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Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Sankt Florian war gnädig

Das Brüderpaar Heitzer verzeichnete am ersten Tag einen tollen 15. Gesamtrang, der zweite Tag konnte trotz großer Probleme immerhin beendet werden.

Arnold Heitzer zeigte sich bei seiner ersten Rallye in dieser Saison in einer Hochform wie noch nie, trotz der langen Pause von mehr als einem halben Jahr hatte er schon zu Beginn ein hervorragendes Tempo gefunden. In der Klasse war er natürlich wie gewohnt im luftleeren Raum, denn gegen Andreas Waldherr war nicht anzukommen, und auch von hinten gab es niemanden, mit dem sich ein Duell hätte ergeben können. Es war prächtiges KitCar-Wetter, auch die Strecke als solche war für den frontgetriebenen Seat wie geschaffen. Damit war es leichter möglich, auch in der Gesamtwertung recht gut auszusehen, den ersten Tag konnte das steirische Brüderpaar auf Platz 15 beenden, gleich hinter den Führenden in der Dieselklasse, Hannes Danzinger und Ing. Michael Böhm, und noch vor dem als sehr schnell bekannten Markus Moufang im BMW M3.

Damit hatte man schon einmal am ersten Tag ein Ergebnis, für das es Punkte gab. Und kein so schlechtes, schließlich ist der Seat Ibiza eines der ältesten Gruppe A-Autos, soweit das Auge reicht. Der Samstag verlief bei weitem nicht so problemlos, ein heruntergefallenes Kabel im Zündsystem hatte den Motor auf der dritten Prüfung nur auf zwei Zylindern laufen lassen. Das führte dazu, dass diese überhitzten, gleichzeitig wurde durch die toten Zylinder weiterhin Benzin gepresst. Die Hitze-Entwicklung wurde zu groß, es kam zu einem Feuer. Eine alptraumhafte Situation, klarerweise. Doch Arnold und Alexander Heitzer reagierten großartig, so dass die Flammen erstickt waren, bevor sie ihre zerstörerische Wirkung zeigen konnten. Das Auto und sein Innenleben blieben ganz, das desertierte Kabel konnte mit einem Gewaltakt wieder an seine ursprüngliche Stelle gebracht werden. Dass zwölf Minuten durch den Zwischenfall verloren gegangen waren, spielt angesichts des Ernstes der Lage kaum eine Rolle.

Arnold und Alexander Heitzer wurden damit auf den letzten Platz zurückgereiht, fuhren aber dennoch Zeiten, als ob es noch um etwas ginge – auf den letzten vier SPs wurden sie jeweils 15., trotz mittlerweile starken Ölverlustes. Vom letzten Platz waren sie schnell weggekommen, dennoch bestand keinerlei Möglichkeit, Philipp Kipperer (Peugeot 306) und Kurt Adam (Seat Ibiza) einzuholen und so noch einen Podestplatz in der A7 zu schaffen. Es passierte sogar zum ersten Mal, dass Vater Heitzer mit dem Gruppe N-Ibiza besser platziert war als die Söhne mit dem KitCar.

Die Stimmung im Team Heitzer war dennoch großartig, immerhin hatte man die Rallye trotz größter Schwierigkeiten beendet. Leider nicht im Ziel waren Jörg Rath/Gerhard Rigl mit jenem SEAT Ibiza, der vor kurzem noch zum Bestand der Familie Heitzer gehört hatte. Arnold und Alexander Heitzer können jedenfalls mit großer Vorfreude der Castrol-Rallye entgegensehen – vielleicht gelingen dort noch bessere Zeiten. In Übung wären sie ja jetzt.

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