RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Neubauer bei Rallye Monte Carlo: Vorschau
Dominik Fessl

Vor dem Ritt auf Messers Schneide

Nachdem Hermann Neubauer und sein Co-Pilot Bernhard Ettel in der vergangenen Saison die meiste Zeit unfreiwillig zum Nichtstun verdammt waren, erfüllt sich das Duo mit der Teilnahme an der Rally Monte Carlo zu Beginn des Jahres 2021 einen lang gehegten Traum.

Doch auch die Austragung des Rallye-WM Auftakts im Fürstentum Monaco war lange Zeit nicht fix. Erst vor wenigen Tagen kam die freudige Nachricht, dass die Rallye stattfinden wird – allerdings unter besonders strengen Auflagen. So ist die Mannschaft von Hermann Neubauer nebst ihm selbst und Beifahrer Bernhard Ettel auf gerade einmal sechs Leute begrenzt, nicht einmal Teamchef Max Zellhofer durfte mit: „Wir mussten uns personell extrem einschränken. Das macht diese ohnehin schon große Aufgabe nicht einfacher. Jeder hat nun mindestens zwei Jobs, der Motoringenieur sitzt überhaupt vor seinem Laptop zu Hause und bekommt die Daten per Internet. Aber im Improvisieren sind wir gut, also wird sicher alles gut gehen“, so Hermann Neubauer über die Ausnahmesituation.

Der Salzburger weiß jedenfalls, wovon er spricht: Am Sonntag absolvierte er vor Ort gemeinsam mit M-Sport einen Test, am Montag besichtigte er zwei Sonderprüfungen – und kann von unglaublich schweren Bedingungen berichten: „Die erste Prüfung ist komplett trocken, die zweite hat auf zumindest 80 Prozent Schnee und Eis. Sowas mit einem Satz Reifen zu absolvieren, ist irre. Und dabei dürfen wir die Prüfung nur zwei Mal besichtigen, das ist eine echte Herausforderung. Die Verhältnisse auf so einer Prüfung muss man sich folgendermaßen vorstellen: Du fährst auf trockener Straße, kommst um die Kurve und plötzlich ist dort blankes Eis. Das geht dann fünf Kilometer so und plötzlich ist eine Kurve dabei, in der es wieder völlig trocken ist. Und jetzt ist für das Wochenende noch dazu wechselhaftes Wetter mit abwechselnd Schnee und Regen angesagt, das wird echt spannend…“

Und welche Erwartungen hat Hermann Neubauer nun bei einer solch schwierigen Aufgabe? „Ich merke schon, dass ich in den letzten eineinhalb Jahren sehr wenig im Auto gesessen bin. Aber ich bin gut drauf, das passt. Unser Ziel ist auf alle Fälle die Zielankunft – und am Weg dorthin so wenig Fehler wie möglich zu machen. Das wird ein Ritt auf Messers Schneide, also bitte ich alle meine Fans kräftig die Daumen zu drücken!“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

3 Städte Rallye: Bericht

Neubauer deklassiert DRM-Spitze

Beim Comeback der 3 Städte Rallye triumphierte Hermann Neubauer über die versammelte DRM-Spitze. BRR-Pilot Albert von Thurn und Taxis fuhr sensationell.

ARC Rallye Triestingtal 2027

Gschwandner: „Es wäre angerichtet…“

ARC-Obmann Georg Gschwandner hat in seiner Rolle als Veranstalter der ARC Rallye Triestingtal ein Presse-Statement veröffentlicht. Nach dem großartigen Comeback 2026 kämpft die Rallye ums Überleben…

ARC, Herbstrallye: Vorschau Schindelegger

Heimspiel vor dem Grande Finale

Das Rallyeteam Schindelegger startet bei der Herbstrallye in Dobersberg und legt vor dem Grande Finale auf Schotter in Italien ein Heimspiel auf Asphalt ein.

Monte 2027 ohne Ogier

Ogier lässt WRC-Zukunft offen

Der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier wird erstmals seit 2011 beim Saisonauftakt der WRC in Monte Carlo fehlen - Programm 2027 offen

M-Sport testet den Ford Fiesta Rally2 für die WRC 2027: Neue Aerodynamik, weniger Gewicht und ein angepasster Turborestriktor sollen den Unterschied machen