“. Wie bei jeder Veranstaltung werden in Sichtweite zur Riegersburg wieder rund 100 Helfer im Einsatz sein, um Fahrern und Fans ein gelungenes Motorsportfest zu bieten. Der MSC Gossendorf sorgt mit zwei Shuttlebussen dafür, dass Besucher komfortabel vom Parkplatz zur Rennstrecke pendeln können. Am Ostermontag (6. April) wird dann auf den Demmerkogel in Sankt Andrä-Höch zum Rennen gerufen. Die ehemalige Berg-ÖM-Strecke zwischen den südsteirischen Weinbergen könnte als Generalprobe für das Rechbergrennen auch wieder internationale Stars anlocken. Neben der Rennstrecke steht vor allem die Kulinarik hoch im Kurs: Vom Start bis ins Ziel locken zahlreiche Essensstände mit lokalen Köstlichkeiten. Eine Videowall sorgt dafür, dass man nichts verpasst. Das dritte Rennen innerhalb von vier Wochen folgt in der Fürstenfelder Gemeinde Übersbach (19. April). Die Strecke feierte im Vorjahr ihre Meisterschaftspremiere. Veranstalter Harald Neuherz plant – zur Freude der Fans – auch wieder seinen eigenen Audi S1 quattro an den Start zu bringen.

In Gasen (24. Mai) wird am Straßegg die Bergrallye-Saison nach der Rechberg-Unterbrechung fortgesetzt. Als Veranstalter fungiert im Naturpark Almenland das Wiedenhofer Rallye-Team, die die Organisation wieder von Pailix Motorsport übernommen haben. Ein besonderes Highlight neben den Panorama-Zuschauerzonen ist das Fahrerlager in Gasen, das sich einmal durch den gesamten Ort vorbei an den Wirtshäusern schlängelt. Nach der Sommerpause wartet mit der Bergrallye Lobming (23. August) in Voitsberg eine der schnellsten Strecken des Jahres auf die Fahrerinnen und Fahrer. Besucher der von Werner Jud ausgerichteten Veranstaltung können das Rennen mit Hubschrauber-Rundflügen aus der Luft aus verfolgen.

In Marktl (13. September) blicken viele Augen auf das lokale Aushängeschild Stella Ochabauer. Sie plant nach erfolgreicher Unternehmensgründung und begonnener Matura endlich wieder eine volle Rennsaison bestreiten zu können. Zum Abschluss lädt der MSC Gleisdorf zur Bergrallye in Markt Hartmannsdorf (18. Oktober) – und damit zum großen Saisonfinale des Herzog Motorsport Bergrallye-Cups, wo es noch einmal um Punkte in allen 18 Meisterschaftswertungen zum österreichischen Bergrallye-Pokal der Austrian Motorsport Federation und zum Bergrallye-Cup geht.

Der Zeitplan ist bei allen Rennen nahezu gleich, ab 9 Uhr gibt es zwei Trainingsläufe, nach der Mittagspause folgen ab 13 Uhr drei Rennläufe, von denen wie gehabt die zwei schnellsten in die Wertung kommen. Das Startgeld beträgt bei allen Bergrallyes 130 Euro (Näheres zur Anmeldung auf www.bergrallye.at). Günstiger ist nur zuschauen, 18 Euro kosten die Karten an der Tageskasse bei allen sieben Veranstaltungen.

Rückblick Bergrallye-Meister 2025

Super-Cup: Herbert Perwein, Super-Histo-Cup: Manfred Knaus
Klasse 1: Reinhold Taus, Klasse 2a: Felix Pailer, Klasse 2b: René-Patrick Aichgruber, Klasse 3a: Herbert Perwein, Klasse 3b: Patrick Trammer, Klasse 4a: Michael Emsenhuber, Klasse 4b: Sebastian Huber, 5a: Markus Stingl, Klasse 5b: Florian Neuherz, Klasse 6: René Auner
Classic über 2.000 ccm: Johannes Payer, Classic bis 2.000 ccm: Mario Stampfer, FIA HTP über 2.000 ccm: Herbert Neubauer, FIA HTP bis 2.000 ccm: Joe Krammer, FIA HTP bis 1.600 ccm: Thomas Tkaletz, FIA HTP bis 1.300 ccm: Erwin Mandl

Veranstaltungen 2026

Datum Strecke Veranstalter
22. März Lödersdorf MSC Gossendorf
6. April St. Andrä-Höch MSC Gamlitz
19. April Übersbach Motorsport Neuherz
24. Mai Gasen-Straßegg Wiedenhofer Rallye-Team
23. August Voitsberg-Lobming Jud Motorsport
13. September Marktl bei Straden Stellas Racing Team
18. Oktober Markt Hartmannsdorf MSC Gleisdorf

Bergrallye-Cup kurz und kompakt

Der Herzog Motorsport Bergrallye-Cup hat sich seit den Anfängen 1980 zur größten Motorsport-Rennserie der Steiermark entwickelt. Über die Landesgrenzen hinaus bei Fahrern und Fans beliebt, ist sie auch von der Austrian Motorsport Federation anerkannt und zusätzlich mit dem Meisterschaftsprädikat „Bergrallye-Pokal der AMF“ bedacht. Bergrallyes sind Sprint-Bergrennen auf Asphalt über eine Streckenlänge von maximal 2.500 Metern. Anders als im klassischen Rallyesport treten die Fahrer dabei ohne Beifahrer einzeln gegen die Uhr an. Zum Einsatz kommen vorwiegend eigens für den Bergrennsport aufgebaute Touren- und Sportwagen. Die sieben steirischen Bergrallyes sind kompakte Tagesveranstaltungen: Jeder Teilnehmer absolviert insgesamt fünf Läufe – zwei Trainingsläufe am Vormittag und drei Rennläufe am Nachmittag. In die Wertung fließen die zwei schnellsten Rennläufe ein. Dieses übersichtliche Format macht den Cup nicht nur attraktiv, sondern auch vergleichsweise kostengünstig.

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