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Gordon Murray designt Ideales Stadtauto

Formel gscheit

Arbeitstitel T.25: Der Rennwagen-Konstrukteur übt sich an einer Spezialkonstruktion ganz anderer Art, in Zukunft auch komplett elektrisch.

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Neben einigen F1-Boliden hat er auch den Supersportwagen McLaren F1 und den spartanischen Straßen-Monoposto Rocket entworfen; mit seiner neuen Firma geht Gordon Murray jatzt auf ein gänzlich anderes Segment des Automarktes los.

Der gebürtige Südafrikaner hat mit seinem Unternehmen einen Stadtflitzer entwickelt, der ab 2012 die Straßen erobern soll. Der T.25 ist kleiner als beispielsweise ein Smart, nur 550 Kilo schwer und in den Bereichen Benzinverbrauch und Schadstoff-Emissionen angeblich im "grünen Bereich".

Am Montag stellte Murray sein Projekt in Oxford erstmals in der Öffentlichkeit vor. Drei Jahre lang wurde der Wagen entwickelt, ein erster Prototyp ist nun im Testbetrieb. Der fesche T.25 ist so schmal, dass zwei Fahrzeuge nebeneinander auf einer Fahrspur fahren können.

Diese Idee ist nicht ganz neu (so gibt es seit geraumer Zeit einen extraschmalen Elektrowagen namens Tango), aber hier konsequent umgesetzt.

Stapelbar

Die kompakte Bauweise würde es erlauben, drei Autos in eine Parklücke normaler Größe zu manövrieren. Mit einem Wendekreis von nur sechs Metern wird das Ein- und Ausparken wohl ein Kinderspiel sein. Das Einsteigen geht dank einer komplett nach vorne schwingendne Kabine (nur Spötter denken sich jetzt "Isetta") nicht ohne Drama vor sich.

Das Murray-Mobil hat sogar gewisse Ähnlichkeiten mit dem McLaren F1. Denn auch beim T.25 sitzt FahrerIn zentral, bis zu zwei Passagiere finden in seitlich zurückversetzten Sitzen Platz. Revolutionär, und eigentlich uralt, ist der Produktionsweg.

Auto mit Hut

"Den Bauprozess eines Fahrzeuges habe ich mit 'iStream' komplett anders gestaltet", sagt der 64jährige Murray. Beim neuen "iStream"-Konzept wird das Chassis samt Motor, Bremsen, Achsen und Getriebe vorgefertigt, anschließend werden je nach Ausstattungsvariante eine Hülle und ein Dach aufgestülpt. Das erinnert im Prinzip an das klassische Konzept der Karossiers aus der Zeit vor der selbsttragenden Bauweise.

Im Innenraum lassen sich je nach Bedarf mit wenigen Handgriffen verschiedene Konfigurationen einstellen: mehrere Passagiere oder mehr Stauraum. Der Wagen wird von einem 51 PS starken Dreizylinder-Benzinmotor angetrieben und soll 2012 für einen Preis von umgerechnet knapp 7.500 Euro auf den Markt kommen. Murray arbeitet parallel bereits an einer Elektroversion des City-Flitzers (Projektname T.27), der ein Jahr später für rund den doppelten Kaufpreis erhältlich sein soll.

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