RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye Monza als Blaupause für künftige WRC-Events? Die Rallye Monza findet auch, aber nicht nur auf dem Formel-1-Kurs statt
Monster Energy

Rallye Monza als Blaupause für künftige WRC-Events?

FIA-Rallyechef Yves Matton war von der Rallye Monza als WRC-Lauf zunächst nicht begeistert, sieht das neue Konzept nun aber als Chance für die Zukunft

Mit der Rallye Monza (4. bis 6. Dezember) betritt die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) im Jahr 2020 Neuland - sofern die Corona-Lage eine Durchführung der Veranstaltung zulässt. Die Rallye auf und um den Formel-1-Kurs vor den Toren Mailands, die in der Vergangenheit eher Showcharakter hatte, rückt als achte Station in den aufgrund der COVID-19-Pandemie verkürzten WRC-Kalender.

Allerdings konnten die Organisatoren in Monza die Verantwortlichen der WRC und des Automobil-Weltverbands nicht auf Anhieb überzeugen, wie FIA Rallyedirektor Yves Matton gegenüber 'DirtFish' berichtet.

"Vor einigen Monaten gab es den Vorschlag aus Monza, die Veranstaltung nur auf der Rennstrecke auszutragen. Also gewissermaßen wie die Monza-Rallye-Show", so Matton. "Ich, und nicht nur ich, sondern auch das Management der FIA, waren davon alles andere als überzeugt."

Organisatoren überarbeiten auf Druck der FIA das Konzept

Der bisherige Charakter der Monza-Rallye, bei der auf der Formel-1-Strecke und in den historischen Steilkurven temporäre Asphaltkurse mit Pylonen und mobilen Barrieren erreichtet wurden, wäre eines WRC-Laufs nach Ansicht der FIA nicht würdig gewesen.

Auf Druck von Matton überarbeiteten die lokalen Organisatoren ihr Konzept und ergänzten die Route durch klassische Wertungsprüfungen auf den Straßen des Umlands. "Ich habe gesagt, dass eine gemischte Veranstaltung etwas neues und interessantes sein kann", so Matton.

"Wir haben ordentliche Prüfungen und die Elemente auf der Rennstrecke. Das ist völlig neu. Und wie ich schon die ganze Zeit sage: Im Jahr 2020 können wir Dinge ausprobieren, die vielleicht funktionieren und die wir dann auf andere Länder adaptieren können", sieht der Belgier das neue Format als mögliche Blaupause.

Kurzfristige Absage nicht auszuschließen

Bleibt nur die Frage, ob die Rallye angesichts in ganz Europa steigender Infektionszahlen wie geplant durchgeführt werden kann. Matton erklärt hierzu, dass diese Entscheidung in den Händen der lokalen Behörden läge und es von Seiten der FIA keine Deadline gebe.

"Wir wissen um die Situation, das [eine Absage] kann auch noch weniger Tage vor der Veranstaltung passieren. Wir kämpfen mit allen Beteiligten um die Durchführung der Veranstaltungen. Aber wenn eine Regierung wenige Tage vorher eine Entscheidung trifft, können wir nichts daran ändern", so Matton.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Claire Schönborn startet in der ERC und im ADAC Opel GSE Rally Cup. Internationales Doppelprogramm: zwölf Rallyes, alle powered by Opel. Einsatzteam ist Stohl Racing aus Österreich.

ERC, Skandinavien: Bericht

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.

EHRC, Akropolis: Bericht Rosenberger

Rosenberger nur von Latvala geschlagen

In Griechenland fuhr der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A endlich problemlos ins Ziel - Kris Rosenberger & Nicola Januschke-Bleicher glänzten mit einer fehlerfreien Fahrt - Am Ende musste sich das Subaru-Duo lediglich Jari-Matti Latvala geschlagen geben

Mitropa Rally Cup: Rally Velenje

Start-Ziel-Sieg für Kößler/Hofmann

Manuel Kößler/Benedikt Hofmann gewinnen in ihrem Hyundai i20 R5 die Mitropa Rally Cup (MRC) Wertung bei der 41. TIKI Rally Velenje. Die Italiener Alessandro Pulz/Stefano Ierman stehen im Ford Sierra RS Cosworth ganz oben auf dem Podium in der Wertung für historische Fahrzeuge.

Simon Wagner hat sich kurzfristig dazu entschlossen, am Judenburg-Wochenende die zur Tschechischen Meisterschaft zählende Rally Hustopece zu fahren. Eine Entscheidung, die gleich in zwei Meisterschaften die Spannung erhöht.

Nach harscher Kritik von Teamkollege Sebastien Ogier bezieht Oliver Solberg Stellung zum Japan-Unfall - Und bekommt Rückendeckung von seinem Teamchef