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Auf allen Vieren

Mercedes bricht bei seinen AMG-Modellen mit dem Dogma des Hinterradantriebs und bietet sie ab jetzt auch mit Allradantrieb an.

Georg.Koman@motorline.cc

Für seine Performance-Fahrzeuge mit den drei bekannten Buchstaben A, M und G verkündete Mercedes bis jetzt die reine Lehre des Hinterradantriebs - abgesehen von den SUV-Varianten natürlich.

Unbestritten bringt die Entkoppelung der Lenkung von Antriebseinflüssen sowie die neutrale Gewichtsverteilung fahrdynamische Vorteile und Fahrspaß, aber irgendwann stößt man an die Grenzen der Physik. Bei Leistungsspitzen von weit über 500 PS und Drehmomenten in Richtung 1.000 Nm tun sich vier angetriebene Räder eben leichter.

Daher gibt es den E 63 AMG in seiner neuesten Version ab dem 13. April auch mit dem Allradantrieb 4Matic. Dieser wuchtet im Normalfall 67 Prozent der Leistung auf die Hinterräder. 33 Prozent auf den Vorderrädern reichen dem Gerät, das aus 5,5 Litern Hubraum dank Biturbo-Aufladung 557 PS holt, für eine 0-100-Zeit von 3,7 Sekunden. Zum Vergleich: Die nach wie vor erhältliche Hecktriebler-Version benötigt 4,2 Sekunden.

Die AMG-Modelle unterscheiden sich von den Normalvarianten unter anderem durch einen vorderen Stoßfänger mit mächtigen Lufteinlässen, der Leistung angepasste Bereifung und Bremsen sowie und einen unfassbaren V8-Sound, der rotzig und laut genug ist, um geil zu sein, aber nicht rotzig und laut genug, um auf Dauer zu nerven.

Noch wilder treibt es das unter anderem durch gesteigerten Ladedruck auf 585 PS aufgepowerte „S“-Modell, das sogar in 3,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Dieses Perfomance-Package wird zum fixen Bestandteil der AMG-Palette werden. Mehr Power, grundsätzlich in Verbindung mit Allradantrieb.

In der Praxis fühlt sich der Schub unglaublich an, weil er locker aus dem Ärmel geschüttelt wird und dank des Traktionsvorteils jederzeit abrufbar ist. Die an sich feine 7-Gang-Automatik schaltet allerdings spürbar langsamer als das Achtgang-Meisterstück von ZF oder gar eine Doppelkupplungs-Variante.

Man muss aber nicht zum „S“-Paket greifen, wenn man Allradantrieb will. Den gibt es auch mit 557 PS, und zwar um 130.100 Euro als Limousine und 133.350 Euro als Kombi „T-Modell“. Dagegen nicht als Kombi ist der 123.500 Euro teure Hecktriebler erhältlich.

Die Krone der E-Schöpfung, der E 63 AMG 4Matic S, kostet 143.700 Euro, als Kombi 146.950 Euro. Familientransporter mit Supersport-Fahrleistungen, warum nicht? Wer es mag, kann diese „Wolf im Schafspelz“-Attitüde neuerdings auf die Spitze treiben: Mit dem „Business-Package“ gibt es eine dezentere Heckschürze, eine zwei- statt vierflutige Auspuffanlage und keinerlei Aufschriften à la „AMG“ oder „V8 Biturbo“.

Alles über die neue Mercedes E-Klasse lesen Sie unter diesem Link.

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