RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Rallye Spanien 2022: Bericht  Freitag Sebastien Ogier im Toyota GR Yaris Rally1 bei der Rallye Spanien 2022
Motorsport Images

WRC Rallye Spanien 2022: Sebastien Ogier am Freitag vorne

Nach einem spannenden Kampf um die Spitze behält Sebastien Ogier am Freitag bei der Rallye Spanien die Oberhand: Zwei Toyotas vor drei Hyundais

Toyota-Pilot Sebastien Ogier führt die Rallye Spanien, vorletzter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, nach dem ersten Tag an an. Nach einem spannenden Kampf, bei dem die Führung am Freitag viermal zwischen Ogier, dem neuen Weltmeister Kalle Rovanperä (Toyota) und Thierry Neuville (Hyundai) wechselte, hat der achtmalige WRC-Champion knapp die Nase vorne.

Nach acht von 19 Wertungsprüfungen (WP) hat Ogier 4,8 Sekunden Vorsprung auf Rovanperä. Auch Neuville liegt als Dritter mit 12,5 Sekunden Rückstand noch in Schlagdistanz zur Spitze. Vierter ist Neuvilles Teamkollege Ott Tänak (+20,0 Sekunden), gefolgt von Lokalmatador Dani Sordo im dritten Hyundai, der allerdings schon 50,9 Sekunden Rückstand auf Ogier hat.

Sechster ist nach einem für ihn schwierigen Tag Elfyn Evans (Toyota). Craig Breen (Ford), Takamoto Katsuta (Toyota), Adrien Fourmaux und Gus Greensmith (beide Ford) komplettieren aktuell die Top 10.

Führung wechselt viermal

Nach Regenfällen in der Nacht waren die Straßen am Vormittag stellenweise noch feucht, trockneten aber zunehmend ab. Ein kurzer Regenschauer am Nachmittag stellte die Fahrer vor keine größeren Probleme. Diese entstanden vor allem für die Fahrer mit den hinteren Startpositionen eher durch den Schmutz, der durch das Schneiden der Kurven auf die Straße geschleudert wurde.

Davon profitierte zunächst Rovanperä, der die ersten beiden WP des Tages gewann. Bei der dritten WP übernahm dann Ogier die Führung, verlor sie aber vor dem Mittagsservice an Neuville. Bei der fünften WP schlug Ogier dann zurück, hielt anschließend den Angriffen von Rovanperä stand und verschaffte sich zum Abschluss des Tages mit seinem zweiten WP-Sieg ein bisschen Luft.

"Es war ein guter Tag und ich bin wirklich glücklich", sagt Ogier bei 'WRC All live'. "Ich hatte ein bisschen Angst, heute als Siebter auf die Strecke zu gehen, weil wir so viele Cuts zu absolvieren hatten, aber wir hatten den ganzen Tag über ein wirklich gutes Gefühl im Auto. So weit, so gut. Natürlich sind 4,8 Sekunden nicht viel, also müssen wir morgen weiter hart pushen."

Hybrid-Probleme bremsen Tänak ein

Auch Rovanperä war mit Rang zwei nicht unzufrieden, während Neuville trotz der guten Ausgangsposition ein wenig mit seiner Leistung haderte: "Wir haben nicht den Speed, und um ehrlich zu sein, kann ich nicht wirklich das Maximum herausholen", sagt er bei 'WRC All live'. "Das Auto fängt an zu rutschen und es ist schwierig zu wissen, wo man sich verbessern kann. Ich habe hier einige Änderungen vorgenommen, aber wir haben mehr Regen erwartet."

Tänaks Rückstand von 20 Sekunden auf die Spitze erklärt sich auch durch technische Probleme mit dem Hybrid-Antrieb, der dem Esten bei der zweiten und achten WP zeitweilig nicht die volle Leistung lieferte.

Die siebte WP wurde gleich zwei Toyota-Piloten zum Verhängnis. Sowohl Evans als auch Katsuta erlitten dort einen Reifenschaden und verloren rund 40 Sekunden. Der Waliser gab aber auch zu, sich mit der Abstimmung seines Yaris vergriffen zu haben. "Ich glaube, wir haben hier ganz andere Bedingungen erwartet. In Wirklichkeit war es völlig trocken", so Evans bei 'WRC All live'. "Insgesamt war es kein guter Tag, aber wir werden morgen weitermachen."

Am Samstag erwarten die Crews bei der Rallye Spanien sieben Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 118,75 Kilometern.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 2

Hoher Spaßfaktor im Ford-Fiesta-Cockpit

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier haben den zweiten Tag der WM-Rallye in Sardinien als 24. unter 51 Teams erfolgreich absolviert / Die Schotter-Prüfungen verlangen Mensch und Material alles ab

8. Golf- und Rallye-Turnier

Nicht nur Rallyefahrer auf dem Grün

Zum achten Mal luden Sigi Schwarz und Audi Laimer zum Golf- und Rallye-Turnier in den Golfclub Schladming. Promis aus Sport, Show und Wirtschaft feierten bei der „Golf Night“ und am Tag darauf auf dem Grün. Der „Alex“ ging diesmal an Schauspiel- und Film-Legende Otto Retzer.

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wächst 2027 auf 15 Läufe an: Mit den USA und Großbritannien kehren zwei Traditionsmärkte zurück

3 Städte Rallye: Bericht

Neubauer deklassiert DRM-Spitze

Beim Comeback der 3 Städte Rallye triumphierte Hermann Neubauer über die versammelte DRM-Spitze. BRR-Pilot Albert von Thurn und Taxis fuhr sensationell.

Ford kehrt 2028 als Werksteam in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück: Gemeinsam mit M-Sport plant der Konzern zudem ein neues WRC-Auto für 2029

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.