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Österreichische Doppelführung

Pavel Valousek muss nach einem Ausritt aufgeben, Andi Waldherr führt somit souverän vor Raimund Baumschlager und den Gaßners.

Der Beginn der 27. Internationalen Jänner Rallye stand im Zeichen des Duells zwischen Pavel Valousek (Mitsubishi Lancer Evo IX) und Andreas Waldherr (VW Polo S2000). Nach zwei Sonderprüfungen lag der Tscheche zwei Sekunden vor Waldherr. Doch auf SP 3 fand der spannende Zweikampf ein frühes Ende.

Valousek rutschte eine Kurve vor dem Ziel von der Strecke und musste sein Arbeitsgerät mit einer gebrochenen Felge abstellen. Damit war vorerst der Weg frei für die Solo-Show von Andreas Waldherr.

Der Niederösterreicher erzielte drei Bestzeiten in Folge und führt nach fünf Sonderprüfungen schon 41,4 Sekunden vor Raimund Baumschlager, der im Kampf mit dem Deutschen Hermann Gassner jun. (beide Mitsubishi Lancer Evo IX) vorerst die Oberhand behielt.

Waldherr: „Wir fahren hier nahezu am Limit. Doch unser VW Polo S2000 ist optimal vorbereitet und die schwierigen Straßenverhältnisse kommen mir und dem Auto sehr entgegen, es macht sehr viel Spaß. Manchmal sind wir dann aber doch froh, wenn wir nach einer längeren Rutschphase wieder Grip unter die Reifen bekommen.“

Raimund Baumschlager haderte hingegen ein wenig mit der Reifenwahl. Der Oberösterreicher verließ das Service mit geschnittenen Slicks, musste dann aber nach SP 5 zugeben: „Wahrscheinlich wären Intermed-Reifen besser gewesen. Waldherr scheint außer Reichweite. Jetzt ergibt sich für mich das Problem, wie ich weiterfahre, denn die Gaßners zählen ja nicht für die Österreichische Meisterschaft und Haneder fährt nur diese Rallye.“

Ob es schon bei der Jänner-Rallye zum Generationswechsel im Hause Gaßner kommt, ist offen wie selten zuvor. Nach fünf Sonderprüfungen liegt Hermann jun. gerade einmal 5,4 Sekunden vor seinem Vater, der auf SP 5 das Gaspedal voll durchdrückte und die zweitbeste Gesamtzeit erzielte.

Der Junior bewies jedoch schon beim Pirelli Star Driver Shootout im Herbst des vergangenen Jahres, dass er rund um Freistadt sehr schnell sein kann, als er unter den 19 besten Nachwuchspiloten Europas die schnellsten Zeiten fuhr. Gaßner jun: „Bei einer Rallye kann ich schon schneller sein als mein Vater. Doch er hat so viel Erfahrung und Konstanz, dass das noch eine ganz enge Geschichte werden wird.“

Wie nicht anders zu erwarten spielt auch Lokalmatador Ernst Haneder (Mitsubishi Lancer Evo IX) eine tragende Rolle im Konzert der Großen. Der Bäckermeister aus St. Oswald hat lediglich 17 Sekunden Rückstand auf einen Stockerlplatz uns ist sehr zuversichtlich: „Die Rennpause hat sich bemerkbar gemacht. Außerdem habe ich ein wenig geschlafen. Nachdem ich aber normalerweise am Nachmittag die Semmeln ausführe, werde ich auf den nächsten Sonderprüfungen sicher schneller.“

Manfred Stohl verbesserte sich bei der Erdgas Subaru-Premiere auf den elften Platz und zeigt sich zufrieden: „Es läuft alles nach Plan. Wir haben eine sehr solide Basis und hoffen, dass es noch besser wird.“

In der Dieselklasse konnte Michael Böhm (Fiat Punto JTD) seinen Vorsprung auf Michael Kogler (VW Golf V TDI) verdoppeln und liegt nun zwölf Sekunden vor dem VW-Heimkehrer.

In der Klasse H10 ist weiterhin der Italiener Andrea de Luna (Renault Clio Williams) voran. Christof Klausner (Audi Coupe Quattro) konnte jedoch ein wenig aufholen und liegt nur mehr 20 Sekunden zurück. Publikumsliebling Niki Glisic (H11/BMW M3) musste auf SP5 mit technischen Problemen aufgeben.

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