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Marktstart ist bereits dieses Jahr

Die letzten werden die ersten sein, heißt es doch: Während der "normale" Ranger erst 2023 auf den Markt kommt, darf der nun vorgestellte Ranger Raptor, samt seinen 288 PS und feinstem V6-Sound bereits dieses Jahr mit uns in Sand und Dreck spielen. In manchen Märkten gar schon im Sommer.

Johannes Posch

Die Gerüchte waren wahr: Der Midsize-Pickup bekommt tatsächlich einen 3,0-Liter-V6 EcoBoost-Motor spendiert. In Europa bringt er zwar nicht die satten 392 PS (292 kW) und 583 Nm auf die Straße, die auf anderen Märkten außerhalb des alten Kontinents ausgeschöpft werden, aber für dieses Segment hat er immer noch eine Menge Power: Das Doppelturbo-Aggregat (das quasi identisch mit dem des Bronco Raptor ist) bringt es hierzulande auf 288 PS und 491 Nm. Die Leistung wird über ein Zehngang-Automatikgetriebe auf die Straße gebracht.

Wer hingegen die Niedrigdrehzahl-Power eines Dieselmotors bevorzugt, wird von Ford auch nicht im Stich gelassen. Auch der neue Ranger Raptor wird weiterhin mit Selbstzünder angeboten; Leistungsdaten blieb man aber zum jetzigen Zeitpunkt noch schuldig. Sie dürften sich aber nicht nennenswert von denen des noch aktuellen Ford Ranger Raptor unterscheiden. Zur Erinnerung: Der Zweiliter Biturbo-Diesel leistete bis jetzt 156 kW/213 PS und 500 Nm Drehmoment ab 1.750 U/min – zumindest in Sachen Drehmoment ist er dem V6 also sogar überlegen.

Wer sich allerdings für den Benziner entscheidet, bekommt ein paar ganz besonders feine Technik-Schmankerl spendiert: Zum Beipiel die selbe Anti-Lag-Technologie, die aus dem GT-Supercar und dem Focus ST bekannt ist. Die sorgt dafür, dass die beiden Turbomotoren bis zu drei Sekunden lang weiterlaufen, nachdem man den Fuß vom Gas genommen hat. So hat er für diese Zeit sofort wieder die volle Power, wenn man ihn gleich wieder hart rannehmen will.

Wie von einem Raptor nicht anders zu erwarten, verfügt der Ranger in der höchsten Ausstattungsvariante aber nicht nur über mehr Power, sondern auch über ein deutlich aufgewertetes Chassis und Fahrwerk: stärkere obere und untere Querlenker aus Aluminium sowie ein verbessertes Watt's-Link-System am Heck etwa. Zudem verbaut das blaue Oval FOX 2,5-Zoll-Stoßdämpfer, die die Reibung im Vergleich zur vorherigen Generation halbieren und zudem elektronisch verstellbar sind. Natürlich gibt es im Vergleich zum Standard-Ranger deutlich mehr Federweg und eine um 25 Prozent höhere Dämpfungskraft. Darüber hinaus wurden Verstärkungen an der C-Säule, der Ladefläche und dem Reserverad vorgenommen.

Der Ford Ranger Raptor 2023 für Europa verfügt über einen permanenten Allradantrieb mit einem elektronisch gesteuerten Zweigang-Verteilergetriebe, das bei Bedarf zugeschaltet werden kann. Es gibt Sperrdifferenziale vorne und hinten sowie sieben wählbare Fahrmodi: Normal, Sport, Slippery, Rock Crawl, Sand, Mud/Ruts und Baja. Außerdem verfügt er über den Offroad-Tempomaten Trail Control, der bis zu einer Geschwindigkeit von 32 km/h funktioniert.

Die muskulösen Kotflügel beherbergen 17-Zoll-Räder mit Geländereifen, und am Heck wartet ein auf Wunsch sportlich röhrender Klappen-Auspuff – obgleich auch hier angemerkt wurde, dass der Soundtrack des Ranger Raptor aufgrund der strengen Regulatorien in Europa etwas leiser ausfallen wird als in anderen Märkten. Hier eine kleine Hörprobe:

Im Innenraum finden sich (vermeintlich von Kampfjets inspirierte) Sportsitze, Schaltwippen aus Magnesium und ein B&O-Soundsystem mit 10 Lautsprechern. Hinterm Lenkrad wartet ein digitales 12,4-Zoll-Kombiinstrument, das von einem vertikalen 12-Zoll-Touchscreen mit SYNC 4 und drahtloser Unterstützung für Android Auto und Apple CarPlay begleitet wird.

Ford wird mit der Auslieferung des neuen Ranger Raptor mit EcoBoost-Motor in Europa im Spätsommer beginnen (in Österreich und Deutschland erst Ende des Jahres), der Diesel folgt im nächsten Jahr. Preise fehlen freilich für Österreich auch noch. Diese werden bekannt gegeben, sobald der offizielle Verkaufsstart näher rückt. In Deutschland startet der Wagen ab 64.990 Euro netto (77.338 Euro brutto).

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