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Von A nach B unter 20.000 Euro

Selbst wenn man zum Aygo X Play das Design- und das Komfort-Paket dazubestellt, steht noch lang kein Zweier an erster Preisstelle. Unterwegs mit 998 ccm und 72 PS: Da ist immer Schwung nötig und hoffentlich fährt hinten keiner mit.

Mag. Severin Karl

Bei Toyota beginnt nun auch beim Aygo X das Hybridzeitalter. Aber wir konnten im November 2025 noch einmal den Axgo X als reinen Benziner mit dem 72 PS "starken" Aggregat testen. Als Aygo X mit dem Zusatz Play wird die absolute Basis unterstrichen. Der will nur spielen, sonst nichts. Wirklich nichts. Mit Automatik und der feinsten Ausstattung Explore standen in der damaligen Preisliste 25.090 Euro in der Preisliste. Soviel zur Bandbreite des Verbrenner-Aygo-X. Nachdem sich keiner tatsächlich das absolute Brot-und-Butter-Modell antut, hat Toyota dann doch zwei Pakete spendiert. Mit dem Design-Paket fanden 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und abgedunkelte Scheiben hinten sowie Nebelscheinwerfer ins Auto. Dazu kommt das Komfort-Paket mit einem intelligenten Zugangs- und Startsystem, Regensensor, Sitzheizung vorne, Klimaautomatik und einem Warnsignal bei offener Heckklappe. Fast schon zu viel Luxus, wenn man eigentlich nur von A nach B geschupft werden will – dennoch schafft es das Testfahrzeug nicht, die 20er-Hürde zu knacken, der Preis hält bei 19.774 Euro.

Die Welt aus den Angeln heben mit 93 Nm

Ob der Aygo X bloß ein City-Car ist, hängt von der Geduld und der Gleichmut des Fahrers ab. Denn in der Stadt wuselt der 3,7 Meter lange Japaner nur so um die Ecken und schreit fast danach, sich beim Parken die kleinsten Lücken zu suchen – um den dicken SUVs den bitter nötigen Platz zu lassen. Auf der Autobahn wird es dann ein wenig tricky, denn man benötigt Schwung, um den knapp einen Liter großen Benziner auf Steigungen bei Laune zu halten. Zwingen einen andere dazu, abzubremsen, wird es schwierig wieder aufzuschließen. Da bringt es auch wenig, wenn man das manuelle Fünfgang-Getriebe fleißig rührt. 93 Nm Drehmoment – und das bei 4.400 Touren – heben die Welt nicht aus den Angeln.
4,8 Liter verzeihnet das Datenblatt als Bestwert im WLTP-Zyklus, in unserem Testalltag waren es etwa 5,5 Liter, die auf 100 Kilometer gerechnet aus dem 35-Liter-Tank gezuzelt wurden. Maximal, wenn die Hektik der Welt über uns herinbrach, waren es 6 Liter. Auch das ein guter Wert.

Das Infotainment bietet keinen klassischen Audio-Aus-Knopf, auch die Lautstärke ist für den Fahrer am Lenkrad besser zu regeln als für den Beifahrer. Für den Touchscreen gibt es keine g'scheite Fingerführung, auch wenn eine Mulde darunter scheinbar dafür gedacht ist. Auf holpriger Straße wird es so schwierig, die richtigen Felder zu treffen. Positiv überrascht hat uns die Spurführung, die für ein derart kleines Auto hervorragend arbeitet. Die Schalter für die Sitzheizung sind etwas versteckt, aber dafür leuchtet es im schwarzen Feld oberhalb des Warnblinker-Schalters, wenn eine Sitzheizung aktiv ist. In den Türen finden sich Flächen in Wagenfarbe, ein klassisches Kleinstwagen-Sparmotiv. Externe Geräte werden über einen (!) USB-C-Slot im gesamten Fahrzeug geladen. Dafür wurde die Klimaanlage mit einer eigenen Bedieneinheit versehen und ist leicht zu justieren. Es gibt ein großes Handschuhfach. Zum Ausschalten des Tempopiepsers geht man über die Lenkradtasten ins Menü des Bordcomputers, überhaupt können hier zahlreiche Entscheidungen getroffen werden.

Etwas düster sieht es im Fond aus: Es gibt wenig Beinfreiheit, keine Taschen in den vorderen Sitzen und vor allem gehen die Türen nicht weit genug auf. Dazu kommen die Ausstellfenster, die nur einen Mini-Spalt weit zu öffnen sind. Eine Kindheit mit diesem Auto stellen wir uns eher schwierig vor.

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