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Vorschau Rallye Weiz: Günther Knobloch
Martin Butschell

Nach 18 Monaten Pause wieder ein ORM-Start für Knobloch/Rausch

Die Temperaturen und der Untergrund sind in Weiz wohl "etwas" anders als bei der Jänner-Rallye 2020. Egal, bei der letzten Heimrallye vor zwei Jahren konnte der Grazer Pilot einen Podiumsplatz ergattern

Wenn Günther Knobloch gemeinsam mit seinem Co-Piloten Jürgen Rausch nächsten Freitag im Rahmen der Rallye Weiz wieder im Rally2 Fabia sitzt ist fast alles wieder so, wie es bei dem letzten Rallye-Start vor über 18 Monaten im Rahmen der Jänner-Rallye 2020 war. Die beiden erwartet eine tolle Rallye mit anspruchsvollen Sonderprüfungen, vielen Zusehern und Grapos als Eventpartner am Fabia. Nur der Untergrund und die Temperaturen sind „etwas“ anders als jene bei der „Jänner“, bei der das Duo zum letzten Mal bei einer Rallye am Start war. Die Teilnahme an einer Asphalt-Rallye liegt für den Grazer genau zwei Jahre zurück – bei der „Heimrally“ in Weiz konnten Günther Knobloch und Jürgen Rausch mit Rang drei hier ein Podium feiern. Viele positive Erinnerungen sind daher für das Duo mit der „Weiz“ verbunden, die Vorfreude auf die Veranstaltung ist daher bei beiden Piloten sehr groß.

Günther Knobloch: "Die Rallye Weiz war 2019 eine super Rallye für uns, ein Podium bei der Heimrallye ist immer schön. Die Vorbereitung war 2019 perfekt – wir sind in dem Jahr vier Rallyes im Frühjahr gefahren, die „Weiz“ war damals der „krönende Abschluss“ einer tollen Saison mit drei ORM-Podien. Da es letztes Jahr keine ORM-Läufe in Österreich gab, steht mein Prioritätsfahrer-Status aus 2019 aber noch – Startnummer 5 ist das Ergebnis, ich bin gespannt, ob wir der Startnummer nach der langen Pause gerecht werden können. Den letzten SP-Kilometer auf Asphalt bin ich tatsächlich hier vor zwei Jahren gefahren, alle Rally2-Piloten haben zumindest was das betrifft besser Karten – gleich drei Jungs – Hermann, Kevin und Johannes – waren heuer sogar schon bei ein oder zwei WM-Läufen am Start, alle anderen Rally2-Piloten bei der EM oder nationalen Rallyes. Andererseits – kein Grund zur Panik, bei meiner ORM-Premiere im Fabia bin ich zuvor auch nur einen ARC-Lauf als Test gefahren und war am Ende trotzdem vor vielen arrivierten Piloten am Podium. Betreffend der Car-Control mach ich mir eigentlich keine Sorgen, das verlernt man denke ich nicht so schnell. Wie lange das Auge und der Kopf brauchen, um sich wieder auf die für mich nach wie vor sehr beeindruckende Pace - die mit unsere Rally2-Bolliden möglich ist - einzustellen, das wird vermutlich die spannendere Frage sein. Aus dem Stand auf das Podium wird vermutlich kaum möglich sein, aber im Bereich meiner Startnummer möchte ich am Ende schon gerne landen.“

Zumindest das Team ist dafür „bestens vorbereitet“ – das im Februar gegründete Team Speedlife-Knobi.at konnte heuer für den erst 19-jährigen Lukas Dunner bereits bei fünf Rallyes einen Fabia erfolgreich einsetzen, beim ORM-Auftakt belegte Kris Rosenberger im Skoda des Team Speedlife-Knobi.at den dritten Gesamtrang. Diesmal wird Kris mit seinem Porsche GT3 jedoch einer der Gegner sein, bei trockener Fahrbahn ist dieses Gespann nicht zu unterschätzen. Neben den „üblichen Verdächtigen“ Neubauer und Wagner muss man den Tschechen Erik Cais vermutlich als aussichtsreichsten Anwärter auf das Podium einstufen – Erik ist aktuell in der Europameisterschaft auf dem 8. Gesamtrang, darüber hinaus war er heuer bereits bei fünf nationalen Rallyes am Start, eine konnte er gewinnen. Mit Spannung erwartet wird aber auch der weltweit erste Rallyeeinsatz eines „Rally2 E-Boliden“, kein geringer als der Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager wird den Kreisel RE-X1 an den Start bringen. Die Technik wurde in einem angepassten Chassis des Skoda Fabia Rally2 untergebracht – man darf sicher davon ausgehen, dass Raimund damit ebenso im Spitzenfeld mit mischt wie die beiden Rallye2-Pilotenn Kevin Raith (Ford) und Johannes Keferböck (Skoda) – beide konnten im April den Rallye-WM Lauf in Kroatien erfolgreich finishen, in der Kategorie WRC3 konnten sie dabei den 9. (Kevin) bzw. 7. (Johannes) Rang einfahren. Björn Satorius reist als Gesamt sechster der DRM (deutsche Rallye Meisterschaft) ebenso mit einem Rally2-Boliden nach Weiz, er konnte 2016 mit einem seriennahen Subaru bereits mit einem 5. Gesamtrang einfahren, 2021 geht der deutsche Rallyepilot bereits zum 4. Mal in Weiz an den Start. Soviel zur Einschätzung des Teams zum Spitzenfelde – das bildet auch die Startnummernvergabe des Veranstalters so ab. Ob sich einer der „S2000-Gang“ (Stefan Fritz, Gernot Zeiringer, Thomas Lorenz) mit ihren etwas älteren, jedoch nur geringfügig langsameren Skoda (Startnummer 10-12) nach vorne arbeiten kann bleibt abzuwarten – die Soundkulisse wird die Fans aber in jedem Fall wie immer begeistern.

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