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Der mit dem Golf tanzt

Mit dem i30 präsentiert Hyundai ein komplett neues Fahrzeug im heiß umkämpften C-Segment. Motorline.cc hatte schon die Möglichkeit erste Fahreindrücke zu sammeln.

Stefan Gruber

  • Hier finden Sie viele Bilder vom Hyundai i30!

    Für die meisten Hersteller ist das C-Segment für den Markterfolg sehr entscheidend. Als Hyundai vor 15 Jahren nach Österreich gekommen ist, konnte man mit dem Pony erste kleine Erfolge in diesem Segment verzeichnen. Doch die letzten Jahre hatte die koreanische Marke gerade in diesem Segment kein adäquates Produkt.

    Mit dem komplett neuen i30 möchte man aber den Anschluß zu Golf & Co finden, was nach unseren ersten Eindrücken durchaus gelingen sollte.

    Das neue Selbstbewusstsein von Hyundai merkt man auch gleich bei der Namensgebung, für das Hoffnungsmodell wurde eine neue markenübergreifende Typenbezeichnung ins Leben gerufen. Das „i” steht dabei für „inspiration”, „innovation” und „integration” und wird zukünftig auch bei allen anderen Hyundai-Modellen vor einer zweistelligen Zahl stehen, „30” steht für das C-Segment, der i10 wird dann der Atos-Nachfolger werden.

    Beim Design hat man sich sehr auf den europäischen Geschmack konzentriert und ist keine Experimente eingegangen. Der i30 wirkt sehr gefällig und schon auf den ersten Blick sehr hochwertig, vor allem im Innenraum, der sicher das Design-Highlight darstellt.

    Während sich an den hochgezogenen Heckleuchten vielleicht noch einige gewöhnen müssen, so ist der Innenraum jeder Kritik erhaben. Das Design ist sehr modern, die Materialien vermitteln einen hochwertigen Eindruck und die Ergonomie ist auch top. Radio und Lüftungsbetätigung sind sehr hoch angeordnet und dadurch auch bei der Fahrt sehr gut und intuitiv zu bedienen. Die Armaturen und Schalter sind zudem sehr übersichtlich, und in der Nacht sind jetzt auch Fensterheber und Lenkradtasten beleuchtet, was vor einigen Jahren nur wenige Hersteller hatten, die Koreaner und Japaner hatten dieses Feature aber nicht.

    Ein zwar objektiv sehr kleines Highlight, jedoch subjektiv ein Meilenstein, ist die Tatsache, dass der Zündschlüssel nun auch klappbar ist und mit der Fernbedienung für die Türverriegelung eine Einheit bildet – das zwei Modul-System, bei dem Schlüssel und Ferbedienung getrennte Einheiten waren, ist nun auch bei neuen Hyundai-Modellen Schnee von gestern.

    Auffallend sind auch die guten Platzverhältnisse für ein Auto dieser Klasse, sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Reihe und im Kofferraum. Bei einer Außenlänge von 424 cm bietet der i30 einen Radstand von 265 cm – zum Vergleich: Der Klassenprimus VW Golf kommt auf einen Radstand von nur 257,8 cm.

    Nachdem wir jetzt schon mal von den „Standqualitäten” des i30 überzeugt sind, wollten wir natürlich auf einer ersten Testfahrt auch die Fahrqualitäten prüfen, und auch hier können wir nur Gutes berichten. Wir hatten die Gelegenheit, den 1,6 Liter CRDi Dieselmotor mit 115 PS zu fahren, was vermutlich die beliebteste Motorisierung in Österreich sein wird.

    Schon gleich nach dem Start fällt einem die angenehme Geräuschkulisse auf, welche der i30 auch auf der Autobahn behält – kein Dieselnageln und kaum Fahrgeräusche dringen selbst bei hohem Tempo an die Ohren der Passagiere. Dafür gesellt sich jede Menge Fahrspaß hinzu, denn der 1,6 Liter Diesel ist nicht nur sehr flott zu bewegen, auch das Fahrwerk und die Federung sind für sportlich orientierte Fahrer ein Traum. Auf kurzen Wellen kommt einem das Fahrwerk zwar schon eine Spur hart vor, dafür konnten wir die kurvigen Straßen der Weinstraße so richtig genießen, wo sich der i30 genauso zu Hause fühlt wie in der Stadt, wo er mit einer guten Rundumsicht punkten kann.

    Auch Lenkung und Schaltung sind sehr gut, was den positiven Gesamteindruck noch abrundet.

    In Österreich wird der i30 ab Mitte Juli verfügbar sein, die Kunden können zwischen acht Ausstattungsvarianten wählen. Bei der Basisversion „i30” stehen schon ABS, CD-Radio mit MP3-Funktion, elektrische Spiegelverstellung, sechs Airbags und eine Zentralverriegelung zur Verfügung. ESP gibt es erst aber der Ausstattungsvariante „Spirit”, welche sportlich orientierte Kunden ansprechen soll. Vor der Spirit-Variante gibt es noch den Comfort, der dann zusätzlich zum „i30” unter anderem noch über elektrische Fensterheber vorne und hinten, Klimaanlage und ein gekühltes Handschuhfach verfügt. Das Topmodell ist dann der „Style+”, bei dem schon Klimaautomatik, elektrische anklappbare Außenspiegel, Sitzbezüge in Stoff/Lederkombination und eine Einparkhilfe mit dabei sein.

    Bei den Motoren können die Kunden zwischen drei Diesel- und drei Benzinmotoren wählen. Die Benziner gibt es als 1,4 CVVT mit 105 PS (77 kW), 1,6 CVVT mit 115 PS (85 kW) und als 2,0 CVVT mit 143 PS (105 kW), für die Dieselfreunde stehen ein 1,6 CRDi mit 90 PS (66 kW), ein 1,6 CRDi mit 115 PS (85 kW) und ein 2,0 Liter Diesel mit 140 PS (103 kW) zur Verfügung. Bis auf den 90 PS Diesel verfügen alle Dieselmodelle über einen Dieselpartikelfilter.

    Das nächste Highlight ist dann der Preis: Den 1,4 CVVT in Basisausstattung gibt es schon ab 13.990,- €, der günstigste Diesel kommt auf 15.490,- €. Für die Comfort Version sind dann zwischen 15.690,- (Comfort 1,4 CVVT Benzinmotor) und 20.690,- € (Comfort+ 1,6 CRDi 115 PS) fällig. Das günstigste Modell mit ESP ist der 1,6 CVVT in Spirit-Ausstattung, der um 18.390,- € das Verkaufslokal verlassen soll. Topmodell ist der 2.0 CRDi Style+, der mit 25.590,- € zu Buche schlägt.

    Kurzum: Der Hyundai i30 hat das Zeug, um das C-Segment aufzumischen. Sowohl Preis als auch Leistung stimmen, und der i30 ist eine richtige Alternative für alle, denen Image nicht so wichtig ist, jedoch zum fairen Preis viel Qualität und Fahrspaß wollen.

    Technische Daten, Preise und Ausstattung zum Hyundai i30 finden Sie in der rechten Navigation!

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