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Schaeffler entwickelt elektronische Kupplung

Kupplung 2.0

Elektronische Kupplung eröffnet neue Perspektiven für Handschaltgetriebe - Komfortgewinn plus Sprit-Ersparnis zu vernünftigen Kosten.

mid/rlo

Autozulieferer Schaeffler hat gleich drei Konzepte für eine elektronische Kupplung, die sogenannte "E-Clutch", entwickelt. Je nach Ausbaustufe übernimmt das System das Kuppeln nur in bestimmten Fahrsituationen oder führt alle Kupplungsvorgänge vollautomatisiert aus.

Variante Nummer eins heißt "MTplus". Bei diesem System wird die hydraulische Kraftübertragung beibehalten, aber ein zusätzlicher Aktuator direkt in die Druckleitung eingebaut.

Damit ist ein verbrauchsreduzierendes "Segeln" möglich: Dazu wird bei konstanter Fahrt der Motor vom Getriebe getrennt und entweder ganz abgeschaltet oder im Leerlauf weiterbetrieben. Das Auskuppeln übernimmt die "E-Clutch". Und das Signal dazu gibt der Fahrer, indem er vom Gas geht. Nach Berechnungen der Techniker soll sich der Kraftstoffverbrauch um zwei Prozent (Motor geht in den Leerlauf) bis sechs Prozent (Motor schaltet ab) senken.

Beim zweiten Konzept namens "Clutch-by-wire" entfällt die hydraulische Anbindung des Pedals. Der Fahrer kuppelt wie gewohnt, das Signal wird aber elektronisch ("by wire") übertragen. Das System sei auch Situationen gewachsen, die schnelle Schaltungen oder schlagartige Bremsungen erfordern, heißt es. Als besonders angenehm werde die Möglichkeit empfunden, die Umsetzung von Pedalweg in Kupplungsweg elektrisch zu "tunen".

Das ermöglicht zum Beispiel die Wahl eines Sportmodus, der bisher Automatikgetrieben vorbehalten war. Im Eco-Modus wiederum ist eine Verbrauchssenkung von insgesamt 17 Prozent möglich.

Als drittes System kommt das "Elektronische Kupplungs-Management" (EKM) ins Spiel. Bei dieser Variante wird ganz aufs Kupplungspedal verzichtet. Das Signal zum Auskuppeln liefert ein Sensor - und zwar in dem Moment, in dem der Fahrer zum Schalten ansetzt. Ebenso erfolgt das Einkuppeln automatisch, wenn der Gang eingelegt ist. EKM biete auch die Voraussetzungen, um zum Beispiel einen Elektromotor in den Antriebsstrang zu integrieren.

"Die E-Clutch ebnet dem Handschaltgetriebe den Weg in die Hybridisierung und damit auch in neue Märkte und Segmente", erklärt Uwe Wagner, der Leiter Forschung und Entwicklung Automotive bei Schaeffler. Bislang sei dies lediglich in Verbindung mit Automatikgetrieben möglich. Schaltgetriebe sind aber - aufgrund ihres günstigen Preises - mit Abstand am weitesten verbreitet.

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