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Rallye-ÖM: Admont

BMW-Desaster

Ein K.O. in der ersten Runde, das soll es ja schon öfter gegeben haben. Aber ein K.O. auf dem Weg zum Ring?

Zweimal hat der BMW M3 von Walter Zöckl in diesem Jahr gehalten, beim dritten Mal ist er durch einen Ausritt-Folgeschaden liegengeblieben. Diesmal kapitulierte er schon auf dem Weg zur Startrampe: Die kürzeste Rallye in der Laufbahn von Walter Zöckl.

Der Ölkreislauf war zusammengebrochen, und ehe noch mehr kaputtgehen konnte, wurde die ARBÖ-Steiermark-Rallye 2003 für beendet erklärt. Zu Ende ist somit auch eine äußerst wechselhafte Rallye-Saison, denn die Waldviertel-Rallye hatte Walter Zöckl von Anfang an nicht auf seinem Terminplan vorgesehen.

Erledigt hatte sich somit schnell die Diskussion um die hohe Startnummer und allfällig damit verbundene Nachteile. Im Nachhinein betrachtet, war der „kurze Prozess” aber keineswegs eine willkommene Verkürzung eines Leidens. Für Walter und Maros wäre einiges drin gewesen, da sich einige Gruppe H-Konkurrenten, selbst der erwartungsgemäß in der Klasse dominierende Markus Moufang (Hinterachse beschädigt), vorzeitig verabschiedet hatten.

Am Ende blieben gar nur zwei Gruppe H-Autos übrig, wobei der besser plazierte Wagen, der Mazda 323 Turbo 4WD von Mike König, Platz 27 schaffte. Der Vergleich mit dem wohl ältesten teilnehmenden Auto, dem Ford-Lotus Cortina von Alois Nothdurfter, der nach vielen spektakulären Drifts auf Platz 26 kam, macht deutlich: Mit etwas Geschick und bei normalem Verlauf hätte das Team Zöckl/Certan spielend Gruppe H-Sieger werden können.

Wenn es auch nicht ganz leicht gewesen wäre, den heckgetriebenen BMW M3, der eher auf der Rundstrecke zu Hause ist, auf den in der Charakteristik sehr unterschiedlichen SP's der Steiermark-Rallye am Limit zu bewegen, so hätte es doch zumindest eine vergnügliche Vorstellung werden können.

Vor allem die durch die Baustelle sehr Alpenfahrt-ähnliche SP Bärndorf-Admont hätte stilistisch sehr viel hergegeben, und dass man auch mit etwas anderem als Allradantrieb oder Frontantrieb sehr schnell sein konnte, zeigte der 15. Platz von Hans-Georg Lindner mit dem Ford Escort RS 2000.

Noch ist ungewiss, bei welcher Rallye wir im kommenden Jahr wieder einen der BMW's von Walter Zöckl rennen sehen werden - ob es ein ÖM-Lauf sein wird, eine nationale deutsche Rallye oder eine internationale Rallye für historische Wagen. Aber sehen werden wir ihn auf jeden Fall wieder, den Oldie-King aus Groß Enzersdorf, so viel steht fest!

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