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3 Türen für ein Halleluja

Der Kalos bekommt Zuwachs: Sein dreitüriger Ableger setzt auf die bewährten Qualitäten des Fünftürers, sieht aber noch etwas sportlicher aus.

Manfred Wolf

  • Hier finden Sie zahlreiche Fotos des Chevrolet Kalos

    Der Daewoo, pardon, Chevrolet Kalos zählt – trotz seines erst kurzen Autolebens – bereits jetzt zu den populärsten Vertretern der Kleinwagenklasse. Er ist das meistexportierte Auto Koreas, wurde seit 2002 alleine in Europa mehr als 236.000-mal verkauft und im Jahre 2004 haben 1.300 Stück davon in Österreich einen neuen Besitzer gefunden.

    Um den Erfolg des Modells noch zu steigern, bringt Chevrolet jetzt den Dreitürer, der mit seiner etwas dynamischeren Erscheinung sportlich orientierte Kunden angeln soll. Nach der Weltpremiere am Pariser Automobilsalon debütiert die dreitürige Modellvariante in Österreich auf der Vienna Autoshow am 19. Jänner, die ersten Exemplare rollen dann am 3. März zu den heimischen Händlern.

    An den Außenabmessungen (Länge/Breite/Höhe: 3.880/1.670/1.495 Millimeter) hat sich gegenüber seinem fünftürigen Bruder zwar nichts geändert, rundum wird sein sportlicher Auftritt aber von aerodynamisch optimierten Anbauteilen wie modifizierten Stoßfängern und markanten Beplankungen an den Seitenschwellern unterstrichen.

    Die großen Türen ermöglichen ein leichtes Einsteigen, lediglich beim Anlegen der Gurte muss man weit nach hinten greifen. Dafür sind die Sitze mit etwas ausgeprägteren Seitenwangen an Sitzfläche und Lehne ausgestattet, dass der Engagierte beim „Sportln“ im Sattel bleibt. Sonst ist eigentlich alles beim Alten geblieben. Viel Platz (bis 980 Liter Laderaumvolumen), ordentliche Verarbeitung, tolle Geräuschdämmung.

    Egal zu welchem der zwei Vierzylinder-Benziner (72 oder 94 PS) gegriffen wird: Die Motorengeräusche bleiben, ebenso wie die Windgeräusche, nobel im Hintergrund, die Lautstärke bewegt sich auf einem Niveau, das einem Kleinwagen eher selten zugetraut wird.

    Am Besten passt klarerweise der stärkste Vertreter aus diesem Duo zum sportlichen dreitürigen Kalos: Er beschleunigt in 11,1 Sekunden auf Tempo 100 km/h und erreicht respektable 176 km/h Höchstgeschwindigkeit. An der Tankstelle soll er laut Chevrolet dennoch Freude machen, der Durchschnittsverbrauch wird vom Hersteller mit 7,0 Litern auf 100 Kilometer angegeben.

    S und SE heißen die beiden Ausstattungsversionen für das schwächere der beiden Kalos-Modelle, bereits die S-Version bietet ab Werk ein in der Neigung verstellbares Lenkrad, getönte Frontscheibe, Scheibenwaschanlage am Heck und RDS-CD-Radio. Der 94 PS starke Kalos 3D ist nur in der Ausstattungsversion SE Plus zu haben, darin ist unter anderem eine Klimaanlage, Dachspoiler am Heck oder die fernbedienbare Zentralverriegelung enthalten.

    Der Kalos 3D 1.2 S ist schon ab 9.990,- Euro zu haben, für das Topmodell, den 1.4 SE Plus will der Chevrolet-Händler ihres Vertrauens 12.990,- Euro.

    Common-Rail-Diesel ab 2006 auch in Österreich

    Die wahrscheinlich beste Nachricht für Österreich: Bis Mitte 2006 gibt es hochmoderne Common-Rail-Dieselmotoren, die in einer eigens gebauten Produktionsstätte in Korea gefertigt werden. Das Know-How kommt von VM-Motori, kurioserweise einem Tochterunternehmen der Daimler-Chrysler Gruppe.

    Woher das Wissen stammt, sollte uns letztendlich aber egal sein, die ersten Eckdaten versprechen jedenfalls einiges: Neben einem 1,5 Liter Dreizylinder Turbo kommt ein 2,0 Liter Vierzylinder Turbo, letzterer einmal mit fixer und einmal mit variabler Geometrie. Von bis 330 Newtonmeter Maximal-Drehmoment ist die Rede, das Common-Rail-System stammt von Bosch.

    Parallel dazu wird eine völlig neue Fünfgang-Automatik entwickelt. Die Motoren erfüllen selbstverständlich Euro IV und – man höre und staune – laut Dr. Jake Rhee, dem Leiter der Abteilung Antrieb des GM-Daewoo Technical Centre, werden von Beginn an in Eigenregie entwickelte Dieselpartikelfilter serienmäßig verbaut.

    Nubira, Lacetti und Kalos in Österreich bald „geladen“?

    Einen ganz anderen Weg geht der Schweizer Chevrolet-Importeur, um noch mehr Vielseitigkeit in das Fahrzeugangebot zu bringen: Er lässt bei der Schweizer Firma Delta Motor Kompressor-Kits in Nubira. Lacetti und Kalos verbauen. Das ergibt zwischen 131 (Kalos) und 170 (Nubira und Lacetti) Pferdestärken.

    Wir hatten das Vergnügen, sowohl den erstarkten Kalos, als auch den Power-Lacetti zu probieren. Während die Tuning-Maßnahmen den Kalos beinahe überfordern (Federn/Dämpfer und vor allem die Bremsen zeigten sich ob der neuen Fahrleistungen etwas überrascht), gibt der Lacetti auch im normalen Serien-Trimm eine super Figur ab

    Laut Chevrolet-Geschäftsführer Michael Röck wird über eine Einführung am österreichischen Markt (natürlich inklusive aller erforderlichen Genehmigungen) intensiv nachgedacht, wir hoffen auf eine baldige (positive) Entscheidung und haben uns vorsorglich schon um einen Testwagen angestellt…

    Alle Infos über den Wechsel von Daewoo zu Chevrolet und viele weitere interessante Fakten über die Zukunft von Chevrolet erfahren Sie im Artikel "Daewoo wird Chevrolet" in der rechten Navigation!

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