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Kleine Göttin

DS emanzipiert sich von Citroen: Das kleinste Modell - der DS 3 wurde überarbeitet und erhält mit dem "Performance" ein neues Topmodell.

mid/wal

Er ist klein, aber fein, der neue DS 3 Performance. Das Spitzenmodell in der Kompakt-Klasse der neuen französischen Automarke DS avanciert durch edle Materialien und einen kräftigen Antrieb zu einem sportlich eleganten Flitzer.

Mit dem überarbeiteten DS 3 komplettiert sich auch die Auto-Kollektion, zu der noch die beiden größeren Modelle DS 4 und DS 5 gehören.

In die moderne Ausstrahlung des DS 3 mischt sich ein Hauch von Nostalgie. Die B-Säule in Form einer Haifischflosse und andere geschwungene Linien erinnern an das große Vorbild der Marke, den Citroen DS, jenes futuristische "Schiff" aus den 50er Jahren.

Von Liebhabern wurde das Modell einst "La Déesse" - "Die Göttin" getauft. Nun gehört die neue Marke ja auch zu Citroen. Sie soll sich aber als eigenständiges Label auf dem Automobilmarkt behaupten und oberhalb von Citroen positioniert sein.

So ist der bekannte Doppelwinkel aus dem Fahrzeug-Gesicht eliminiert. Stattdessen blitzten die DS-Wings silbrig im Kühlergrill. Im Cockpit setzt sich die Design-Sprache fort. Teile des Armaturenbretts sind in Wagenfarbe lackiert, was dem Interieur einen jugendlichen Touch verleiht. Die kleine Göttin fährt auch oben ohne. Allerdings ist das DS 3 Cabriolet eher eine zweitürige Kompakt-Limousine mit flächendeckendem Schiebedach. Das Freiluftgefühl klassischer Cabrios kommt hier nicht unbedingt auf.

Aber beengt fühlt man sich nicht, weder mit offenem noch geschlossenem Dach. Durch die ziemlich schräge Windschutzscheibe entsteht zudem ein großzügiges Raumgefühl. Etwas beengt fühlen sich breiter gebaute Menschen jedoch in den schlanken Sportsitzen. Der DS 3 ist aber auch kein rollendes Sofa, sondern ein betont sportlicher Kompakter, vergleichbar mit dem Peugeot 308 GTi. Allerdings wirkt der DS 3 eine Spur edler und extravaganter als der entfernte Verwandte aus der PSA-Familie.

Und ganz so athletisch wie das Kompaktauto von Peugeot Sport tritt der DS 3 Performance auch nicht auf. Aber auch unter der Haube des DS steckt ein aufgeladener 1,6-Liter-Motor.

153 kW/208 PS leistet der Vierzylinder-Benziner, also rund 60 PS weniger als der Peugeot. Doch auch mit dem DS 3 Performance kommt viel Fahrfreude auf. Die Ingenieure haben für das Fahrzeug den THP 208 Stop&Start gewählt und an ein 6-Gang-Getriebe gekoppelt.

Dieses verfügt über ein Differenzial mit begrenztem Schlupf, das für beeindruckende Traktion sorgt. Allerdings entfaltet sich die Power erst in höheren Drehzahlbereichen wirklich überzeugend.

Das Fahrwerk ist zugleich sportlich und komfortabel abgestimmt. Hubbel im Stadtverkehr sind beim Darüberfahren deutlich zu spüren, aber hält sich die Empfindung von solchen Stößen in Grenzen.

Den größten Spaß bereitet das Auto auf verschlungenen Serpentinen, wie sie etwa die Cote d'Azur rund um die Hafenstadt Saint-Tropez bietet. Die Bremsen packen bei Bedarf kräftig zu, ohne bei geringer Geschwindigkeit allzu aggressiv aufzutreten.

Um trotz Gewährleistung hoher Sicherheit die Agilität zu erhöhen, hat DS das Fahrwerk und die Bremsanlage grundlegend überarbeitet. Das Ergebnis: eine um 15 mm abgesenkte Karosserie, eine breitere Spur vorne und hinten (vorne: plus 26 Millimeter; hinten: plus 14 Millimeter). Mit solchen Maßen meistert der Kompakte die schärfsten Kurven souverän.

Beim DS 3 geht es Fahrzeug-technisch aber auch eine Nummer kleiner mit einem weniger sportlichen Fahrwerk und den 3-Zylinder-Motoren der Version Pure-Tec. PureTech110 Stop&Start hat moderate 81 kW/110 PS und ist mit dem neuen 6-Gang-Automatikgetriebe EAT6 ausgestattet.

Der Turbomotor ermöglicht einen recht kraftvollen Durchzug schon in unteren Drehzahlbereichen. Die harmonische Verbindung zwischen Motor und Getriebe bietet geschmeidigen Fahrkomfort.

Etwas flotter voran kommt man indes mit dem PureTech 130 Stop&Start mit 96 kW/130 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe. Gerade hier hat man beim Fahren nicht das Gefühl, dass unter der Haube nur ein kleines Dreizylinder-Aggregat steckt. In nur neun Sekunden spurtet der kleine Benziner von 0 auf 100 km/h und macht dabei ein sportlich-kerniges Motorengeräusch.

Die Motoren-Palette ist mit fünf Benzinern und drei Dieseln breit gefächert. Mit recht niedrigem Verbrauch und geringen Emissionen befindet sich die Motorentechnik auf dem Stand der Zeit.

Technisch wie optisch erweist sich der kleinste DS als modernes Auto mit exotisch verspielter Note. Mit dem Auto fährt man gerne zur Arbeit und noch lieber zur Party oder in den Sommerurlaub.

Gewappnet ist der DS für viele Gelegenheiten. Durch mannigfaltige Varianten der Lackierung lässt sich der Wagen besonders individuell gestalten. Die Preisliste startet bei 15.590 Euro (Deutschland: 15.890 Euro). Das Cabrio schlägt mit mindestens 18.390 Euro (D: 19.840 Euro) zu Buche.

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