RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Lavanttal Rallye: Vorschau [ANDA]STEER-RACING

Ende der Dunkelheit – Ende der Wartezeit

Kaum hat sich der Staub bei der Rebenland-Rallye gelegt, wo es Andreas Schart durchaus verstanden hat, zu brillieren, steht schon wieder ein nächster Einsatz für ihn auf dem Programm. Und zwar nicht irgendeiner, sondern nicht weniger als seine geliebte Heim-Rallye bei Wolfsberg im Lavanttal. Sein Begleiter bei dieser lange ersehnten Wiederauflage des klassischen Events wird zum zweiten Mal Rolf Offner sein.

So wie die Rebenland-Rallye, die bedingt durch Covid19 eine drei Jahre dauernde Unterbrechung hinnehmen mußte, nun jedoch vor Kurzem fulminant wiedererstanden ist, soll auch bei der Lavanttal-Rallye, auf die die Fans ebenso lange warten mußten, der nahtlose Anschluß an frühere Tage vollzogen werden. Gleichermaßen ein Festakt, der auch von den Sportlern mit großer Freude angenommen wird. Vor Allem, wenn sie in nächster Nähe zu den Austragungsorten der Veranstaltung wohnhaft sind. Und bei Vielen der Rallye-Besucher entsprechend bekannt.

Andreas Schart, ein waschechter Lavanttaler, ist das Gefühl nur zu gut vertraut, vor heimischem Publikum und auf bekannten Strecken sein Können unter Beweis stellen zu dürfen. Während es für Rolf Offner, der Andreas zum zweiten Mal begleiten wird, ein völlig neues Erlebnis sein wird. Aber ein nicht minder positiv beeindruckendes. Daß Andreas und Rolf bestens harmonieren, hat sich schon bei der Blaufränkischland-Rallye gezeigt, die bloß durch ein kaputtes Kleinteil (eher ein Kleinst-Teil) zu Ungunsten des Teams von [ANDA]STEER-RACING entschieden worden ist. Die positiven Eindrücke, die man dort mitgenommen hat, lassen natürlich für die Lavanttal-Rallye, den gemeinsamen Auftritt zu Hause, sehr viel Gutes erhoffen. Ebenso wie der optimale Verlauf der Rebenland-Rallye, wo Andreas es mit der richtigen Mischung aus souveräner Taktik und herzhafter Fahrdynamik zu einem dritten Platz in der von ihm gewählten Kategorie, der Klasse 8/Proto, geschafft hat.

In diesem Sinne ist die Ansage von Rolf und Andreas eine ganz klare und unmißverständliche: Wie sie selber sagen, möchten sie in ihrer Heimat ein Statement setzen und angreifen. Und auch diesmal wieder auf einen Podestplatz in der Klasse 8 hinarbeiten, wie er zuletzt schon erreicht werden konnte. Die Gegner werden im Wesentlichen die gleichen sein wie bei der Rebenland-Rallye: Christoph Zellhofer/Alessandra Baumann gelten mit ihrem Suzuki Swift als Favoriten Nummer Eins, und auch das ungarische Mitsubishi-Team Ariel Gyarmati/György Kocsis, das in seiner Performance durchaus auch sehr hoch einzuschätzen ist, ist wieder am Start. Mit Markus Stockinger/Harald Bachmayer im Mazda 2 Proto ist zudem teamintern eine Gegner-Besetzung mit dabei, die man nicht außer Acht lassen darf.

Die Spannung vor dem Start ist naturgemäß sehr hoch, wie auch die Erwartungshaltung. Vor drei Jahren, als zuletzt die Rallye-Motoren bei Wolfsberg ihr Lied gesungen haben, reichte es für [ANDA]STEER-RACING zu einem 14. Platz in der Gesamtwertung. Dies dürfte nun, angesichts der insgesamt sehr starken vierradgetriebenen Konkurrenz, sehr viel schwieriger geworden sein. Prinzipiell ist Vieles möglich, dafür sollte neben der förmlich brennenden Motivation, bei der Heimrallye eine Glanzleistung abzuliefern, auch die in der Zwischenzeit gestiegene Erfahrung des Piloten wie auch das tolle Fahrgefühl mit dem top-vorbereiteten Mitsubishi Lancer Evo IX sprechen.

Vorfreude (in diesem Fall auf das Ende der Corona-bedingten Wartezeit) muß keinesfalls die schönste Freude sein. Das hat sich schon bei der Rebenland-Rallye gezeigt. Umso mehr ist für den Heim-Event viel Zuversicht angesagt.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ORM- & ORM2-Champions dabei

Comeback der 3 Städte Rallye

Beim Comeback der 3 Städte Rallye (8. bis 10. Oktober) sind Österreichs zurzeit erfolgreichen Fahrer und Teams am Start, darunter die beiden Staatsmeister Neubauer und Zellhofer.

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 2

Hoher Spaßfaktor im Ford-Fiesta-Cockpit

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier haben den zweiten Tag der WM-Rallye in Sardinien als 24. unter 51 Teams erfolgreich absolviert / Die Schotter-Prüfungen verlangen Mensch und Material alles ab

WRC Italien: Nach Tag 3 (SP13)

Hyundai-Drama sorgt für offenen Titelkampf

Oliver Solberg dominiert auf Sardinien und profitiert vom Pech der Hyundai-Piloten: Elfyn Evans liegt nur noch sechs Punkte vor dem Schweden

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.

ARC, Herbstrallye: 1. Vorschau

Herbstrallye: „Wir kommen zu den Menschen!“

Mit der Waldviertler Herbstrallye feiert Österreichs Rallyeszene einmal mehr einen grandiosen Saisonabschluss. Das Rallye Headquarter übersiedelt nach Waidhofen an der Thaya. Der charismatische Servicepark auf dem Flughafen Dobersberg bleibt bestehen.