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Dakar: Walkner will jetzt "einfach nur Spaß haben" Etwas mehr als zwei Stunden beträgt der Rückstand von Matthias Walkner
KTM

Nach Kupplungsschaden will Matthias Walkner "einfach nur Spaß haben"

Seit dem Zeitverlust durch Kupplungsschaden genießt Matthias Walkner jeden Dakar-Tag - Der Österreicher schwärmt von seiner Fahrt mit Ross Branch

Beim Kampf um den Gesamtsieg spielt Matthias Walkner keine Rolle mehr. Schon auf der zweiten Etappe der Rallye Dakar trat an seiner KTM ein Kupplungsdefekt auf. Der Österreicher musste in der Wüste lange reparieren und büßte rund zweieinhalb Stunden ein. Das bedeutete den Rückfall auf Platz 69.

Am dritten Tag meldete sich Walkner mit Rang drei zurück. Dann folgte mit Platz 23 wieder eine schwierige Etappe. Die letzten beiden Tage vor dem Ruhetag beendete der Salzburger auf den Positionen acht und fünf.

In der Gesamtwertung kletterte Walkner auf Platz 24 nach vor. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt bei Halbzeit der Rallye zwei Stunden und elf Minuten. "Es gibt nicht viel zu analysieren", seufzt der Gesamtsieger von 2018.

"Am zweiten Tag hatte ich einfach Pech, wobei ich mehr oder weniger mein Rennen verloren habe. Ich will jetzt Spaß haben und gesund bleiben. Mein bester Moment der ersten Woche war die sechste Etappe, als ich mit Ross gemeinsam gefahren bin."

"Ab dem Refueling bin ich gemeinsam mit Ross Branch gefahren, der gleich hinter mir in die Etappe gestartet ist und mich einholen konnte. Dass er drei Minuten gutmachen konnte, hat mich etwas überrascht, weil auch ich ein ordentliches Tempo gefahren bin."

"Ich vermute, er hat sich eher an den Spuren orientiert. Zwei Tage zuvor, als ich mit Skyler Howes gefahren bin, dachte ich mir schon: Wahnsinn was der für ein Tempo vorgibt. Aber das Tempo von Ross Branch ist nochmal eine Steigerung."

"Wir haben auf Skyler dann noch drei Minuten bis ins Ziel aufgeholt. Ross hat ein unfassbares Tempo", schwärmt Walkner von seinem Yamaha-Konkurrenten. "Ich habe mich gefühlt wie in der Quali-Runde bei einem Motocross-Rennen, wo man sich in jeder einzelnen Kurve am Limit bewegt."

"Ich hab nur noch auf Branch geschaut, wie die Dünen weitergehen, wann Abrisskanten kommen. Jede Düne, die zwei bis drei Meter hoch war, ist er hinten ins Flache runtergesprungen. Das Problem war, ich musste nachspringen und habe versucht dranzubleiben."

"Wenn ich sein Fahrtempo nicht mitgegangen wäre, dann wäre ich abgerissen und hätte sicher zwei, drei Minuten verloren. Zum Teil sind wir so schnell in die Dünen reingefahren, dass wir in der Kompression abgehoben und ins Steile rein gelandet sind."

"Das ist irgendwie eine neue Art Dünen zu fahren. Also entweder bin ich zu alt oder den Speed nicht mehr gewohnt, aber es war glaube ich die schnellste Etappe, die ich je gefahren bin. Branch kommt aus Botswana und da merkt man einfach, dass er ein extrem guter Sandfahrer ist."

"Er fuhr ja auch die Motocross-WM. Es war sehr technisch zum Fahren, hier ging es weniger um Risiko oder Mut. In den Dünen muss man echt Motorradfahren können. Das Motorrad mitnehmen, leicht machen, quer über die Düne andriften."

"Am Ende konnte ich noch einige Minuten aufholen und mit Platz fünf und drei Minuten Rückstand bin ich echt zufrieden, vor allem war es ein richtig cooler Tag! Ich bin aber auch ziemlich müde und freue mich jetzt schon sehr auf den Ruhetag."

Motorsport-Total.com

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