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Lexus stellt Produktion des LFA ein

Kein Tokimeki

Lexus stellt die Produktion des LFA ein. Ein Rückblick auf ein Sportwagenprojekt, das niemals für "Tokimeki" (japanisch für Herzklopfen) sorgte.

Thomas Lang/mid

Die Tokyo Motorshow 2009 war für Lexus ein besonderes Ereignis. Nach zehnjähriger Entwicklungsarbeit und drei Generationen von Studien stellte die Toyota-Premium-Tochter Lexus die serienreife Version des zweisitzigen Supersportwagen LFA vor.

Die Entwickler hatten an nichts gespart: Zusammen mit Spezialisten von Yamaha hatten sie einen komplett neuen V10-Benzinmotor gezeichnet. Der vorne eingebaute Sauger mit 4,8 Litern Hubraum und 412 kW/560 PS fühlt sich hohen Drehzahlen verpflichtet. Das sequentielle Sechsganggetriebe verfügt über vier Schaltprogramme, um die angetriebenen 19-Zöller auf der Hinterachse je nach Einsatz angemessen zu malträtieren.

An der Ausstattung durfte nichts fehlen. Mit hochwertigen bis exotischen Materialien sollte der erste japanische Supersportwagen jedem Einsatz-Profil gerecht werden. Quasi vom Brötchenkauf bis zum Renneinsatz.

Um die Begehrlichkeit und die Exklusivität des LFA auf höchstem Niveau zu halten, begrenzte der Hersteller die Auflage auf 500 Exemplare und rief hierzulande einen Preis von 400.000 Euro auf. Die Produktion begann Ende 2010 und endete am 14. Dezember 2012.

Da die Nachfrage keinesfalls den Erwartungen entsprach, stellte Lexus auf dem Genfer Automobilsalon 2011 das Sondermodell "Nürburgring-Performance-Paket" vor. Die 50 Exemplare innerhalb der 500er-Auflage zeichnen sich unter anderem durch ein um fünf Kilo gesenktes Gewicht und eine um 7 kW/10 PS erhöhte Leistung aus, neben der verfeinerten Aerodynamik und geänderten Felgen. Ein Preis dafür wurde gar nicht erst genannt.

Das Ansinnen der Verantwortlichen, mit dem LFA ein nahezu perfektes Auto zu schaffen, verpufften als Folge der überlangen Entwicklungszeit. Selbst der Lamborghini Aventador mit 515 kW/700 PS starkem V12 und deutlich überlegenen Fahrleistungen kostet mit 398.000 Euro nicht mehr als der LFA.

Auch konnte die Form des Coupés nach der überlangen Entwicklungszeit nicht jene Emotion wecken, die die Japaner mit "Tokimeki" beschreiben; was soviel wie "Herzklopfen" bedeutet.

Zudem verhinderten das Gewicht und die Frontmotor-Konfiguration optimale Rundenzeiten. Mit einer Zeit von 7.38 Minuten auf der Nordschleife des Nürburgrings im Rahmen eines "Supertest" der Fachzeitschrift "Sport Auto" musste sich der Lexus unter anderem einem Nissan GT-R (7.34 min), der um ein Viertel des Lexus-Preises zu haben ist, klar geschlagen geben.

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