Autowelt

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Audi A8: Matrix-LED-Scheinwerfer

Licht neu erfunden

Licht ist wichtig, Blenden dagegen ist kontraproduktiv. Mit dem Matrix-LED-Scheinwerfer stellt Audi im neuen A8 eine Weltneuheit vor.

mid/wop

Sie macht Schluss mit dem Blenden von entgegenkommenden Fahrzeugen und bietet dem Fahrer stets die beste Ausleuchtung. Audi offeriert die neue Beleuchtungstechnologie optional für in seinem Flaggschiff, das im November auf den Markt kommt.

"Verkehrsunfälle geschehen zu 25 Prozent nachts", so Stephan Berlitz, Leiter Innovation Lichttechnik und Lichtelektronik bei Audi, und betont: "30 Prozent davon enden für die Insassen tödlich".

Informationen übernimmt der Mensch zu 90 Prozent über das Auge, beim Autofahren sind es sogar 96 Prozent. "Nachts ist das Auge dabei ein Engpass", so Berlitz. Deshalb haben wir eine Beleuchtungstechnologie entwickelt, die optimal für den Fahrer, den Fahrzeugeinsatz und das Verkehrsgeschehen ist. "Wir schlagen ein neues Kapitel in der Beleuchtungstechnik für Autos auf, das komplett bei Audi entwickelt wurde." Doch nicht allein die Sicherheit wird damit erhöht, sondern auch die Effizienz, weil die LED-Technik weniger Energie verbraucht. Die Designer erhalten außerdem mehr Gestaltungsspielraum, da durch den Wegfall mechanisch angetriebener Elemente, die Matrix-LED-Scheinwerfer kleiner beziehungsweise schmaler entworfen und gebaut werden können.

Bei einer Matrix-LED-Scheinwerfer-Einheit erzeugen 25 kleine Leuchtdioden das Fernlicht. Je fünf von ihnen strahlen durch einen gemeinsamen Reflektor. Geregelt werden sie durch eine Elektronik mit hochkomplexem Rechenverfahren, das die Daten von der Digital- und Wärmebildkamera des Autos zur Steuerung des Fernlichts nutzt.

Damit können mehr als 966 Millionen Lichtverteilungen realisieren werden. Steht der Lichtschalter auf "Automatik" und ist das Fernlicht eingeschaltet, aktiviert sich das System außerorts ab 30 km/h. Sobald die Digitalkamera im A8 andere Fahrzeuge erfasst, werden einzelne LED blitzschnell abgeschaltet oder gedimmt.

Die Funktionsweise ist höchst präzise. Entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge werden ausgespart und nicht geblendet. Alle Bereiche zwischen und neben ihnen werden jedoch weiterhin voll ausgeleuchtet. Nach Passieren des Gegenverkehrs leuchtet das Fernlicht in den zuvor ausgesparten Teilbereichen wieder in voller Stärke auf. Die Matrix-LED-Scheinwerfer funktionieren rein elektrisch und ihr Licht hat einen kristallweißen Schein.

Besitzt der neue A8 den optionalen Nachtsichtassistenten, ist die Matrix-LED-Technologie mit dem so genannten "Markierungslicht" gekoppelt, das zusätzlich die Daten der Wärmebildkamera in die Steuerung einbezieht. Wird eine Person im kritischen Bereich vor dem Auto erfasst, blinken einzelne LED diese dreimal kurz nacheinander an. Damit heben sie die Person klar aus ihrem Umfeld heraus und warnen gleichzeitig diese Person und den Fahrer. Zusätzlich erkennt und markiert der Nachtsichtassistent jetzt auch größere Wildtiere. Diese werden jedoch nicht angeblinkt, um sie nicht zu erschrecken.

Mit der Technologie übernehmen die Leuchtdioden freilich die Funktion des Kurvenlichts, indem sie den Fokus des Lichts durch gezieltes Auf- beziehungsweise Abdimmen in die Richtung des Kurvenverlaufs verschieben. Voraussetzung ist die optionale MMI Navigation plus, mit der durch die "vorhersehbaren" Streckendaten die Scheinwerfer bereits kurz vor dem Lenkradeinschlag in die Kurve leuchten. Zur Matrix-LED-Technologie gehört der dynamische Blinker, dessen LED im Takt von 150 Millisekunden blockweise in die Richtung aufleuchten, in die der Fahrer abbiegen will. Auf ersten Testfahrten überzeugen die Matrix-LED-Scheinwerfer und führen zu einem entspannten Fahren.

Ähnliche Themen:

Weitere Artikel

Oldtimer als Coverstars

Junge Musik mit alten Autos

Tanzos und Lysah bringen ihre Singles – unabhängig voneinander – mit alten automobilen Bekannten auf dem Cover heraus.

Aus für aktive Laufbahn, ab jetzt TV-Experte

Daniel Abt: vorläufiges Karriereende

Der langjährige Formel-E-Fahrer Daniel Abt hat sein Karriereende angekündigt, wird dem Motorsport aber in anderer Funktion verbunden bleiben.

George Russell fährt beim Sachir-GP für Mercedes

Bestätigt: Russell als Ersatz für Hamilton

Beim Grand Prix von Sachir kann George Russell sein Talent im Mercedes unter Beweis stellen: Der Williams-Pilot übernimmt Lewis Hamiltons Weltmeisterauto.