RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Comeback mit Glanz

"Es geht uns einfach nur um den Spaß", hatte Herwig Hüfinger vor seinem Start angekündigt. Doch beim Drift um den Käshof waren er und sein Co-Pilot Hannes Klingler durchaus motiviert.

Schließlich wollte man zeigen, daß während der langen Rallye-Pause nichts vom Talent des Steirers verloren gegangen ist. Mit dem Ex-Auto von Giorgio de Negri, einem weitgehend serienmäßigen Mazda 323 GT-R, war das Duo für das Schotterabenteuer jedenfalls bestens gerüstet. Außerdem sorgte der Allradantrieb beim Fahrer und seinem Co für die doppelte (Vor-)Freude.

„Endlich wieder vier angetriebene Räder, das taugt mir einfach unheimlich. Mal sehen, wo wir liegen – viel erwarte ich mir aber nicht, da die Konkurrenz unheimlich stark ist. Außerdem ist das für uns ja mehr ein erweiteter Test – das Auto soll schließlich bei unserer Heim-Rallye Ende September in Admont tadellos funktionieren“, so Hüfinger kurz vor dem Start zur ersten Sonderprüfung am Freitagabend. Die ersten SP-Kilometer seit über einem Jahr klappten dann auch problemlos, Platz 24 in der Gesamtwertung und Rang zehn in der Gruppe H, das war ein Auftakt nach Maß.

Der zweite Tag wurde ein wenig von leichten Regenschauern beeinträchtigt, das tat der Action auf den Schotterpfaden aber keinen Abbruch: Das Duo Hüfinger/Klingler steigerte sich kontinuierlich und erzielte auf der dritten Sonderprüfung die ausgezeichnete 14. Zeit! Das wahre Highlight war aber die „Quertreiberei“, die dem Admonter den Titel des ersten offiziellen „Drift-Königs“ einbrachte.

Die Drift-Einlagen bei der Einfahrt in den Käshof wurden vom Publikum bewertet, als Hauptpreis sponserte die Firma Castrol eine stattliche Menge Motoröl, die sich jetzt im Besitz von Herwig Hüfinger befindet! Dieser Titel darf übrigens als hochoffizieller Beweis gelten, daß wirklich der Spaß im Vordergrund stand…

„Ich bin super happy“ resümierte Hüfinger am Tag nach der Veranstaltung. „Der Mazda steht wieder in der Garage und hat nicht einen Kratzer! Das Auto ist perfekt gelaufen und wir haben überhaupt nichts riskiert. Die Reifen hatten schon zwei Schotter-Rallyes am Buckel, die hat uns der Giorgio beim Kauf netterweise dazugeschenkt – alleine da wäre noch viel mehr drinnen gewesen. Und die Leistung war auch so gut wie serienmäßig, wir haben alles „abgedreht“. Daß ich der Drift-King geworden bin, freut mich weit mehr, als der gute sechzehnte Gesamtrang.“

In der Wertung der Gruppe H eroberte das Duo vom AMS Team Rottenmann damit den etwas undankbaren vierten Platz, für die Heimrallye, die von 29. bis 30. September in der Xeis-Region über die Bühne geht, können sich die Fans aber einiges erwarten. Der Pilot selbst gibt sich trotz der geglückten Generalprobe zurückhaltend: „Ich geb’ keine Prognose ab, das bringt Unglück. Außerdem warte ich jetzt einmal auf das Nennergebnis, die Konkurrenz wird wie jedes Jahr groß sein. Aber so oder so: Wir freuen uns auf die Admont-Rallye!“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallyesprint: Bericht Hüfinger

Weitere Artikel:

Alpenfahrt Revival 2026

Weitere Rallyegrößen haben genannt

Herbert Grünsteidl, Josef Pointinger, Gabi Husar u. Günther Janger sind dabei - Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist wird auf Saab 96 einer der Starter sein. Plus: Ehrengast Rauno Aaltonen.

Neulinger & Lichtenegger in Skandinavien

Beide BRR-Youngsters beim nächsten ERC-Lauf

Maximilian Lichtenegger und Bernhard Ettel durften in Spanien jubeln - beim nächsten ERC-Lauf, auf skandinavischem Schotter, starten mit Neulinger und Lichtenegger gleich beide BRR-Youngsters.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

WRC Kroatien: Bericht K4 Rally Team

Tabellenführung im WRC Masters Cup zurückerobert!

Mit einem klaren Sieg im WRC Masters Cup konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der WM-Rallye in Kroatien die Tabellenführung zurückerobern. Schon in zwei Wochen soll ein weiterer Masters-Sieg eingefahren werden. Johannes ist top motiviert: „Auf Gran Canaria volle Attacke!“

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat