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Mikulás Rallye: Landa Nachbericht
Daniel Fessl - rallyepics.at

Auf Schotter lässt Landa den Ungarn keinen Vortritt!

Das Landa Racing Project blickt in eigenen Worten auf die Schotter-Rallye in Ungarn zurück.

Erneut tritt das Landa Racing Project unter der Lizenz des DriftCompany Rally Teams in Ungarn an. Diesmal sollte es kein Test werden, sondern ein Messen auf Augenhöhe mit der Konkurrenz und das Umsetzen des Erlernten am Schotter des ERC-Laufs Liepaja.

Freitags wurde noch ein offizieller Veranstalter-Test abgehalten. Der Vergleich zu 2019 stimmte zuversichtlich. „Wir steigerten unseren Top Speed zu 2019 von 128km/h auf 153km/h und die Zeit war um knapp 4Sekunden schneller. Nicht gesamt, sondern pro Kilometer!“, berichtet der stolze Vater und Copilot Günter Landa.

Die ausgerufene Parole für den Start hieß mit Speed in die Rallye starten, jedoch mit Verstand. Nikolai Landa schmunzelnd dazu: „Mein Vater sagt immer, ein Ausfall beim Testen, auf der ersten oder auf der letzten SP schmerzt doppelt und gibt es daher nicht. Daher fuhr ich die ersten beiden SPs mit guten Grundspeed, aber dennoch auf der sicheren Seite.“

Das Resultat dieser Herangehensweise konnte sich sehen lassen. Auf SP1 ergab das ein Ergebnis von: 11 Sekunden hinter Herzig, 1 Sekunde hinter Waldherr und Fünfter von 13 in der 2WD Wertung. SP2 brachte erstmals eine bessere Zeit als Luca Waldherr, wenn auch nur um 0,2 Sekunden.

Diese Zeiten wurden erst im Service abgerufen, denn das Vater-Sohn-Gespann wollte die ersten beiden Prüfungen ohne selbstauferlegten Druck fahren. Das Zwischenergebnis stimmte sehr zuversichtlich, zumal sich Nikolai Landa sehr wohl und vor allem sehr sicher auf dem wilden ungarischen Schotter fühlte. „Ich wollte einfach frei fahren, den Flow aufnehmen und schauen, was passiert. Dass wir so gut mit Luca mithalten konnten, hat mich wirklich sehr gefreut. Zudem ging ich bis dahin kein Risiko ein, befand mich stets in meiner Wohlfühlzone und das Spiegelopfer wurde auch bereits auf SP2 erbracht“, fasst Landa wohlgelaunt nach den ersten beiden Prüfungen die Situation zusammen.

SP3 wurde abgesagt. Es musste der Entschärfungsdienst ausrücken und eine gefundene Granate entschärft werden.

Während SP1 eine fünfte und SP2 eine vierte Zeit brachte, konnte man auf SP4 mit einer dritten und auf SP5 sogar mit einer zweiten 2WD-Zeit aufzeigen. Nikolai Landa ergänzt: „Luca und ich verstehen uns wirklich sehr gut und jedes Mal, wenn wir gemeinsam fahren, begegnen wir uns auf Augenhöhe und tauschen uns selbstverständlich aus. Wir sahen uns auch immer auf der Etappe und so wussten wir, dass Luca auf SP5 angreifen wird. Als Revanche für die 6 Sekunden auf SP4, die er von uns bekam. Wir pushten uns gegenseitig und so kam es, dass Luca die SP5 für sich entschied, wir mit 2 Sekunden auf Platz zwei lagen und das Feld abgeschlagen dahinter.“

Landa konnte auf SP6 erneut mit einer zweiten Zeit aufzeigen und lag nun 7 Sekunden vor Waldherr. SP7 brachte ebenfalls eine zweite Zeit und man konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Nikolai Landa resümiert: „Es tut mir für Luca leid, gerne hätte ich ohne seine Probleme mit ihm gekämpft. Zu diesem Zeitpunkt führten wir mit 7 Sekunden, so leicht hätte ich es ihm also schon nicht gemacht. Vor allem freut mich, dass wir nur 19 Sekunden hinter Koci Zweiter geworden sind. Koci war immerhin Vize-Junioren-Weltmeister, ist 2-facher slowakischer Meister und kann auf 130 Rallyes zurückblicken.“

Konnte sich in der großen Klasse als Ausländer nur Cais mit Platz Zwei durchsetzen, war in der 2WD Klasse das Podium nur mit Ausländern – Koci / Landa / Waldherr – besetzt und die Lokalmatadoren wurden auf die Ränge verwiesen.

Das Landa Racing Project begibt sich in die Winterpause und startet die Vorbereitungen für die Saison 2021. Vielleicht betritt man wieder die internationale Bühne unter der Schirmherrschaft der FIA ERC.

„Diesen sehr schönen und erfolgreichen Saisonabschluss möchte ich meinen Sponsoren und Förderern, meiner Familie, meinen Mechanikern der DriftCompany und natürlich Beppo Harrach mit Dank für die großartige Unterstützung widmen!“, ein sichtlich zu Recht stolzer und glücklicher Nikolai Landa abschließend.

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