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Renault Mégane Grandtour 130 TCe – im Test

Fahren & Tanken

Wüsste man es nicht besser, man hielte den kleinen Turbomotor für ein Aggregat der Zweiliter-Klasse.

Er verleugnet seine Bauart derart gründlich, dass man ihn selbst bei angestrengtem Hinhören nicht pfeifen hört. Daran hat allerdings auch die gute Motordämmung ihren Anteil.

190 Newtonmeter bei 2.250 U/min sorgen für druckvollen Antritt selbst aus niedrigsten Drehzahlbereichen. Der Verbrauch passt dagegen eher zur tatsächlichen Kubatur.

Obwohl der von Renault angegebene Durchschnittsverbrauch von 6,6 Litern etwas optimistisch ist - den erreicht man nur, wenn man nie in städtischen Staus herumkrebsen muss.

Maximal benötigten wir 9,3 Liter, im Schnitt kommt man aber mit rund 7,5 Litern recht locker durchs tägliche Leben. Immer wieder angenehm beim Tanken, dass Renault ohne abschraubbaren Tankdeckel auskommt.

Der Fahrkomfort kann sich sehen lassen, so wünscht man sich modernen französischen Automobilbau. Also nahezu komplettes Wegfiltern von Unebenheiten aller Art und trotz spürbar sanfterer Grundabstimmung als bei der deutschen Konkurrenz keine Laschheit oder Wanktendenz.

Zum Komfort tragen die sanften, aber nicht weichen Sitze auch ihr Scherflein bei. Wie immer positiv bei Renault: extrem weit herausziehbare Kopfstützen.

Im Grenzbereich untersteuert der Mégane zwar, aber keineswegs unangenehm, hier sorgt auch der leichte Motor für eine ausgeglichene Gewichtsverteilung. Die Schaltung ist leichtgängig und präzise, die elektrische Servolenkung spricht schnell an.

Und dank Fahrschemel an der Vorderachse gibt es praktisch keine Antriebseinflüsse. Die wirksamen Bremsen melden sich stets prompt zur Stelle, wer scharfes Ansprechen mag, wird mit ihnen glücklich sein, ESP ist serienmäßig mit von der Partie.

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