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ORM: Schneebergland-Rallye

Kalteis´ Herausforderung des Jahres

Die Schneebergland-Rallye mit ihren atemberaubenden, spektakulären SP sollte auch heuer wieder ein ganz besonderes Erlebnis werden.

Fotos: Daniel Fessl

Die Schneebergland-Rallye sollte auch im heurigen Jahr ein ganz besonderes Erlebnis werden. Mit ihren atemberaubenden und spektakulären Schotterprüfungen ließ sie die Rallyeherzen wieder höher schlagen. Die besondere Herausforderung dabei bestand auch heuer wieder darin, nicht mit dem Bleifuß zu agieren, sondern mit Geschick und Bedacht mit dem eigenen Material zu Werke zu gehen, um am Ende das Ziel zu erreichen. So legte das Team Rallye ABST besonderes Augenmerk auf den Schutz der Bodenpartie seines Fahrzeugs.

Wie schon die letzten Jahre gezeigt haben, ist es besonders auf Schotter kaum möglich, mit den R5-Fahrzeugen und WRCs Schritt zu halten. Umso erfreulicher war die Teilnahme der Familie Gaßner, die mit zwei Fahrzeugen als Gradmesser für Kalteis/Zemanek herangezogen werden konnte. Nach der Auftaktprüfung platzierten sich Hermann Gassner junior und Martin Kalteis ex-aequo auf Platz 7, direkt hinter den R5-Fahrzeugen. Auf der winkeligen und 29 km langen Sonderprüfung Bieglhof spielte der Gaßner-Youngster seine gesamte Schottererfahrung aus und erteilte der restlichen Mitsubishi-Fraktion eine Lehrstunde.

Beim zweiten Befahren des Bieglhofs zeigte der bis dahin problemlos laufende Rallye-ABST-Mitsubishi erste Auflösungserscheinungen in Form der rechten hinteren Bremse. Diese verkeilte sich auf der Verbindungsetappe nach Rohr im Gebirge mehrmals, sodass das Rad immer wieder blockierte. Nur mit knapper Not schleppten sich Martin Kalteis und Markus Zemanek mit drei funktionierenden Bremsen ins Service, wo das Problem durch die tatkräftige Rallye-ABST-Servicecrew prompt behoben wurde, wodurch die Rallye fortgesetzt werden konnte – und das mit Bravour.

Im Tiefental brillierten die beiden Evo-VII-Piloten mit der drittschnellsten Gesamtzeit, doch die Freude darüber sollte nicht lange währen: Schon nach wenigen Metern auf der SP Haraseben brach der linke hintere Stoßdämpfer, was eine Weiterfahrt nur mit vermindertem Tempo möglich machte. Nach der Sonderprüfung konnte der Defekt schnell lokalisiert werden, doch Ersatzdämpfer gab es keine. So schien eine Weiterfahrt nahezu unmöglich. Die Firma Gaßner hatte aber schnell Hilfe parat: Sie zauberten irgendwo aus der hintersten Ecke ihres Service-Lkw zwei hintere Dämpfer heraus, die zwar schon jahrelang niemand mehr verwendet hatte, aber in der Not allemal genügen würden.

So konnte selbst nach diesem Malheur die Rallye fortgesetzt werden – der Dank des Teams gebührt Gaßner Motorsport. Auf der Verbindungsetappe stellte sich beim Mitsubishi ein recht eigenwilliges Fahrverhalten ein. Den Helm hätte man eher gegen eine Kapitänsmütze tauschen wollen, da man nun nicht mehr von Fahrverhalten, sondern von Schwimmeigenschaften reden konnte – der Ausbruch der Seekrankheit an Bord wurde ebenfalls befürchtet; doch immerhin konnte so die Rallye fortgesetzt und beendet werden, und das gar nicht so schlecht: Eine Sekunde schneller als im ersten Umlauf konnte sich durchaus sehen lassen.

Die letzte Sonderprüfung musste nach einem heftigen Abflug von Gerwald Grössing und Sigi Schwarz, denen das Team Rallye ABST auf diesem Wege baldige Genesung wünscht, neutralisiert werden und konnte somit von Martin Kalteis und Markus Zemanek nicht mehr in Angriff genommen werden. Nach dieser ereignisreichen Rallye, die mit viel Schweiß und Teamgeist vom gesamten Team Rallye ABST sicher beendet werden konnte, stand ein weiterer sechster Gesamtrang zu Buche. Das bedeutet in der Meisterschaft derzeit den fabelhaften vierten Gesamtrang. Weiter geht es auf gewohntem Terrain, auf den Asphaltstrecken der Weiz-Rallye.

Update Grössing-Unfall Update Grössing-Unfall Bericht Rigler Bericht Rigler

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