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Taffer Bursche

Wer Asphaltstraßen und befahrene Weg hasst, liebt den neuen Ford Ranger. Motorline.cc begab sich auf die Suche nach der Freiheit.

mid/vie

Der Ford Ranger soll den Spagat schaffen zwischen robustem Lastesel und Freizeitfahrzeug mit Pkw-Komfort. Das bekommt er auch ganz gut hin, zumindest was den Innenraum betrifft. In der 5,35 Meter langen Doppelkabinen-Version (Double Cab) sitzen selbst Hünen bequem im Fond; Knie- und Kopffreiheit sind im Übermaß vorhanden.

Im ganzen Innenraum sind zahlreiche Ablagen und Staufächer verteilt. Das Handschuhfach ist so groß, dass ein durchschnittlicher Laptop hinein passt.

Der Pilot hat dank der hohen Sitzposition die perfekte Übersicht. Je nach Ausstattung hat der Ranger Navigationssystem, USB-Buchse, Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie eine Rückfahrkamera an Bord, deren Bild im Innenspiegel angezeigt wird.

Fahrverhalten wie ein Pkw

Das Fahrverhalten erinnert ebenfalls mehr an einen Pkw als an ein Nutzfahrzeug: Der Ranger wankt kaum in Kurven, lenkt und schaltet sich kinderleicht und bietet selbst bei Tempo 150 noch eine annehmbare Geräuschkulisse. ESP ist serienmäßig an Bord. Der Fahrkomfort ist auch auf schlechten Straßen hoch, die Passagiere werden kaum durchgerüttelt.

Trotzdem bleibt der Ranger mit Starrachse und Blattfedern ein echtes Lastentier, schließlich soll er auf europäischen Straßen genau so funktionieren wie auf den Buckelpisten von Afrika und Südamerika.

Der Ranger kann maximal 1.265 kg transportieren und bis zu 3.350 kg als Anhängelast an den Haken nehmen. Das Ladevolumen beträgt 1,21 Kubikmeter. Auch optisch lässt der Ranger das Nutztier heraushängen.

Man habe zu Beginn der Entwicklung viel Marktforschung betrieben, sagt Ranger-Chefdesigner Craig Metros. "Sobald wir den Leuten ein etwas softeres, mehr Pkw-ähnliches Design zeigten, war ihnen das Auto nicht mehr tough genug", sagt Metros. So kam der Ranger zu seiner bulligen Front mit den extrabreiten Querstreben am Grill und dem aggressiven Augenaufschlag.

Staulösungen und starke Motoren

Weil Ford den besten Pickup seiner Klasse auf die Räder stellen wollte, haben sich die Entwickler vom Einfallsreichtum der Marktführer inspirieren lassen. Der Ranger ist bei den europäischen Käufern bislang nämlich bei weitem nicht so beliebt wie Toyota Hilux oder Nissan Navara. Deshalb gibt es beim Ford viele Details wie praktische Staufächer unter den umklappbaren Rücksitzpolstern oder Befestigungsmöglichkeiten für Werkzeuge hinter der Rückbank.

Unter der Haube stecken außer in einigen Spartenmärkten ausschließlich Dieselmotoren. Der Basisdiesel mit 2,2 Litern Hubraum und vier Zylindern leistet 125 PS oder 150 PS. Mit 150 PS und 375 Nm kommt man im Normalfall aus, auch wenn der etwas brummige Selbstzünder schon beim unbeladenen Fahrzeug zwei Tonnen bewegen muss (Double Cab).

Kraftvoller und laufruhiger geht der 3,2 Liter große Fünfzylinder-Diesel mit 200 PS und 470 Nm zu Werke. Hier gleitet man selbst im sechsten Gang noch entspannt durch die Stadt, auch im Gelände schlägt sich der großvolumige Fünfzylinder souveräner. Der Durchschnittsverbrauch des Ranger liegt im Basismodell (ohne Allradantrieb) bei 8,3 Litern pro 100 Kilometer, mit 200 PS und der optionalen Sechsgangautomatik klettert der Durst auf 10,6 Liter.

Bergsteigen auf Knopfdruck

Das neu konstruierte Allradsystem wird nicht mehr per Hebel, sondern mit einem Drehknopf an der Mittelkonsole bedient. Im 2WD-Modus treiben den Wagen nur Hinterräder an. Der Allradantrieb ist bis 120 km/h zuschaltbar und steht auf Knopfdruck mit Geländeuntersetzung (2,48:1) parat.

Dann ist auch das Mittendifferenzial gesperrt. Bei Bedarf schaltet man noch die Differenzialsperre an der Hinterachse hinzu. Mit aktivierter Bergabfahrhilfe kriecht der Wagen einen Hang hinab, ohne dass man bremsen muss.

Erwähnenswert ist die große Wattiefe des Pickups. Der Ranger kann 80 Zentimeter tiefe Furten durchfahren. Motorkomponenten wie der Luftfilter wurden so konstruiert und angeordnet, dass sie gut gegen eindringendes Wasser geschützt sind.

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