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Skoda Superb Facelift - erster Test

Millionärs-Lifting

Wie es sich für einen (Stückzahl-)Millionär gehört, wird der Skoda Superb via Facelift edler eingekleidet und auch mit neuer Technik ausgestattet.

mid/rhu

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An den grundsätzlichen Vorzügen des ab sofort als Limousine und Kombi (der auch als höhergelegter Scout) angebotenen modellgepflegten Skoda Superb hat sich nicht viel geändert - zum Glück. Denn beim Platzangebot, der Verarbeitungsqualität und der Ausstattung mit pfiffigen "Simply-Clever"-Details ist er nach wie vor ganz weit vorne.

Was beim ersten Blickkontakt mit dem gehobenen Mittlklassewagen auffällt, ist das rundum aufgepeppte Ausssehen. Die Stoßfänger sind neu geformt, es gibt mehr Chrom am Grill und einen neuen Blick dank der etwas schmaleren Scheinwerfer, die serienmäßig mit LED-Technik, gegen Aufpreis auch mit Matrix-Technologie ausgestattet sind. LED-Leuchten mit dynamischen Blinkern finden sich auch am Heck - und statt des bisherigen Skoda-Emblems nun der breit gezogene Firmenname. Das alles wirkt mehr als nur einen Tick hochwertiger.

Und dieser Eindruck setzt sich im Innenraum fort, wo edlere Materialien wie feines Alcantara, Holzdekore ein größerer Bildschirm und der Einzug des Digital-Cockpits für einen zeitgemäßen Look sorgen. Die Sitzprobe vorne wie hinten vermittelt einen guten Eindruck von den wirklich üppigen Platzverhältnissen. Wer hinten ganz alleine sitzt, fühlt sich fast schon ein bisschen verloren in sehr viel Raum und Zeit.

In Sachen Assistenzsysteme ist das Facelift ebenfalls deutlich zu spüren. Neu sind etwa der vorausschauende Adaptive Abstandsassistent samt Side Assist, der bis zu 70 Meter abdeckt, der Notfall Assistent für mehrspurige Straßen und der Front-Helfer mit vorausschauendem Fußgängerschutz. Anders ausgedrückt: Zur Mitte ihres Lebenszyklus ist die dritte Superb-Generation wieder auf dem aktuellen Stand.

Das gilt auch für die Abteilung Antrieb. Die je drei Diesel und Benziner decken ein Leistungsspektrum von 120 bis 272 PS ab. Möglich sind damit und mit dem Sechsgang-Handschalter, dem 7-Gang-DSG und dem Allradantrieb zehn Motor-Antriebs-Kombinationen.

Neu ist der Zweiliter-EVO-TDI mit 150 PS. Ein erfrischender Neuzugang ist auch der etwas später nachgereichte 1,5 Liter-Benziner, den man schon aus Golf und Co. kennt und der bei der ersten Ausfahrt seine Rolle als Einstiegs-Motorisierung sehr kompetent ausfüllte. Er ist kein Temperamentsbolzen, was angesichts des Superb-Leergewichts von knapp 1,5 Tonnen auch nicht wirklich überraschend ist.

Aber er lässt sich entspannt und niedertourig nutzen, schließlich liegt das maximale Drehmoment von 250 Newtonmeter schon zwischen 1.500 und 3.500 Touren an. Bei Bedarf geht es aber durchaus ambitioniert voran. Die Höchstleistung stellt der Vierzylinder zwischen 5.000 und 6.000 U/min parat. Das reicht für einen Sprintwert von 9,0 Sekunden und eine Spitze von 220 km/h - mehr muss eigentlich nicht sein.

Offizielle Verbrauchswerte kann Skoda für den neuen Antrieb noch nicht vorlegen, bei Fahrten zwischen Wien und dem Schloss Grafenegg in der Nähe von Krems zeigt der Bordcomputer 7,3 Liter je 100 Kilometer an. Die getestete Version mit 150-PS-Benziner und Sechsgang-Handschalter markiert in der Ausstattungslinie Active auch den Einstieg in die Superb-Familie - zum Preis von 28.850 Euro für die Limousine und 29.850 Euro für den Combi (Deutschland-Preise, jene für Österreich folgen in Kürze).

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