RALLYE

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Geheimtipp Andi Waldherr

In der Gruppe A könnte im Wechselland die Stunde des Andi Waldherr schlagen, die schnellen Prüfungen machen ihn zumindest zum Mitfavoriten.

Auch bei der Bosch-Rallye wird vor dem Start die wichtigste Frage in Verbindung mit der Gruppe-A und dem Gesamtsieg sein: Wer ist imstande, Titelverteidiger Raimund Baumschlager zu fordern oder sogar zu schlagen?

Der erste Herausforderer dürfte dieses Mal VW-Pilot Andreas Waldherr sein. Glänzend motiviert nach seinem tollen dritten Platz bei der Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye, möchte der Thomasberger bei auf ihn zugeschnittenen Verhältnissen (schnelle Asphalt-Straßen und wenig Schotter) reüssieren.

Inzwischen geht es ja für den dreifachen Diesel-Meister längst nicht mehr nur um den Klassensieg (Formel 2), sondern sogar um den durchaus möglichen Stockerplatz in der Gruppe-A-Meisterschaft: "Ich möchte bei meiner Heimrallye natürlich aufzeigen, die schnellen Strecken kommen unserem Auto sehr entgegen, hoffentlich bleibt es trocken."

Da vor der Sommerpause noch eine Veranstaltung auf dem Programm steht, die dem Antriebs-Konzept des Golf Kit-Car nicht so entgegen kommt (Castrol-Rallye, mit hohem Schotter-Anteil), ist es für das Golf-Team doppelt wichtig, von der „Bosch Super Plus“ mit möglichst vielen Punkten im Gepäck nach Hause zu fahren.

Beppo Harrach hatte im Kremstal einiges Pech, denn das Getriebe an seinem Mitsubishi Evo VI hielt nach dem Start zur ersten Sonderprüfung ganze zehn Meter. Ob Beppo Harrach rund um Pinggau zu seiner Bestform auflaufen kann, (die er gegen Baumschlager benötigt), wird sich zeigen. Nach zwei Ausfällen in den ersten drei Rallyes ist eine Zielankunft unumgänglich, um nicht schon frühzeitig den Anschluß im Kampf um die Meisterschaft zu verlieren:

"Mir fehlen durch den Ausfall natürlich wichtige Kilometer, es wird daher schwer sein, das Tempo von Raimund mitzugehen. Für mich ist Andreas Waldherr dieses Mal Favorit, sein Auto passt perfekt zu den Sonderprüfungen."

Laut Papierform scheint Platz vier für Gottfried Kogler reserviert. Der Polizeibeamte aus Melk würde sich angesichts seiner Manager-Aufgaben im Suzuki Ignis-Cup im Rahmen der Bosch Super plus-Rallye gerne klonen lassen. Denn seine aktive Rallye-Saison hat 2004 nicht allzu gut begonnen (Ausfall bei der Pirelli-Rallye mit Getriebeschaden vor der letzten Sonderprüfung und bei der IQ-Jänner-Rallye gab es, bedingt durch den Start vieler WRC-Cars, nur einen Meisterschaftspunkt in der Endabrechnung). Eine problemlose und schnelle Fahrt wäre daher im Kampf um die erhofften Meisterschaftsehren in der ÖM dringend notwendig.

Waldemar Benedict wird bei der Bosch-Rallye pausieren, am Start sind die beiden Seat Ibiza von Arni und Alex Heitzer sowie Markus Jaitz/Markus Hochleuthner. Auch wenn es sich hiebei schon um betagte Fahrzeuge handelt, sind die hochdrehenden Boliden mit ihrem spektakulären Flügelwerk doch immer ein Publikums-Magnet. Ein Comeback feiert Gerhard Dworak, der wieder seinem Opel Astra Kitcar die Sporen geben wird.

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