Autowelt

Inhalt

Seat Leon ST 4Drive - schon gefahren

Auf allen Vieren

Einer der Haupttreiber des Seat-Aufschwungs ist der Leon-Kombi "ST". Dessen neue Allrad-Variante soll den guten Lauf noch intensivieren.

Rudolf Huber/mid

Hier geht's zu den Bildern

Die Möglichkeit, sich im großen Baukasten von Konzernmutter VW zu bedienen, nutzt Seat sehr geschickt und effektiv. Im Falle des ab sofort erhältlichen Leon ST 4Drive mit dem Griff zum derzeit aktuellsten Allrad-Konzept aus Wolfsburg namens "Haldex 5".

Die Haldex-Kupplung beliefert elektronisch gesteuert die Hinterräder bei Bedarf mit Antriebskraft. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wird Power dorthin geliefert, wo sie gerade gebraucht wird.

Bis hin zur Extremsituation, dass drei Räder elektronisch abgebremst werden und nur noch das eine mit Grip Kraft abkriegt. Durch die vorne wie hinten installierte Quersperre namens "XDS" kann der Antrieb noch einmal gezielter dosiert werden.

Klingt ein bisschen kompliziert, ist aber in der Praxis für den Fahrer gar kein Thema: 4Drive macht das schon, lautet die Devise. Automatisch und zuverlässig. So, dass im Wageninneren eigentlich gar nicht zu bemerken ist, was untendrunter gerade so passiert. Auch der Platz für Passagiere und Gepäck ist mit 587 Liter bis 1.470 Liter beim ab sofort lieferbaren 4Drive unverändert.

Für den Antrieb sind beim Allrad-Leon zwei TDI-Aggregate zuständig, ein 1,6-Liter-Motor mit 105 PS und eine 2,0-Liter-Variante mit 150 PS. Bei ersten Testfahrten mit der größeren Motorisierung zeigte sich der Spanier munter, aber nicht besonders sportlich.

Die Maschine hat keine Mühe, die knapp 1,5 Tonnen in Schwung zu bringen. 8,7 Sekunden für den Standard-Sprint und eine Spitze von 211 km/h sind absolut in Ordnung. Der Verbrauch liegt laut Norm bei 4,8 Litern, 0,7 Liter mehr als beim Fronttriebler. Das liegt unter anderem an dem Mehrgewicht von 124 Kilogramm.

Der schwächere 4x4-Leon beschleunigt in 12,0 Sekunden auf 100, ist maximal 187 Sachen schnell und konsumiert laut Norm 4,5 Liter - auch hier liegt der Mehrverbrauch bei 0,7 Litern.

Mehrkosten verursacht der Allradantrieb auch beim Kauf - und zwar jeweils genau 2.000 Euro. Der kleine Allradler startet in der Version "Reference" bei 23.690 Euro, als "Style" bei 25.490 Euro.

Dafür gibt es zur Kraft auf alle Viere auch noch einen Gang mehr: Das etwas kürzer als bei den Fronttrieblern abgestufte Sechsgang-Schaltgetriebe ist bei beiden Motorisierungen serienmäßig. Außerdem gibt es leicht vergrößerte Hinterradbremsen.

"Vielseitigkeit auf allen Straßen" schreibt Seat dem Leon ST 4Drive zu. Der Slogan passt. Denn dank Haldex 5 bietet der elegante Spanier einen unauffälligen, aber effizienten Helfer in allen Lebenslagen. Nach dem alten Motto: Der nächste Winter kommt bestimmt.

Drucken

Ähnliche Themen:

05.12.2016
Gut gebrüllt, Löwe

Update für den Seat-Kompaktsportler: Nach der Modellpflege hat der neue Leon Cupra 300 PS unter der Haube, als Kombi ST zudem Allradantrieb.

25.01.2016
Schnelle Kombination

Er ist der stärkste Kombi, den Seat je gebaut hat – wir haben den 290 PS starken Seat Leon ST Cupra mit DSG auf Herz und Nieren getestet.

31.12.2014
Volks-Rock´n´Roller

Seat zeigt mit dem 280 PS starken Leon Cupra, der in unsere Testgasse kam, Muskeln. So viel Power und Frontantrieb - ein Problem?

Beetlemania VW Beetle: 15. Sunshinetour 2019

Die Sunshine-Tour ist das weltweit größte Treffen der Volkswagen-Modelle Beetle, New Beetle und Käfer. Heuer startet sie am 16. August.

Formel 1: News Stella: Rivalen übertreiben Reifenkritik

Die Konkurrenz schenkt den Reifen zu viel Aufmerksamkeit, behauptet McLarens Techniker; sein Team hält das Gesamtpaket für wichtig.

Voll auf Draht Harley-Davidson LiveWire - erster Test

Nach fünf Jahren als Konzeptfahrzeug rollt die Harley-Davidson LiveWire endlich als Serienversion an, erhältlich noch im Jahr 2019. Erster Test.

WRC: Deutschland-Rallye WM-Rivalen im Shakedown fast gleichauf

Sébastien Ogier war im Shakedown zur Deutschland-Rallye 2019 am schnellsten, doch Neuville und Tänak waren ihm dicht auf den Fersen.