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ARBÖ Rallye Steiermark: Vorschau Friesenegger

Happy-End 2006?

Auch Konrad Friesenegger will nach der etwas wechselhaften Saison noch einmal sein Bestes geben, und es sollten ihm einige Wege dabei offen stehen.

Die ARBÖ-Steiermark-Rallye von Kurt Gutternigg war schon oft der Saison-Höhepunkt des historischen Rallyesports in Österreich. Für einige war es schon ein krönender Saisonabschluß, für viele ein unvergeßliches Erlebnis. So auch für Konrad Friesenegger, der im vergangenen Jahr, damals noch mit seinem Bruder Christoph als Beifahrer, seinen ersten Podestplatz in seiner Rallye-Laufbahn bei einem ÖRM-Lauf geschafft hatte.

Freudige Erwartung auch diesmal, auch wenn die Zeichen auf einen harten Kampf stehen: Es wimmelt von Gegnern, die ihre schärfsten Waffen geladen haben. Beim letzten Lauf wollen eben alle noch einmal dabei sein und noch einmal zeigen, was sie können. Besonders bei einer so traditionsbehafteten Veranstaltung wie der ARBÖ-Steiermark-Rallye.

Auch Konrad Friesenegger will nach der etwas wechselhaften Saison noch einmal sein Bestes geben, und es sollten ihm einige Wege dabei offen stehen. Es kommt nicht jeden Tag vor, daß ein Differential oder eine Ventilfeder kaputtgeht, und ohne dieser Zwischenfälle hätte die Saisonbilanz um einiges glanzvoller ausgesehen. Bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye, als alles stimmte, wurde ein dritter Platz knapp verfehlt, der zweite Platz bei der BOSCH Super Plus-Rallye sei nur der Form halber genannt: Mehr als zwei Fahrzeuge sind nämlich dort bei den Historischen nicht ins Ziel gekommen.

Die BP Ultimate-Rallye war wieder ein Signal des Aufschwungs – als Viertbeste bei den Historischen und drittbestes Österreicher-Team waren Konrad Friesenegger und Andreas Zankl, der diesmal Jürgen Hilmbauer vertrat, gut bei der Musik. Gegen die schnellsten Porsches von Jensen Valter, Johannes Huber und – falls er durchgekommen wäre – Christian Rosner war auf den ultraschnellen, staubtrockenen Strecken der BP Ultimate-Rallye ohnehin kein Staat zu machen. Spannend war dafür das Duell mit dem drittplazierten Bernd Rothensteiner, der einen recht guten Freitag-Abend erwischt hatte und sich mit seinem Ford Escort RS 2000 einen relativ sicheren Vorsprung herausgearbeitet hatte, sonst hätte hier vielleicht eine Möglichkeit bestanden. Ein großes Glück dagegen war, daß der große Überraschungsmann der Rallye, Alois Nothdurfter, einen Schaden am Verteiler seines Ford-Lotus Cortina mit darauffolgender Strafzeit erlitten hatte, sonst wäre der wohl nicht zu halten gewesen. Zumindest wäre ein Teil des Erfolges in der Familie geblieben, denn Bruder Christoph Friesenegger war Alois Nothdurfters Beifahrer.

Diesmal treffen sie wieder im Wettbewerb aufeinander, möglicherweise wird dies eines der aufregendsten Duelle während der ARBÖ-Steiermark-Rallye sein. Und es sind bei weitem noch zahlreiche andere Gegner vertreten, auf deren Angriffslust voller Verlaß ist.

Betrachtet man die Nennliste, so fallen einem gleich mehrere Namen von Fahrern auf, denen Großes zuzutrauen ist. Porsche-Mann Christian Rosner etwa, oder die beherzten Escort-Mannen Hans-Georg Lindner und Josef Pointinger, bei dem es übrigens um die Meisterschafts-Entscheidung geht. Mit Gernot Zeiringer und Johannes Huber finden sich zwei weitere namhafte Vertreter der Porsche-Fraktion, während Sepp Gruber diesmal wieder auf seinen Ford Escort RS 2000 umgestiegen ist. Es gibt noch einige mehr, die groß in Erscheinung treten könnten.

Ein schwieriges Unterfangen? Vielleicht. Aber vielleicht auch am Ende ein persönlich sehr erfolgreiches, schließlich kommt es bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye nicht nur auf Motorleistung an, was die Chancen für Konrad Friesenegger und den wieder zurückgekehrten Erfolgs-Beifahrer Jürgen Hilmbauer enorm erhöht. Und als Besitzer eines Opel Kadett GT/E, der damit im Wettbewerb auftritt, ist man auch ein wenig Repräsentant einer Legende, immerhin war das eines der erfolgreichsten Autos von Franz Wittmann, und auch berühmte WM-Fahrer wie Walter Röhrl, Hannu Mikkola oder Rauno Aaltonen sind damit gefahren. Bestimmt ist das nicht nur bloße Show – da steckt noch viel mehr dahinter.

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