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Honda Civic i-DTEC Diesel - erster Test Honda CIvic Diesel i-DTEC 2018

Jetzt erst recht!

Honda geht nicht den Weg des Diesel-Bashings: Im 2017 gestarteten Civic der zehnten Generation wird jetzt ein Dieselmotor nachgeliefert.

Rudolf Huber/mid

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Trotz des deutlichen Verkaufsrückgangs von Dieselmodellen in ganz Europa setzt Honda auf den Selbstzünder. Schließlich prophezeit diesem eine Studie fürs Jahr 2021 immer noch einem Marktanteil von 31 Prozent. Und dieses Stück des Umsatzkuchens wollen die Japaner bei ihrem aktuell rund 700.000 Mal pro Jahr verkauften Kompakten verständlicherweise gerne mitnehmen.

Außerdem lässt sich die Senkung des Flottenverbrauchs am schnellsten mit sparsamend Diesel-Modellen realisieren. Weshalb Ford in den USA seinem jahrzehntelangen Marktführer, dem Pick-up F-150, erstmals einen Dieselmotor unter die große Haube klemmt.

Als Protagonisten ihres Diesel-Engagements haben die Honda-Ingenieure einen rundum massiv überarbeiteten 1.6-Liter-Vierzylinder auserkoren, der bei 4.000 U/min seine Höchstleistung von 120 PS und schon bei 2.000 U/min sein maximales Drehmoment von 300 Nm zur Verfügung stellt.

Eine Vielzahl kleiner und kleinster Maßnahmen hat dazu geführt, dass der Motor sehr gute Manieren an den Tag legt, leise und vibrationsarm läuft und schon ab 1.200 bis 1.500 Touren sehr geschmeidig dahinrollt. Ab 2.000 U/min steht dann reichlich Power für einen schnellen Antritt und kurze Überholmanöver zur Verfügung. In Zahlen: Von 0 bis 100 km/h vergehen 9,8 Sekunden, in der Spitze schafft der Civic 201 km/h - das sollte für alle Eventualitäten reichen.

Die Intensiv-Kur für den Motor und die Abgasreinigungsanlage sorgt für niedrigen Verbrauch und geringe Emissionen. Laut Norm schluckt der Fünftürer gerade mal 3,5 Liter, die noch strömungsgünstigere Limousine ein Zehntel weniger je 100 Kilometer. Das bedeutet einen CO2-Ausstoß von 93 und 91 g/km.

Der i-DTEC erfüllt auch ohne Harnstoffeinspritzung die derzeit schärfte Abgasnorm EU 6d-Temp. Dafür sorgen unter anderem ein neuer Stickoxid-Speicher-Konverter und ein Partikelfilter mit Silberbeschichtung, der die Verbrennung von Feinstaub und die Haltbarkeit des Abgassystems optimiert.

Ansonsten ist auch im Selbstzünder- Modell alles Civic pur: Reichlich Platz, riesengroßer, variabler Kofferraum, reichlich Assistenzsysteme, zwischen Normal und Dynamik verstellbares Fahrwerk, Lenkung mit angenehmer Rückmeldung. Wer es nicht ständig übermäßig eilig hat, erlebt den kompakten Honda als geschmeidigen Cruiser, der zügig und komfortabel unterwegs ist und nichts gegen gelegentliche Sprinteinlagen einzuwenden hat.

Den Diesel-Civic gibt es in den Ausstattungsstufen S, Comfort, Elegance und Executive zu Preisen zwischen ab 21.990 Euro (Deutschland: ab 21.390 Euro). Der Fünftürer kommt im März zu den Händlern, die Limousine im Mai. Ab Mitte des Jahres wird zusätzlich zur Sechsgang-Handschaltung auch eine 9-Gang-Automatik angeboten.

Fünftüriger Kompaktwagen, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimeter: 4.518 /1.799, (2.076 mit Spiegeln)/1.434/2.697, Kofferraumvolumen: 478 bis 1.245 l, Leergewicht: 1.301 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.710 kg, Tankinhalt: 46 l.
Motor: Vierzylinder-Reihenturbodiesel mit 1,6 Liter Hubraum, max. Leistung: 88 kW/120 PS bei 4.000/min, manuelles 6-Gang-Getriebe, max. Drehmoment: 300 Nm bei 2.000/min, 0-100 km/h: 9,8 s, Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h, Normverbrauch: 3,5 l Diesel/100 km, CO2-Emission: 93 g/km.
Österreich-Preis: ab 21.990 Euro (Deutschland: ab 21.390 Euro).

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