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Generationswechsel

Klassenloser Klassen-Primus: Der VW Touran startet Mitte September in 2. Generation und wird wieder für Unruhe im Kompaktvan-Segment sorgen.

mid/fw

Mit zwölf Jahren auf dem Buckel gehört man in der Auto-Welt eigentlich längst zum alten Eisen. Nicht so der VW Touran, der seit 2003 mit seiner zeitlosen Form sowie ein, zwei Facelifts weltweit 1,9 Millionen Mal verkauft wurde.

Um aber weiterhin die erste Geige zu spielen, stand nun doch ein Generationswechsel an. Mitte September kommt der Freund aller Familien- und Freizeitfahrer auf den Markt.

Auf Anhieb ist der kompakte Van an seiner monolithischen Kastenform zu erkennen, jetzt allerdings mit scharf geschnittenen Linien und Lichtkanten im Blech.

Die entscheidende Änderung fällt allerdings erst im Innenraum auf. Um den Touran vom optisch und konzeptionell ähnlichen Golf Sportsvan mit 4,34 Metern Länge sowie dem ebenfalls gerade erneuerten 4,85 Meter langen Sharan abzusetzen, misst ern nun mit 4,53 Metern 13 Zentimeter mehr als zuvor.

Der modulare Querbaukasten erlaubt es, diesen Längenzuwachs nahezu vollständig auf einen längeren Radstand zu übertragen. Der beträgt nun 2,79 Meter, über 11 Zentimeter mehr als vorher, was richtig "Raum zum Reisen" schafft.

Das Schlüsselwort dazu heißt: "Fold-Flat"-Sitzanlage. Dabei lassen sich die drei Einzelsitze der zweiten sowie die beiden Einzelsitze der dritten Sitzreihe und auch die Lehne des Beifahrersitzes in Sekunden durch einfaches Ziehen an einer Lasche zu einer durchgängigen Ladefläche umklappen. Außerdem lassen sich die Sitze der zweiten Reihe nun um 20 Zentimeter in der Länge verschieben, vier mehr als vorher.

Sitzergonomie, Kopf- und Ellenbogenfreiheit verbessern sich ebenfalls, sodass in die zweite Sitzreihe jetzt drei Kindersitze nebeneinander passen. Alle Einzelsitze inklusive der im Fond sind außerdem mit Isofix-Halterungen ausgerüstet.

Obendrauf gibt's noch einen Bestwert beim Kofferraumvolumen, denn als Fünfsitzer räumt der Touran 834 Liter ein. Das schafft zurzeit kein anderer Kompakt-Van auf dem Markt. Maximal werden daraus sogar bis zu 1.980 Liter. Und gegen Aufpreis schließt sich die Heckklappe nun auch elektrisch.

Bei den Motoren bedient sich der Touran im Konzern-Regal. Jeweils drei der bekannten Diesel- und Benzinmotoren sind im Angebot, allesamt Vierzylinder-Turbo-Direkteinspritzer.

Los geht es mit dem um fünf auf 81 kW/110 PS getrimmten 1.2 TSI-Benziner (ab 25.590 Euro) und dem ebenfalls 81 kW/110 PS starken 1,6-Liter-TDI (ab 27.720 Euro), beide sind nur mit 6-Gang-Getriebe zu haben.

Angemessen und empfehlenswert sind bei Benzinern und Diesel-Motoren die 110 kW/150 PS-Versionen, die nun beide zehn PS mehr leisten. Bei den Benzinern ist das der 1,4 Liter große TSI (ab 32.160 Euro), der mit 250 Nm Drehmoment ab 1.500 Touren wie ein wuchtiger Diesel auftritt. Der Unterschied: Er geht noch einen Tick laufruhiger und spritziger zu Werke.

So legt er den Sprint mit serienmäßiger 7-Gang-DSG-Automatik in 8,9 Sekunden hin. Das Diesel-Pendant 2.0 TDI (nur mit Schaltgetriebe ab 31.990 Euro) braucht in der Disziplin eine halbe Sekunde länger, glänzt dafür aber dank einem maximalen Drehmoment von 340 Nm ab 1.750 Touren mit mächtigem Durchzug sowie einem Verbrauch von 4,4 Litern Diesel auf 100 km (115 g CO2//km) nach Norm.

Für ein Familien- und Freizeitfahrzeug typisch sind Fahrwerk und Lenkung betont komfortabel abgestimmt. Für sportlich Ambitionierte gibt es gegen Aufpreis die adaptive Fahrwerksregelung DCC inklusive Fahrprofilauswahl und ein 15 Millimeter tiefer gelegtes Sportfahrwerk.

Serienmäßig rollt der Touran unter anderem mit Bremsassistent und Traktionskontrolle, Reifendruck-Kontrolle sowie einer Multikollisionsbremse an und hat ein Unfallschutzsystem an Bord, das bei einem drohenden Crash Fenster und Schiebedach schließt sowie die Gurte spannt.

Die gängigen Assistenzsysteme kosten hingegen Aufpreis: Dazu gehören Abstandsradar mit Umfeldbeobachtung und City-Notbremse, Spurwechsel- plus Ausparkassistent und die Spurhaltefunktion.

Nach wie vor gibt es drei Ausstattungen, wobei die Basis "Trendline" neben den genannten Sicherheitsfeatures immerhin mit Klimaanlage, aber auch Stahlrädern mit Abdeckungen vorfährt. Wie schon jüngst im neuen Sharan präsentiert, nutzt VW für die Internet-Anbindung die Intelligenz der mitgebrachten Smartphones.

Über die "App-Connect"-USB-Schnittstelle kann damit so gut wie jedes Gerät via MirrorLink, Apple Carplay oder Android Auto mit dem bordeigenen Infosystem verbunden werden. Dazu braucht er allerdings mindestens das Radio "Composotion Media" und das Navi-System "Discover Media".

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