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Porsche Holding: Jahresbilanz 2014

Auf Rekordkurs

Die Porsche Holding erzielt 2014 ein Rekordjahr. Aber nicht in Österreich, wo die Politik eine steuerliche Lose-lose Situation geschaffen hat.

Georg Koman

Mit rund 615.000 Neuwagenauslieferungen in 24 Märkten weltweit wird die Porsche Holding Salzburg (in Österreich Importeur für sämtliche Marken des VW-Konzerns) das Absatzvolumen im Groß- und Einzelhandel 2014 gegenüber dem Vorjahr um knapp vier Prozent steigern.

Die Anzahl der Einzelhandelsstandorte stieg in diesem Jahr auf 592, die Mitarbeiterzahl erhöhte sich auf 32.400. Dies teilte Alain Favey, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg, anlässlich der Jahrespressekonferenz mit.

Im Großhandel ist die Porsche Holding Salzburg neben Österreich in weiteren 13 Märkten Zentral- und Osteuropas sowie in zwei Märkten Südamerikas für die Marken des Volkswagen-Konzerns tätig. 43 Prozent des Großhandelsvolumens werden dabei in Österreich ausgeliefert.

Der österreichische Gesamtmarkt fiel 2014 im Vergleich zum Vorjahr um ca. vier Prozent zurück. Erwartet werden ca. 305.000 Neuzulassungen.

Die mit 1. März 2014 erfolgte Erhöhung der Normverbrauchsabgabe brachte der Regierung nicht den gewünschten Effekt. Böse Zungen behaupten jetzt: "Was zu erwarten war." Und fügen zynisch hinzu: "Wir danken der österreichischen Bundesregierung für die Schaffung einer Lose-lose-Situation."

Durch den Rückgang des Gesamtmarktes - neben Österreich verzeichnen heuer nur die Niederlande innerhalb der EU einen Rückgang - , der in erster Linie auf die steuerliche Mehrbelastung beim Neuwagenkauf zurückzuführen ist, entgingen der Regierung allen Erhöhungen zum Trotz Steuereinnahmen durch NoVA und Mehrwertsteuer in der Höhe von 71 Mio. Euro.

„Wir würden uns seitens der Regierung eine Initiative zur Belebung des österreichischen Pkw-Marktes wünschen. Von der könnten dann beide Seiten profitieren“, tritt Alain Favey gegen weitere Steuerbelastungen - über eine Erhöhung der Mineralölsteuer wird immer wieder laut nachgedacht - für Autofahrer ein.

Statt über Millionärssteuern und andere Luftschlösser zu streiten, sollte die Regierung lieber die Autofahrer entlasten. Durch die sich daraus ergebenden Mehrverkäufe würde sie gutes Geld verdienen und gleichzeitig die Bürger erfreuen.

Mit 35,6 Prozent Marktanteil per Ende November gelingt es den Marken des VW-Konzerns immerhin auch in Österreich, das Niveau des Vorjahres zu halten. Sogar ein neuer Marktanteilsrekord scheint für 2014 möglich. Die Kernmarke VW sichert sich mit 17,8 Prozent Marktanteil die Nummer-1-Position, die sie übrigens ununterbrochen seit 1957 innehat.

Der VW-Konzern selbst liegt im Kampf um den Titel "größter Autohersteller der Welt" inzwischen Kopf an Kopf mit Toyota. Beide werden die 10-Millionen-Marke überspringen. Wer am Ende die Nase vorne hat, wird sich wohl erst in den letzten Tagen des Jahres entscheiden.

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