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Kein Happy-End im Waldviertler Schlamm

Gernot Zeiringer erhoffte sich ein versöhnliches Saisonfinale im Waldviertel, nach einem Ausritt zerplatzte dieser Wunsch allerdings.

Bei Volkswagen hatte man sich das alles so schön zurechtgelegt: Titel für Waldherr, Vize für Stengg und sozusagen „Bronzemedaille“ für Gernot Zeiringer. Stengg sollte hiebei die Diesel-Wertung bei der Waldviertel-Rallye gewinnen, Waldherr und Zeiringer sich ohne Druck Platz 2 ausmachen.

Auf der 1. Etappe lief dann auch alles fast perfekt. Ein schleichender Reifenschaden auf der 4. von 9 Sonderprüfungen kostete nicht allzu viel Zeit, auch wenn man dann die folgenden beiden Prüfungen etwas zurückhaltender absolvierten mußte, da ja kein weiterer Reservereifen mehr mitgeführt wurde.

Ein kleines Elektronikproblem hatte zuvor etwa 15 sec. gekostet, aber man befand sich mit Platz 3 nach der 1. Etappe ganz fix im Plan.

Am Samstag waren die Wetterbedingungen dann noch viel schlimmer als am ohnehin schon immens schweren Freitag und wie so viele andere rutschte Zeiringer dann im Laufe der über 26 km langen dritten Sonderprüfungen des Tages in eine schlammige Wiese und kam erst nach gut 3 min. mit Zuschauerhilfe wieder frei.

Damit lagen Gernot Zeiringer und Werner Schröfl plötzlich nur noch auf Platz 5 in der Diesel-Wertung, hinter den Fiat Stilos von Andreas Hulak und Michael Böhm.

„Ich wollte nach diesem Fehler das Tempo erhöhen, jetzt weiß ich inzwischen, daß es genügt hätte, einfach ruhig zu bleiben. Aber hinterher ist man immer gescheiter.“

Auf der fast reinen Schotter-Prüfung „Hollenbach“ schlug das Golf Kit-Car nämlich knapp vor dem Ziel so heftig in eine Böschung ein, daß die Hinterachse verbogen wurde und der Wagen von da an vierspurig lief.

Man konnte die Prüfung zwar noch zu Ende fahren, aber es war von der Sicherheit her unverantwortlich, noch zu versuchen, die folgenden 50 km bis ins Service zu fahren, vom zu erwartenden Zeitverlust ganz zu schweigen. Ironie des Schicksals:

Böhm zerstörte sich im gleichen Graben wenige Minuten später den Intercooler und musste aufgeben, während Hulak zwei Prüfungen später nicht weniger als 7 min. in einer schlammigen Wiese verbrachte....

„Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob wir nächstes Jahr noch einmal mit diesem Auto antreten werden. Wahrscheinlich werde ich jedoch höchstens vier Rallyes bestreiten, da beruflich einiges an zusätzlicher Arbeit auf mich zukommen wird.“

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