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Dreiklang

BMW macht den 3er wieder fit. Mit Karosserie-Kosmetik, überarbeitetem Interieur und neuen Motoren - darunter erstmals ein Dreizylinder.

Michael Specht/mid

Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Mercedes hat derzeit einen Lauf mit seiner C-Klasse. Audi bringt im Spätsommer den neuen A4 auf den Markt. Und zuvor schleicht sich mit dem Jaguar XE ein neuer Mitstreiter in die Premium-Mittelklasse.

Höchste Zeit also für BMW, den 3er fit für die Zukunft zu machen, schließlich nennen sie ihr Mittelklassemodell so gern "Herz der Marke". Nicht zufällig ist es auch der Bestseller im Konzern. Jeder vierte BMW-Neuwagen ist ein 3er. In den vergangenen 40 Jahren verkaufte sich diese Baureihe über 14 Millionen Mal.

Man muss schon etwas genauer hin schauen, um zu erkennen, was die Designer im Rahmen der Modellauffrischung geändert haben. BMW nennt das "LCI". Die Abkürzung steht für "Life Cycle Impact". Ans Blech gingen die Münchener ihrem Mittelklassemodell jedoch nicht. Die Werkzeugkosten hierfür wären unverhältnismäßig teuer. Günstiger ist es, nur die Kunststoff-Anbauteile und die Leuchten zu ändern.

So wurden die Stoßfänger und das Innenleben der Scheinwerfer überarbeitet. Sie gibt es erstmals auch in Voll-LED-Technik. Die Blinker sitzen in den "Augenbrauen". Am Heck bekamen die LED-Rückleuchten eine neue Grafik, man wollte hier die Breite des Autos betonen.

Für den Innenraum nahm sich BMW die teils angebrachte Kritik zu Herzen, die Gesamtanmutung entspräche nicht ganz dem Premium-Anspruch der Marke. Der Dreier erhielt eine Reihe neuer Materialien, andere Dekore, hochwertigere Oberflächen, schärfer Displayauflösungen und mehr Chromeinfassungen.

Neues Modelljahr, neue Motoren. Zur Markteinführung am 25. Juli hat der 3er-Kunde die Wahl zwischen vier Benzinern und sieben Diesel-Aggregaten. Fast alle Motoren gehören der neuen modularen Generation (B38, B48 und B58).

Erstmals schlägt unter der Haube auch ein Dreizylinder-Benziner-Herz. Das neue Einstiegsmodell trägt die Bezeichnung 318i, löst den bisherigen 316i ab und leistet 136 PS. Den Verbrauch des 1,5-Liter kleinen Motors gibt BMW mit nur 5,3 Litern an, das sind 13 Prozent weniger als beim Vorgänger. Vorstand Ian Robertson verspricht dennoch - sehr mutig - den "Klang eines Sechszylinders".

Sparsamstes Modell der Dreier-Baureihe bleibt der 320d in der Version EfficientDynamics. Sein Zweiliter-Diesel leistet 120 kW/163 PS und soll nur 3,8 Liter verbrauchen. Auf knapp die Hälfte kommt der 330e. So nennt BMW die Plug-in-Hybrid-Version des Dreier, die im kommenden Jahr zum Händler rollt.

Vierzylinder-Benziner und E-Maschine leisten zusammen 186 kW/252 PS und 420 Newtonmeter Drehmoment, begnügen sich aber nur mit 2,1 Liter auf 100 Kilometer. Grund: In die Berechnung geht die elektrische Reichweite der Batterie mit ein. 35 Kilometer kann der 330e emissionslos unterwegs sein.

Die Preise stehen für Österreich noch nicht fest, in Deutschland beginnen sie nun bei 30.200 Euro, um 650 Euro mehr als beim Vorgänger.

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