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Rückkehr einer Legende

Mit dem 208 GTi lässt Peugeot die Tradition seiner schnellen Kleinwagen wieder aufleben. Mit 200 PS und 6,8 Sekunden auf 100 geht der Neue ins Rennen.

mid/ms

Frech, forsch, französisch. Ende der 80er-Jahre gehörte der Peugeot 205 GTI zu den stärksten Kleinwagen seiner Klasse - und brachte der Marke mit dem Löwen-Emblem eine gehörige Portion Image ein. Beim Kürzel GTI denkt wohl jeder zunächst an den berühmten Golf GTI, der seit 1976 die sportliche Ikone unter den Kompakt-Modellen ist.

Dagegen hatte andere Marken wenig auszurichten. Peugeot versuchte es ab 1984 mit dem 205 GTI, und dies gar nicht mal schlecht. Insgesamt liefen 332 932 Einheiten vom Band; zunächst mit 77 kW/105 PS, später dann mit 94 kW/128 PS. Die Leistung war mehr als genug für nicht einmal 900 Kilo Leergewicht. Peugeot durfte sogar das gleiche Kürzel benutzen. Vermutlich hat Volkswagen damals nicht so genau hingeschaut oder war schlicht geblendet vom Erfolg des eigenen GTI.

Ob es jetzt Telefonate zwischen Wolfsburg und Paris gegeben hat, lässt sich nur spekulieren. Fakt ist: Peugeot schreibt an seinem 208 nun die Typenbezeichnung mit kleinem "i". Groß dagegen bleibt der Auftritt des kompakten Franzosen, der mit seinen knapp vier Metern in der Polo-Klasse zu Hause ist. Hier fährt er sowohl gegen den etablierten Wolfsburger als auch gegen die Modelle aus dem Hause Opel, Renault, Seat, Fiat, Citroen und Mini.

Äußerlich kleidet sich der 208 GTi mit den gängigen Zutaten der Tuning-Branche, allerdings in sympathisch-dezenter Weise. Eine geänderte Frontschürze, Seitenschweller, Dachspoiler, rote Bremssättel und einige Chromapplikationen inklusive des eingefassten GTi-Zeichens an der C-Säule drücken aus, dass mehr Leistung als üblich unter der Haube steckt. In diesem Peugeot sind es immerhin 147 kW/200 PS.

Der 1,6 Liter großen Turbo-Vierzylinder-Benzinmotor ist einst in Zusammenarbeit mit BMW entstanden und unter anderem auch in Mini-Modellen verbaut. Dem 208 GTi verhilft er zu äußerst flotter Fahrdynamik. Er hängt feinfühlig am Gas und setzt jeden Befehl augenblicklich in Vortrieb um. Der Sprint von null auf 100 km/h ist nach 6,8 Sekunden erledigt. Die Höchstgeschwindigkeit des kleinen Peugeot liegt bei 230 km/h. Für den Normverbrauch gibt Peugeot 5,9 Liter Super an. Wer den Wagen etwas forscher ran nimmt, kann aber mit acht bis neun Liter Super rechnen.

Zur tollen Leistungsentfaltung haben die Techniker dem Motor zudem einen kernigen Sound mit auf den Weg gegeben. Besonders auf leeren Landstraßen mit seichten Kurvenkombinationen verspricht der 208 Fahrfreude pur. Das ist nicht zuletzt auch das Ergebnis einer guten Gesamtabstimmung. Zielgenau und handlich lässt sich der 208 GTi ums Eck scheuchen und bleibt dabei stets gutmütig und sicher beherrschbar. Für sportlich ambitionierte Puristen wäre ein härteres Fahrwerk wünschenswert. Doch Peugeot hat sich bewusst für mehr Komfort und Alltagstauglichkeit entschieden.

Im Interieur haben sich die Designer redlich Mühe gegeben, alles auf coole Sportlichkeit zu trimmen. Dazu gehören ein unten abgeflachtes Lederlenkrad, Alu-Pedalkappen, Metalleinfassungen, rote Kontrastnähte, eine rote LED-Umrandung für die Instrumente sowie schicke Schalensitze. Auch bei der Komfortausstattung zeigen sich die Franzosen großzügig. Von der Zweizonen-Klimaautomatik über das Panorama-Glasdach bis hin zu Sitzheizung und 7-Zoll-Touchscreen ist alles an Bord.

Lediglich bei einer Frage müssen die Peugeot-Verkäufer "sorry" sagen. Ein knackiges Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltpaddels am Lenkrad, wie es bereits einige der Konkurrenten bieten, ist auch gegen Geld und gute Worte nicht zu bekommen.

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