4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Ein Raubein wird 50 Jahre alt

Vor 50 Jahren erblickte der Unimog S das Licht der automobilen Welt, die Karriere des Arbeitstieres ist aber noch lange nicht zu Ende.

mid/kosi

Seit 1955 hat der Unimog S - auch bekannt als 404 - als belastbares Arbeitstier unter den Nutzfahrzeugen mit einer Spurbreite von 1,60 Metern sowie einem Radstand von 2,67 Metern speziell bei Militärs verschiedener Länder Erfolge.

Seine typischen Kennzeichen hatten sich bis zu seinem Produktionsende 1980 nicht geändert: vier gleich große Räder, Allradantrieb mit Differenzialsperren, hochgeländegängige Portalachsen und eine kleine Pritsche für den Transport von Lasten und Geräten. Daimler-Benz lieferte mit dem Unimog S einen geländetauglichen Kleinlastwagen mit dem 2,2-Liter-Benzinmotor aus der 220er-Limousine.

Das Sechszylinderaggregat leistete 60 kW/82 PS und sorgte für eine Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h - fast doppelt so schnell wie die damaligen dieselbetriebenen Lkw. Aufgrund des sinkenden Bedarfs beim Militär ließ Daimler-Benz die Produktion der S-Variante enden, besann sich auf die ursprüngliche Idee des landwirtschaftlichen Fahrzeugs und baute mit dem MB-trac und 425 Varianten für die Land- und Forstwirtschaft sowie der Feuerwehr.

Ende der 80er Jahre erweiterte Daimler-Benz das Unimog-Programm um den U 2450 L 6x6, einen Dreiachser mit einer Motorleistung von 177 kW/240 PS. Kommunale Betriebe bevorzugen die leichte und mittlere Baureihe, die es seit 1992 gibt und im Jahr 2000 durch drei Modelle U 300, U 400 und U 500 erweitert wurde.

Die Erfolgsgeschichte der Unimogs verdankt der Stuttgarter Hersteller allerdings der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer aus dem schwäbischen Göppingen. Denn das Unternehmen ist Vater und Urheber des Vorläufermodells des Geburtstagskindes Unimog S.

Im August 1948 wurde das Vehikel in Frankfurt/Main auf der Ausstellung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft präsentiert und fand trotz des stolzen Preises von rund 90.000,- Schilling großen Anklang. Da der Hersteller der hohen Nachfrage nicht nachkommen konnte, zog er 1951 ins Gaggenauer Werk von Daimler-Benz umzog. Dadurch wurde die Fertigungszahl von 1.000 Einheiten im Jahr 1951 auf 3.800 Stück im Jahr gesteigert.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Limitierter Retro Defender zum 75ten

Land Rover Works V8 ISLAY EDITION vorgestellt

Land Rover Classic präsentiert sein erstes Heritage-Sondermodell. Mit dem Classic Defender Works V8 Islay Edition feiert der britische 4x4-Spezialist seinen 75-jährigen Geburtstag. Die Retroausgabe startet in zwei Karosserievarianten zum Preis ab rund 263.000 Euro.

Markteinführung im September 2022

Neuer Ford Ranger Raptor ab sofort bestellbar

Für die neueste Generation des Ford Ranger Raptor stehen die deutschen Preise fest. Das kräftige Geländefahrzeug ist ab sofort bestellbar. Bei 64.990 Euro netto (77.338 Euro inklusive Mehrwertsteuer) startet die Preisliste - Markteinführung ist für September 2022 geplant. In Österreich beträgt der Einstiegspreis für den ultimativen Pick-up 91.835 Euro (inklusive NoVA und Mehrwertsteuer).

150.000 Euro nur für den Umbau

Das ist der delta4x4 Rolls Royce Cullinan

Ein Rolls-Royce parkt fast immer in der Garage oder steht an der Pforte eines Palast-Hotels parat. Doch geht es auch ganz anders, wie die Off Road-Experten von delta4x4 demonstrieren.

Einer für alle Fälle

Toyota Hilux im Hänger-Alltagscheck

Der Toyota Hilux ist der ideale Alltagsbegleiter für all jene, die eine Vielzahl von Transportaufgaben zu bewältigen haben - in der gesamten Bandbreite im privaten wie im professionellen Einsatz

Fords Aushängeschild für Inklusion

Goodwood: Ford zeigt den "Very Gay Raptor"

Einfach nur cool, dieses Gefährt: Ford wird bei dem diesjährigen Festival of Speed im südenglischen Goodwood (bis 26. Juni 2022) unter anderem mit dem besonders kräftigen Ranger Raptor-Pick-up der nächsten Generation vertreten sein. Und zwar mit einem ganz besonderen Exemplar.

Der späte Vogel überfährt den Wurm

Ford Ranger Raptor im Test

Die Autowelt ist im Umbruch. Und dann ist da Ford. Die hauen, vermutlich ala „wann, wenn nicht jetzt noch schnell“, die Neuauflage ihres Pick-up-Bestsellers mit dem Motor aus dem Ford GT, einem Bodykit aus Bubenträumen und dem Fahrwerk eines Baja-Rennwagens raus. Komplett vorbei am Markt? Vielleicht. Trotzdem großartig? Verflucht ja.