4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Wahre Größe

Der neue Mercedes GL wurde optisch behutsam, technisch aber mutiger modernisiert. Wir testen die nunmehr 258 PS starke Diesel-Version.

Georg Koman

Der Mercedes GL ist in den USA und in vielen Ländern außerhalb Europas ein Renner. Bei uns, wo spätestens seit der Wirtschaftskrise Zurückhaltung angesagt ist, sieht man ihn selten. Wenn schon großer SUV, denn doch lieber ML statt GL.

Ist der ML mit seiner Länge von 4,80 Metern doch deutlich kompakter als der 5,12 Meter lange GL, auch wenn er dem GL in Sachen Breite (1,93 m) auf wenige Millimeter nahe kommt. Beide Höhe liegt der GL mit 1,85 Metern wieder unangefochten vorne.

Die Rede ist hier also von einem richtig großen Auto, obwohl das neue Modell gegenüber dem Vorgänger praktisch nicht an Größe zulegte - wäre ja auch lächerlich. An der praktischen Kastenform änderte sich ebenfalls kaum etwas, Front und Heck präsentieren sich im aktuellen Stil des Hauses, und die hinteren Seitenfenster erhielten an ihrer Unterseite einen dynamischen Knick nach oben.

Eine Qualität hat der GL auch in seiner neuesten Version behalten: sein Understatement. Er protzt nicht, er trumpft nicht auf, er lässt nicht den Macho raushängen. Der GL wendet sich an Kunden, die viel Raum und seine unbestrittenen Offroad-Qualitäten benötigen, nicht an solche, die den Größten haben müssen, um damit andere Verkehrsteilnehmer zu beeindrucken.

Innen geht es nunmehr opulenter zu, Dekore in Esche oder Eukalyptus passen bestens zum edel genarbten Armaturenbrett und der aluminium-eingefassten Mittelkonsole.

Das Platzangebot vorne wie hinten entspricht den gewaltigen Außenabmessungen. Auch in der serienmäßigen dritten Reihe - sie ist elektrisch im Boden versenkbar - sitzt es sich selbst für Erwachsene noch recht kommod. Als Siebensitzer bleibt ein Kofferraum mit 295 Liter Stauvolumen, 680 Liter sind es bei der fünfsitzigen Konfiguration, und mit 2.300 Litern trumpft der GL auf, wenn man sämtliche Umlege-Möglichkeiten nützt.

Für den GL stehen drei Motoren zur Auswahl: Auf der Benzinseite sind dies der GL 500 mit einem 4,7 Liter großen V8-Benziner und 435 PS sowie erstmals eine AMG-Variante (GL 63 mit 557 PS). Hierzulande greifen allerdings beinahe alle Kunden zum von uns getesteten Diesel GL 350 Bluetec.

Der überarbeitete Sechszylinder-Diesel hat nach wie vor drei Liter Hubraum, leistet jetzt aber 258 PS (statt 224 PS) und liefert bereits bei 1.600 U/min sein höchstes Drehmoment von 620 Nm. Die Siebenstufen-Automatik ist wie gewohnt serienmäßig. Der V8-Diesel ist nicht mehr erhältlich, geht aber auch nicht wirklich ab.

Wie sich der Mercedes GL 350 CDI fährt, wie durstig er ist und wieviel er kostet, erfahren Sie auf der zweiten Seite.

Weitere Testdetails:

Preise und Ausstattung

News aus anderen Motorline-Channels:

Mercedes GL 350 CDI BlueTEC 4Matic - im Test

Weitere Artikel:

Einer für alle Fälle

Toyota Hilux im Hänger-Alltagscheck

Der Toyota Hilux ist der ideale Alltagsbegleiter für all jene, die eine Vielzahl von Transportaufgaben zu bewältigen haben - in der gesamten Bandbreite im privaten wie im professionellen Einsatz

Offroad-Klassiker wagt 2023 Sprung über den großen Teich

Ford Bronco kommt nach Europa

Die US-amerikanische Geländewagen-Ikone, der Ford Bronco, kommt Ende des nächsten Jahres als Viertürer und Linkslenker in begrenzter Stückzahl in ausgewählten europäischen Ländern auf den Markt. Darunter auch in Österreich und Deutschland.

Nicht mal Fliegen ist schöner

Das ist der Brabus 900 Crawler

Zum 45-jährigen Firmenjubiläum geht Tuning-Profi Brabus aus Bottrop neue Wege: Mit dem Brabus 900 Crawler präsentieren die PS-Spezialisten ihr erstes Supercar mit selbst konstruiertem Chassis und einer weitgehend offenen viersitzigen Karosserie. Man könnte auch sagen: Ein putziges Spielzeug für den Öl-Scheich.

Double Cab Pick-Up mit BMW-Power

Ineos Grenadier Quartermaster enthüllt

Robust, praktisch und im Gelände unschlagbar; das und nicht weniger verspricht Grenadier für ihr nunmehr zweites Modell, den Quartermaster. Dieser kann ab 01. August in Österreich bestellt werden.

Preise zum Marktstart bekanntgegeben

Nissan X-Trail startet bei 38.950 Euro

Wie Nissan Österreich heute bekannt gab, startet der neue X-Trail hierzulande zu Preisen ab 38.950 Euro und ist in den fünf bekannten Ausstattungslinien Visia, Acenta, N-Connecta, Tekna und Tekna+ erhältlich.

Marktstart ist bereits dieses Jahr

Ford Ranger Raptor enthüllt: bulliger Look, viel Power

Die letzten werden die ersten sein, heißt es doch: Während er "normale" Ranger erst 2023 auf den Markt kommt, darf der nun vorgestellte Ranger Raptor, samt seinen 288 PS und feinstem V6-Sound bereits dieses Jahr mit uns in Sand und Dreck spielen. In manchen Märkten gar schon im Sommer.