AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Rainer Behounek

Bei so einem scharfen Äußeren möchte man eigentlich nur weg damit. Also nichts wie weg! Noch bevor der Gedanke aufkommt, dass die Schaltwege eine Spur zu lang sind, malt auch schon das mächtige Drehmoment ein Statement in den Asphalt.

Die 380 Nm, die in jeder Lage spürbar sind, lösen den Null-auf-100-Wert in Luft auf, bei soviel Punch unterm Hintern ist es reichlich egal, wie schnell man von wo auf wo ist.

Egal, ob auf der Autobahn oder am Land, dass bei 1.750 bis 3.250 U/min anstehende Drehmoment fühlt sich nicht nur großartig an, es zeigt auch gleich, warum der GTD so herrlich zu fahren ist.

Wer wenig verbrauchen möchte, der streichelt das Gaspedal und sitzt in einem gewöhnlichen Diesel-Golf. Und wer Spaß haben möchte, gibt Gas und ist nirgends untermotorisiert.

Der Verbrauch wird von Volkswagen mit 4,3 Liter angegeben, die doch ein Stück von der Realität entfernt sind. Allerdings macht man auch mit den von uns im Test ermittelten 5,9 Litern auf 100 Kilometer eine ausgezeichnete Figur, VW hat den Spagat zwischen viel PS und moderatem Verbrauch gemeistert.

Darum geht es doch auch irgendwie beim GTD. Der Top-Golf für zur Ruhe Gekommene, die neben dem Spaß einfach ein solides Alltagsauto möchten, aber in der Garage nur Platz für ein Auto haben.

Was muss man für den VW Golf GTD auslegen? Als 2-Türer und 6-Gang-Schalter startet der 184 PS-Diesel bei 30.730 Euro, als 4-Türer bei 31.570 Euro.

Der GTD liegt also um rund 1.000 Euro unter dem GTI-Basispreis. Das ist zwar günstiger, die Frage: „Hat wohl nicht zum GTI gereicht?“ fährt angesichts des geringen Unterschiedes aber glatt ins Leere.

Das DSG-Getriebe kostet mindestens 2.370 Euro Aufpreis. Farbe kostet nichts, der legendär karierte Stoff im Innenraum kommt auf 750 Euro. Zusätzlich enthalten beim Testwagen ist das Komfortpaket um 730 Euro und das Mediapaket um 491 Euro. Der Endpreis beläuft sich daher auf 33.545 Euro.


Plus

+ drehmomentstarker Dieselmotor
+ sehr gutes Leistungs-/Verbrauch-Verhältnis
+ dynamisches Fahrverhalten
+ Top-Verarbeitung

Minus

- leicht günstiger als der GTI, aber nicht günstig

Resümee

Der VW Golf GTD ist nicht schneller als der GTI, auch nicht rasanter und rassiger. Dafür zeichnet sich der Top-Diesel durch sein mächtiges Drehmoment im unteren Touren-Bereich aus. Zudem bietet er einen Topverbrauch, ohne gefühlt langsamer als der GTI zu sein. Kurz: Der GTD ist der ideale Zeitgenosse für alle, die Spaß und Vernunft verbinden möchten.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

VW Golf GTD VII - im Test

Weitere Artikel:

Auf der Suche nach einem neuen Autoreifen, kann man schnell feststellen, dass moderne Reifen mit Hinweisen auf besondere Witterungsresistenz versehen sind. Grund hierfür sind die klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre.

Die Welt-Leitmesse zum Thema Caravan

Gradmesser der Branche: Caravan Salon Düsseldorf

Die Strahl- und Anziehungskraft der größten Leistungs-Show von Reisemobilen, Caravan und Tourismus ist erneut auch durch die 64. Ausgabe – seit 1994 in Düsseldorf – bestätigt worden. Fast 270.000 Besucher – nicht nur aus DACH, Benelux und den weiteren zentraleuropäischen Anrainern, sondern aus 41 Ländern sorgten für die zweitbeste Resonanz in den Hallen am Rhein.

Wie Gutachter nicht nur beim Geld sparen helfen

Was tun, wenn’s kracht?

Ein Verkehrsunfall bringt mehr als nur Blechschäden mit sich. Unsicherheit, der Stress der Regulierung und das Risiko, finanzielle Einbußen zu erleiden, sind meist mit an Bord. Hier kommen unabhängige Kfz-Gutachter ins Spiel.

Do-it-yourself-Wartungen und -Reparaturen

Die perfekte Heim-Werkstatt für Motorrad- und Autoliebhaber

Für viele Motorrad- und Autoliebhaber ist eine eigene Heim-Werkstatt die Idealvorstellung. Zwischen Werkzeugschrank, Hebebühne und Schrauberhocker soll ein Bereich entstehen, in dem Wartungen, Reparaturen und Umbauten in Ruhe durchgeführt werden können.

Was passt zu Ihrem Alltag?

Auto-Abo, Carsharing oder eigenes Fahrzeug

Mobilität als Alltagskonzept verändert sich. Während das eigene Auto jahrzehntelang als selbstverständlich galt, stehen heute gleich mehrere Alternativen zur Verfügung. Auto-Abos, stationsbasiertes oder freies Carsharing und klassische Kaufmodelle konkurrieren miteinander.

Pirelli P Zero: Jubiläum des sportlichen Reifen

P Zero: „Vorsicht bissig“ seit 40 Jahren

Wenn sich ein Reifen in den Asphalt verbeißt wie die Derivate des Pirelli P Zero, dann klappen die Hot Laps auch auf ungewohnter Piste. Zu Besuch bei Pirelli, inklusive Headquarter, Comer See und Temple of Speed