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Bleibt die Weste weiß?

Achim Mörtl will auch beim vierten ÖM-Lauf eine weiße Weste bewahren und die Gr.N-Wertung gewinnen, Gaßner fährt nicht, Gegner gibt's dennoch genug.

Drei Läufe zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft sind gefahren, bei allen drei Rallyes hieß der Gruppe-N-Sieger Achim Mörtl. Er und sein Co-Pilot Sigi Schwarz führen damit auch die Gruppe-N-Gesamtwertung überlegen an.

Jetzt geht die ÖM bei der Bosch Super Plus Rallye im steirischen Wechselland in ihre vierte Runde und die Zielsetzung der schnellen Subaru-Paarung ist völlig klar: Der vierte Sieg muss her!

Etwas überraschend hat zwar der wahrscheinlich größte Gegner im Kampf um die Meisterschaftskrone, der Deutsche Mitsubishi-Pilot Hermann Gaßner, seine Teilnahme schweren Herzens abgesagt, leicht wird Sieg Nummer vier aber dennoch nicht zu haben sein.

Die Mitsubishi-Truppe ist wie gewohnt stark aufgestellt, neben „Hausherr“ Willi Stengg, wollen Walter Kovar, Ernst Haneder und Mario Saibel ein Wörtchen um den Sieg mitrenden. Und in Gestalt von Franz Sonnleitner kommt der nächste „harte Brocken“ dazu – der Challenge-Sieger des Vorjahres hat nach seinem Aufstieg in die ÖM gleich den nächsten Sprung geschafft und sitzt ab der Wechselland-Rallye in einem Mitsubishi Evo VIII.

Achim Mörtl freut sich über die größer werdende Konkurrenz: „Es ist toll, den Franz in einem wirklich starken Auto zu sehen. Klar, ein Gegner mehr für mich – aber erstens spornt das an und zweitens belebt ja bekanntlich Konkurrenz das Geschäft. Leid tut mir die Absage von Hermann Gaßner, das wäre ein schönes Duell geworden…“

Die Rallye rund um Pinggau/Friedberg in kennt der schnelle Kärntner sehr gut: Schon im Jahre 1999 (damals noch in einem Subaru Impreza WRC) konnte er die Gesamtwertung gewinnen, im Vorjahr schnappte er sich schließlich (bei zwei getrennten Tageswertungen) den Sieg auf der zweiten Etappe.

„Die Rallye war schon immer sehr schnell, sehr anspruchsvoll, das gefällt mir. Die Mitsubishis sind zwar leicht im Vorteil, weil sie einen höheren Top-Speed gehen können, aber das werden der Sigi und ich mit viel Einsatz und dem besseren Fahrverhalten des Subaru wieder wettmachen“, verspricht Mörtl.

Von der technischen Seite her wurde im tschechischen Team von Jan Stepanek alles getan, um optimal gerüstet zu sein: Man startet mit einem Subaru Impreza WRX STi Spec. und hat somit ein moderneres Auto zur Verfügung als zuletzt in Kärnten.

„Der ganz neue Subaru ist noch im Aufbau begriffen, aber der Vorjahreswagen ist eine gute Alternative“, freut sich Co-Pilot Sigi Schwarz, der gemeinsam mit Achim Mörtl einen besonderen Weg zur Vorbereitung wählte: „Wir waren Golfen“, verrät der Steyrlinger Gastwirt. „Nach dem langen Winter sind beim Golfclub Pyhrn-Priel die ersten Bahnen bespielbar, das haben wir gleich ausgenützt!“

Achim Mörtl, der in der Steiermark übrigens für Stengg Motorsport an den Start gehen wird, war jedenfalls relaxt und zu einer klaren Ansage an seine Gegner bereit:

„Wir werden alles daran setzen, dass der Gruppe-N-Sieg bei der Bosch-Rallye nur über uns und unseren Subaru führt. Ein gutes Abschneiden mit möglichst vielen Punkten könnte nämlich bereits einer Meisterschafts-Vorentscheidung gleichkommen!“

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