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Finanzplan abgelehnt

Schlechte Nachricht: Saab ist insolvent

Keine Finanzhilfe vom schwedischen Staat: Im 60. Jahr ihres Bestandes muss die GM-Tochterfirma Saab um Gläubigerschutz ansuchen.

Johannes.Gauglica@motorline.cc

Als erster Zweig des Autokonzerns General Motors muss Saab aus akuter Geldnot unerfreuliche Konsequenzen ziehen.

Seit dem Jahr 2000 gehört Saab zu 100 Prozent zu General Motors, seit 2001 hat man in Trollhättan keinen Gewinn mehr gemacht. Voriges Jahr hat die schwedische Marke einen Verlust von 248 Millionen Dollar eingefahren.

2010 in die Unabhängigkeit?

Im jüngsten Sanierungskonzept von GM wird, und das ist keine Neuigkeit mehr, von drei Marken als "Rotstift-Opfern" gesprochen.

Trennen will man sich von Saab, dem Allrad-Produzenten Hummer und der US-Marke Saturn, die unter ihrem Label Produkte anderer GM-Divisionen vertreibt.

(Außerdem soll Pontiac auf eine Nischenmarke zusammengestutzt werden - Details finden Sie im von General Motors veröffentlichten Sanierungsplan.)

Der Plan des Mutterkonzerns für Saab bestand in einer schrittweisen Abnabelung.

Der seit 1949 aktive Hersteller sollte wieder auf eigene Füße gestellt und spätestens Anfang 2010 auf die eine oder andere Weise in die Unabhängigkeit entlassen werden.

Die anhaltende Krise hat jedoch eine Beschleunigung der GM-Finanznot mit sich gebracht.

Kein Geld für den Neustart

Genau wie in den USA, Kanada, Australien und Deutschland hat sich GM auch in Schweden um staatliche Finanzhilfe bemüht, um die Marke überhaupt intakt bis zu diesem Trennungszeitpunkt bringen zu können.

Es ging um 570 Millionen Dollar, und die schwedische Regierung hat die GM-Unterhändler jetzt abblitzen lassen: der Konzern wolle seine Verantwortung als Eigentümer auf die schwedischen Steuerzahler abwälzen, heißt es dort.

Deshalb musste in Anbetracht der prekären Lage der Saab-.Vorstand die Konsequenzen ziehen und um Gläubigerschutz ansuchen; jetzt geht man an eine Reorganisierung.

Produktoffensive

Diese Entwicklung kommt ausgerechnet im Moment einer Produktoffensive der skandinavischen Marke, die in letzten Jahren mit echten Neuheiten nicht geglänzt hat.

In Genf zeigt man den Nobel-Allradler 9-3X, in Frankfurt soll der neue 9-5 auf der Plattform des Opel Insignia Premiere feiern. Ebenfalls in Arbeit ist das SUV-Modell 9-4X.

Die Produktion geht voerst weiter. Saab-Fahrzeuge laufen auch in Österreich vom Band: Magna Steyr baut das 9-3 Cabrio.

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