RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Österreicher starten bei der Mikulas-Rallye
Foto: Harald Illmer

Neubauer: „Für mich zählt nur der Sieg!“

In Ungarn wird schon lange wieder kräftig rallyegefahren - in der Nennliste der Mikulas-Rallye klingende Namen wie Neubauer, Waldherr, Schwarz und viele mehr...

Noir Trawniczek

Wie eine schallende Ohrfeige fühlt es für manch heimischen Rallyefahrer an, wenn mal wieder in mehr oder weniger naher Umgebung eine Rallye gefahren wird, während hierzulande seit Ausbruch des Coronavirus kein einzger Lauf möglich war...

So ist es auch am kommenden Wochenende: In Italien steigt das WRC-Finale in Monza (mit Ilka Minor am Start, wir haben berichtet), in Ungarn die Mikulas-Rallye. Am Start in Ungarn auch Hermann Neubauer - mit Copilot Bernhard Ettel. Gegenüber motorline.cc verrät der zweifache Staatsmeister: „Ich bin einfach sehr froh, wieder fahren zu können. Die Konkurrenz kann ich nur schwer einschätzen - es sind sehr viele lokale Größen am Start, welche die Rallye und ihre kaum veränderten Sonderprüfungen bereits mehrfach absolviert haben.“

Teamchef Max Zellhofer fügt hinzu: „Hermann kennt die Strecke überhaupt nicht - aber wir haben ein extrem gut funktionierendes Auto. Denn unsere Burschen wollten unbedingt die Rallye W4 fahren (wurde abgesagt, Anmerkung d. Redaktion) und da hat es bereits sehr viele Vorbereitungen gegeben. Daher denke ich, dass sich für Hermann ein Stockerlplatz ausgehen müsste.“ Neubauer selbst legt noch einen drauf: „Ich fahre nicht nach Ungarn, um dort irgendwelche Platzierungen zu erzielen - für mich zählt nur der Sieg!“

Seit bald 35 Jahren zählt Sigi Schwarz zu den professionellen Copiloten Österreichs -in Ungarn wird er Franz Kollitsch bei dessen erster Rallye begleiten. Kollitsch hat den von Roman Mühlbergers Team RM-Racing eingesetzten Ford Fiesta R5 bereits beim Rallyetest der Austrian Rallye Challenge bewegen dürfen. Schwarz erklärt: „Ich kann mich schnell auf einen Piloten einstellen - das Team arbeitet professionell und Franz lernt schnell.“

Top motiviert ist mit Sicherheit Kevin Raith, der gemeisam mit Christoph Wögerer den zweiten Zellhofer Ford Fiesta R5 pilotieren wird - Max Zellhofer gerät ins Schwärmen: „Kevin orientiert sich natürlich an Hermann und ist froh, ins meisterliche Team aufgenommen worden zu sein. Er profitiert natürlich von unseren Erfahrungswerten. Kevin ist ein flotter Bursche, aber kein Hasardeur - er wird auch im kommenden Jahr in unserem Team starten und muss uns nichts beweisen, er soll möglichst viele Kilometer abspulen.“

Frisches Blut versus Erfahrung lautet auch das Motto in der 2WD-Klasse. Dort zündet der junge Nicolai Landa den vom Drift Company Rallye Team eingesetzten Ford Fiesta MkII R2 respektive neuerdings Rally4. Landa, wieder mit Vater Günter unterwegs, profitiert von der großen Erfahrung seines Teamchefs Beppo Harrach - neben vielen ungarischen Talenten trifft er auf Luca Waldherr, der mit Claudia Dorfbauer den teameigenen Fiesta Rally4 pilotiert. Waldherr will „an der Spitze mitfahren“, womit natürlich die Klasse gemeint ist. Er verweist aber auch auf die starke Konkurrenz. Als frisch gebackener Teambesitzer leidet Waldherr unter Corona und der heimischen Rallyelosigkeit - für nächstes Jahr lautet daher das Motto: „Autos vermieten - an jene, die im Ausland fahren...“

News aus anderen Motorline-Channels:

Österreicher starten bei der Mikulas-Rallye

Weitere Artikel:

WRC Rallye Portugal: Nach SP10

Ogier führt nach Fourmaux-Drama

Sebastien Ogier (Toyota) führt bei der Rallye Portugal nach einem Patzer von Adrien Fourmaux: Thierry Neuville (Hyundai) liegt auf Platz zwei nur 3,7 Sekunden zurück

Darunter befinden sich Ex-Europameister Franz Wurz, Herbert Grünsteidl u. Andy Bentza. Weltmeister Stig Blomqvist startet auf jenem Saab 96 V4, mit dem er seinerzeit gefahren ist

WRC Rallye Portugal: Nach SP19

Ogier erobert die Führung zurück

Sebastien Ogier kontert am Samstagnachmittag bei der Rallye Portugal und geht mit Vorsprung in den Schlusstag - Oliver Solberg fällt von Platz eins auf vier zurück

Ob in ERC3 oder ERC4, im WRC Masters Cup, in der CZ-Meisterschaft, in der EHRC, im Mitropa oder Alpe Adria Cup - überall sind Teams aus Österreich ganz vorn dabei…

Die Rally Gran Canaria war Ilka Minors 150. WM-Rallye - Johannes Keferböck erfreute seine Copilotin mit gesteigerten Speed-Werten und einer zugleich souveränen Fahrt. Mit dem zweiten Platz im WRC Masters Cup konnte man die Tabellenführung weiter ausbauen.

ARC, Vipavska Dolina: Vorschau

Die heiß geliebte Rally Vipavska Dolina!

13 Teams der Austrian Rallye Challenge reisen diese Woche in die slowenische Stadt Ajdovscina, wo mit der Rally Vipavska Dolina die dritte Rallye der ARC steigen wird. Die einzige Auslands-Rallye wird von den erwähnten Teams heiß geliebt - daher hat sie auch heuer ihren wohl verdienten Platz im neun Rallyes umfassenden ARC-Kalender.